Mini-Interview mit Marianna Lingg vom Salzburger Institut für Raumordnung und Wohnen

 

© M. Paar

Kurzbeschreibung Ihrer Tätigkeit

Mein Name ist Marianna Lingg. Ich arbeite am SIR- Salzburger Institut für Raumordnung und Wohnen im Fachbereich „Umweltbildung“. Mein Auftraggeber ist das Land Salzburg, Abteilung 5 für Natur und Umweltschutz

Was bedeutet eine Nachhaltige Entwicklung für Sie?

Kinder sind die Konsumentinnen und Konsumenten sowie Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger von morgen, umso wichtiger ist es, bereits heute ihr Bewusstsein für unsere Lebensgrundlage zu schärfen. Da die Auswirkungen des Klimawandels vor allem künftige Generationen zu spüren bekommen werden ist es ein dringendes Anliegen, ebendiese schon von Kindesalter an zu informieren und zu sensibilisieren. Meine Aufgabe ist es, Kindern und Jugendlichen die nötigen Kompetenzen für verantwortungsvolles Handeln gegenüber Mitmenschen, Umwelt und Natur nachhaltig zu vermitteln und Lehrerinnen und Lehrer dabei zu unterstützen, relevante Umweltthemen wie Klimawandel, verantwortungsvolles Konsumverhalten, Übernutzung natürlicher Ressourcen etc., im Unterricht im Rahmen von Workshops zu vertiefen.

In welchem Bereich ist Nachhaltigkeit in den kommenden Jahren besonders gefragt

Die größte Herausforderung in meinem Arbeitsumfeld liegt meiner Meinung nach darin, Kinder und Jugendliche das Thema Natur-und Umweltschutz auf positive und motivierende Art und Weise zu vermitteln und ein Bewusstsein zu schaffen, dass ihr eigenes Verhalten im Alltag in Bezug auf Klimaschutz vieles bewirken kann. 

Was ist aktuell die größte Herausforderung in Ihrem Arbeitsumfeld

Klimaschutz betrifft uns jedoch alle und sämtliche Ebenen müssen gleichermaßen ihren Beitrag leisten: von der Weltgemeinschaft über den Bund bis hin zu den Gemeinden, von Betrieben und Organisationen bis letztlich hin zu jede(m) einzelne(n) Bürgerin(in)!

 

Mini-Interview mit Ferdinand Kolar, Tour-Guide im Verein SuperTramps

© SUPERTRAMPS

>> Kurzbeschreibung Ihrer Tätigkeit und der Arbeit von SuperTramps.

Der in Wien ansässige Verein SuperTramps widmet sich, unterstützt von der Turnauer Privatstiftung, einerseits der Unterstützung aktuell und ehemals obdachloser Menschen, andererseits durch unkonventionelle Stadtführungen, von diesem traurigen Thema nicht betroffene Personen, hiefür zu sensibilisieren.

Ich, KOLAR FerdinanD-M (mit zwei akademischen Ausbildungen), versuche im Rahmen der von SuperTramps organisierten nicht-touristischen Stadtführungen, den Gästen die Problematik der Obdachlosigkeit näherzubringen. Meine Primäraussage in diesem Bezug lautet immer: "Es kann JEDEM passieren." Glücklicherweise konnte ich bis dato unter meinen Gästen ein besseres Verständnis für die extrem schwierige Situation erreichen, wie auch gegebene Vorurteile abzubauen.

>> Was bedeutet Nachhaltige Entwicklung für Sie?

Nachhaltige Entwicklung, die von vielen Seiten betrachtet wird, kann vieles bedeuten. Ich beziehe mich hier nun nicht auf Umwelt-/Klimaschutz, sondern auf Soziales!
Nachhaltige Entwicklung im sozialen Bereich bedeutet, für mich, dass wir keine Menschen, die am Ende ihres Geldes noch ein Haufen Monat vor sich haben, mehr registrieren können.
Zur Nachhaltigen Entwicklung gehört, selbstverständlich, auch eine sich sozialen Themen verpflichtend fühlende Regierung.


>> Wie sieht für Sie die ideale Zukunft in 1oo Jahren aus?

Ich habe eine Vision für 2119 (und benötige diesbezüglich sicher keinen Arzt). Ich wünsche mir, dass auf Grund mangelnder Nachfrage, keine Sozialunterkünfte mehr bereitgestellt werden müssen. Selbstverständlich darf ich hier auch etwas phantasieren - auch wenn politische Prozesse, siehe Frauenwahlrecht, immer etwas länger dauern. Ich hoffe, dass in 2119 die Unternehmen jedem Mitarbeiter ein zum Bestreiten des Lebensunterhaltes ausreichendes Entgelt auszahlt.

Link: https://supertramps.at/ 

 

 

 

 

Mini-Interview mit Cornelia Dankl vom Aktionstage Partner CSR-Circle

©BONUS Vorsorgekasse AG

>>  Kurzbeschreibung Ihrer Tätigkeit und der Arbeit des CSR-Circle

Ich bin Initiatorin des Vereins und bin seit der Gründung im Jahr 2011 die Obfrau.

Der CSR-Circle ist ein offenes b2b-Netzwerk für an Nachhaltigkeit interessierte Menschen, die einen zukunftsfähigen Wandel in Österreich unterstützen. Gemeinsam bringen wir die vielen Aspekte nachhaltiger Entwicklung in vielfältiger Art einer breiten Öffentlichkeit näher. Neben Gastvorträgen und Diskussionsrunden stehen Exkursionen, Seminare und Workshops auf dem Programm. Ganz besonders zum Mitdenken und Mitmachen eingeladen sind Persönlichkeiten, die beruflich gestaltend oder als MeinungsbildnerInnen wirken – z.B. Vorstandsmitglieder, GeschäftsführerInnen, BetriebsrätInnen, CSR-Beauftragte, UmweltmanagerInnen, Abfallbeauftragte usw.

>> Wer steht hinter dem CSR-Circle?

Alle Vorstandsmitglieder sind Experten und Expertinnen im Kontext CSR und beschäftigen sich seit vielen Jahren mit den relevanten Fragen rund um das Thema Nachhaltigkeit. Uns allen gemeinsam ist der Mut und die Lust zur positiven Veränderung und Gestaltung.

>>  Was ist das Besondere an den CSR-Circle Veranstaltungen?

Seit der Gründung gehört es zum Credo unserer Veranstaltungen, dass diese von möglichst viel Leichtigkeit und good vibrations getragen sind. Kollegialen Austausch und wertschätzendes Netzwerken wünschen wir uns von unseren Gästen.

>>  Was bedeutet Nachhaltige Entwicklung für Sie?

Nachhaltige Entwicklung ist für mich die Einhaltung bzw. Umsetzung der vielen Maßnahmen für die Erreichung der 17 SDG Ziele. 

>>  Wie sieht für Sie die ideale Zukunft in 100 Jahren aus?

Die 17 SDG Ziele sind alle erfüllt. Die Menschheit strebt nach Glück und Gesundheit (und nicht nach Konsum und Macht).

>> Warum unterstützen Sie die Aktionstage Nachhaltigkeit als Partner?

Mein Lebensmotto heißt: Das WIR ist stärker als das ICH. Die Aktionstage Nachhaltigkeit zeigt deutlich, was WIR gemeinsam schaffen können.

 

Webseite: http://www.csr-circle.at/ 

 

Mini-Interview mit Nicole Kantner von der Caritas Auslandshilfe Vorarlberg

Menschen.Machen.Morgen

Nicole Kantner ist Projektleiterin der JugendbotschafterInnen für UN-Kinderrechte bei der Caritas Auslandshilfe Vorarlberg.

Besuchen Sie mich bei meiner Vorarlberger Aktionstage Aktion SOLVE IT- die Zeit läuft! MUSICAL

©Nicole Kantner

©Nicole Kantner

 

>> Mit meiner Aktion will ich …
machen, dass es einigen  jungen Menschen nicht egal ist, wie ihre Zukunft aussieht!
24 Jugendliche haben sich  gemeinsam mit mir daran gewagt, die 17 Globalen Ziele für eine Nachhaltige Entwicklung in Form eines Musicals auf die Bühne zu bringen!
Wir sehen das als Bildungsauftrag, weil man -  um  für eine lebenswerte Planeten ins Handeln zu kommen -  diese Ziele nämlich erst einmal verstanden werden müssen!
Eigentlich sollte diese „Largest Lesson“ fest im Lehrplan an der JEDER Schule verankert sein. Ist er aber nicht!
Aber auch Verantwortlichen in der Politik sind nicht „sichtbar“ in dieser SDG Materie aktiv!

>> Welcher Tätigkeit gehe ich in meinem Berufsalltag nach?
Ich bin stolze Projektkoordinatorin der  JugendbotschafterInnen für UN-Kinderrechte der Caritas Auslandshilfe!

Sie beschäftigen sich seit 5 Jahren mit der Bekanntmachung der Kinderrechte sowie der SDGs - Globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung!

Und das mit den coolsten Aktionen!

Diese ca. 20  Jugendlichen sind voll in den Themen drinnen, die man „normalen“ Teenagern gar nicht zuschreiben würde!
in ihrer Freizeit zählen für sie soziales Engagement und der so wichtige Blick über den Tellerrand.
Es ist eine Freud mit ihnen zu arbeiten. Sie sind bereit unbekanntes Terrain zu betreten,  reflektieren und beschäftigen sich mit konkreten Problemen und versuchen Lösungsansätze nicht nur zu überlegen, sondern auch mit ihren Mitteln ein Stück weit umzusetzen… in Süd-Äthiopien aber auch hier im Ländle!
Diese Zeit prägt, und formt sie, beeinflusst ihre Zukunft ungemein und unterstützt die Auslandshilfe ganz konkret in der Bildungsarbeit.
Dies ist bereits das 6. Musical mit einer klaren Botschaft!

>> Wie setze ich die Agenda 2030 mit meiner Tätigkeit um?
Die Jugendbotschafter sind und werden bemüht sein, die Nachhaltigkeitsziele nicht nur bei ihren eigen-finanzierten Kleinprojekten im Süden Äthiopiens einzubinden und umzusetzen, sondern auch in Vorarlberg „sichtbarer“ zu machen. Mit ihrem Projekt „drastic plastic!“ sind sie derzeit auf der Suche nach Kooperationspartner, um zu versuchen, Vorarlbergs Schulen auf Glasflaschen- / Glaspfandautomaten umzustellen, da durch den Getränkekonsum an Schulen unfassbar viel Plastikmüll entsteht.
Auch bei der geplanten „Wir essen die Welt“ Ausstellung der Caritas Auslandshilfe in der Inatura ab kommenden Herbst…. Sollen die SDGs für Besucher sichtbar gemacht werden. Auch an Schulen werden verschiedene Workshops angeboten.

>> Wie motiviere ich Menschen, die für meine Themen schwer zu erreichen sind?
Bei der Arbeit mit Jugendlichen ist es glaube ich ganz wichtig, das Zeitpensum nicht überzustrapazieren, und Unterstützungsarbeit in der Umsetzung IHRER Themen zu bieten.
Wichtig finde ich auch, dass man ihnen etwas zutraut und sie sich durch ihr Engagement bestärkt und anerkannt fühlen.
Es sind immer mehrere Projekte am Laufen, damit sich jeder ganz nach seinem Ermessen einbringen kann!
Man muss bereits sein auch mal „Unmögliches“ wahr zu machen und mit dem Kopf durch die Wand zu rennen, wenn es denn nicht anders geht!
Natürlich muss man whatsapp lieben und manchmal auch etwas GEDULDIG sein!

>> 3 Wünsche an das Leben im 22. Jahrhundert:
Es ist einfach UNVERZICHTBAR, dass wir alle unser Handeln viel nachhaltiger ausrichten als bisher.
Ich hoffe nach wie vor in das Gute im Menschen, endlich selbst in Aktion zu treten.

Ich hoffe, dass der technische Fortschritt nicht nur dazu führt, dass Menschen beginnen wie Computer zu denken, und ihre Sozialkompetenzen nicht auf der Strecke bleiben!

Toll wäre es, wenn gewisse Gesetze für die jüngeren Generationen gäbe, die sie vor dem Informations-„Überfluss“ schützen, damit sie wieder etwas Naturverbundenheit und Simplicity leben können, ohne ständig das Gefühl zu haben, etwas Wichtiges zu verpassen!

Mini-Interview mit Nina Köberl vom Umwelt-Bildungs-Zentrum Steiermark

©Nina Köberl

©Nina Köberl

 

Menschen.Machen.Morgen 

Mag. Nina Köberl, Biologin am Umwelt-Bildungs-Zentrum Steiermark und Projektleiterin von „Footprint-Schulen Steiermark“

Besuchen Sie mich bei meiner steirischen Aktionstage Aktion „Meine Welt und die 17 Ziele“.

 

 

>>  Mit meiner Aktion will ich …
auf die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele aufmerksam machen und junge Menschen zum Handeln motivieren.

>> Wenn ich meine Tätigkeit in einem Satz beschreiben müsste: 
Ich bin eine Umwelt-Sozialarbeiterin.

>> Mein größter Motivator für meine Tätigkeit: 
meine beiden Söhne.

>> Welchen Tipp gebe ich anderen mit auf den Weg, die sich auch engagieren möchten? 
Es braucht Mut, Freude und Lebenslust um die Welt zu retten!

> Mein Lieblingsbuch...
Momentan „Als wär´s ein Stück von mir“ von Carl Zuckmayer

 

Mini-Interview mit Valentin Rottensteiner von Südwind Tirol

 
©Caroline Sommeregger

©Caroline Sommeregger

Menschen.Machen.Morgen

Valentin Rottensteiner ist Praktikant im Rahmen seines freiwilligen Umweltjahres bei Südwind Tirol.

Besuchen Sie mich bei der Vergabe des Südwind Filmpreises (2. Juni) im Rahmen des 27. Internationalen Filmfestival Innsbruck (IFFI)!

 

 

 

 

 

 

Mit dem Filmworkshop für die IFFI Jugendjury wollen wir die diesjährigen TeilnehmerInnen auf ihre Rolle als JurorInnen vorbereiten, besonders im Hinblick darauf wie man sich kritisch mit dem Medium Film auseinandersetzt. Mit der IFFI Jugendjury an sich möchten wir Jugendlichen die Möglichkeit bieten sich mit Filmen aus dem globalen Süden auseinanderzusetzen und sich somit mit Themen und Bildern zu beschäftigen, zu denen sie sonst keinen Zugang hätten. Mit dem Südwind Filmpreis, der von der IFFI-Jugendjury vergeben wird, wollen wir zudem unsere Wertschätzung an FilmemacherInnen aus dem globalen Süden ausdrücken.

 

>> Was beschäftigt Sie im Rahmen Ihrer Tätigkeit bei Südwind Tirol?
Südwind als entwicklungspolitische NGO thematisiert in Österreich globale Zusammenhänge und deren Auswirkungen. In Rahmen dessen beschäftigt mich vor allem wie man diese Themen und deren Inhalte aufbereitet und auf eine Zielgruppe zugeschnitten kommuniziert, um Aufmerksamkeit auf sie zu lenken. Im Rahmen meines freiwilligen Umweltjahres bei Südwind Tirol bekomme ich die Möglichkeit mich, unter anderem aufgrund meiner Mitarbeit bei der Koordination der IFFI- Jugendjury, damit zu beschäftigen.

>> Was ist die gößte Herausforderung bei Ihrer Tätigkeit?
Meine Tätigkeit ist nie linear, sie steht in ständigen Wandel, da immer neue Aufgaben dazukommen, auf die man meistens anders reagieren muss wie davor. Das kann spannend, aber auch sehr ermüdend sein.

>> Welchen Tipp geben Sie anderen mit auf dem Weg, die sich auch engagieren möchten?
Es gibt immer einen Weg sich auf die ein oder andere Art und Weise zu engagieren. Man muss nur nach den verschiedenen Möglichkeiten suchen, die sich einem bieten, wenn man diesen Weg beschreiten will.

>> Was hat Sie zuletzt beeindruckt? (Vielleicht sogar eine Filmszene?)
Wie sehr sich Kinder und Jugendlich für die Themen globale Gerechtigkeit und fairer Handel interessieren und sich auch dafür einsetzen wollen. Gerade bei Workshop spornt mich das immer wieder aufs Neue an.

 

Mini-Interview mit Maria Legner vom Klimabündnis Tirol

©Klimabündnis Tirol

©Klimabündnis Tirol

Menschen.Machen.Morgen

DI Maria Legner ist Projektleiterinvon Links4Soils im Klimabündnis Tirol.

Bei den Aktionstagen Nachhaltigkeit ist das Klimabündnis Tirol mit der "Exkursion: Der Zukunft den Boden bereiten" vertreten.

Mit der Exkursion nach Fließ wollen wir vom Klimabündnis Tirol Lösungen aufzeigen und uns vor Ort anschauen, was eine Gemeinde im Sinne eines nachhaltigen Bodenmanagements tun kann und wie.

 

 

>> Mit was beschäftigen Sie sich im Rahmen Ihrer beruflichen Tätigkeit?
Mein Aufgabe ist es, den nachhaltigen Umgang mit Boden in Tiroler Gemeinden und Regionen zu verstärken! Dabei ist es wichtig, Spielräume deutlich zu machen, die Gemeinden in dem Bereich haben und mögliche Maßnahmen positiv und konkret zu vermitteln.
1. Gemeinsam mit der Gemeinde finden wir heraus, was nachhaltiges Bodenmanagement sein kann, was dazu in der Gemeinde bereits gemacht wird und wurde und welche Anliegen bzw. Schwerpunktthemen es in der Gemeinde gibt.
2. Daraus abgeleitet werden Aktionen und Maßnahmen umgesetzt, die für die Gemeinde wichtig sind.
3. Die Gemeinde beschließt im Gemeinderat den Beitritt zum Bodenbündnis, einem europäischen Netzwerk von Gemeinden und Regionen, die sich zu einem nachhaltigen Umgang mit Boden bekennen. In einem Aktionsplan werden die zukünftigen Handlungsschritte festgelegt.

>> Was ist dabei Ihr größter Motivator?
Boden ist ein Herzensthema von mir. Ich beschäftige mich schon lange mit Fragen der Ernährungssouveränität, Klimawandel und Siedlungsentwicklung. Meine Arbeit beim Klimabündnis Tirol umfasst all das. Es ist spannend, den lebenden Boden in all seinen Facetten zu kommunizieren und Ideen mit den Gemeinden zu entwickeln, wie ein nachhaltiges Bodenmanagement ausschauen kann. Es ist sehr viel Wissen in den Gemeinden vorhanden - über landwirtschaftliche Böden, wie sie bewirtschaftet werden und wem sie gehören, über ehemalige Landnutzungen, über Dorfgeschichte und -geschichten allgemein.

>> Wie motivieren Sie Menschen, die für nachhaltige Raumentwicklung schwer zu erreichen sind?
Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Problemlage der zunehmenden Versiegelung durchaus bekannt ist und die Motivation zu handeln, groß ist.
Unsere Hauptzielgruppe sind GemeinderätInnen und BürgermeisterInnen, also jene, die auch tatsächlich die Macht in Gemeinden haben, etwas zu verändern.
Klarerweise fühlen sich ohnehin nur jene von unseren Angeboten und Veranstaltungen angesprochen, die auch grundsätzlich am Thema interessiert sind.

>> Was glauben Sie wird die größte Herausforderung für Gemeinden sein?
Eine Schwierigkeit bei demokratischen Entscheidungsprozessen ist immer die Entscheidungsabwägung.
Besonders im Bereich Raumplanung und Siedlungsentwicklung ist diese sehr wichtig, weil die Entscheidungen sehr lange Bestand haben und mit hohen Kosten verbunden sind - für den Häuserbau aber auch für die Infrastrukturerschließung und -erhaltung. Daher braucht es einerseits eine fundierte Bestandsaufnahme und andererseits einen langfristigen Blick, der in der Politik oft nicht gegeben ist: Wie wollen wir in der Gemeinde leben und wohnen? Was brauchen wir für die langfristige Entwicklung der Gemeinde?

 

 

Mini-Interview mit Michaela Brötz vom Repair Cafe Tirol

©Michaela Brötz

©Michaela Brötz

Menschen.Machen.Morgen

Mag. Michaela Brötz ist Projektleiterin im Repair Cafe Tirol.

"Besuchen Sie uns im Repair Cafe - Uderns!"

Bei den Aktionstagen ist das Repair Cafe Tirol mit der 10.000sten Reparatur vertreten! Mit dem Repair Cafe wollen wir vom Caritaszentrum Uderns ein würdiges Jubiläum begehen. In 4 Jahren konnten wir 10.000 Reparaturen annehmen, viele davon erfolgreich.

 

>> Welcher Tätigkeit gehen Sie in Ihrem Berufsalltag nach?
Meine Aufgabe ist die Projektkoordination.

>> Warum machen Sie bei den Aktionstagen Nachhaltigkeit mit?
Es ist eine schöne vernetzende Aktion.

>> Welches nachhaltige Verhalten kann Ihrer Meinung nach jeder
leicht im Alltag umsetzen?
In punkto Reparatur - seinen Dingen im Repair Cafe eine zweite Chance
geben.

>> Was ist aus Ihrer Sicht der größte Irrtum unserer Zeit?
Geht es der Wirtschaft gut, geht es den Menschen gut. Gerade beim
Produktdesign stimmt das schon länger nicht mehr, da wird gerne an
der Haltbarkeit rumexperimentiert. Die geplante Obsoleszenz geht
eindeutig zu Lasten des Kunden.

 

 

Mini-Interview mit Gabriele Baumann-Hecher, Projektleiterin im Umweltverein Tirol

©Martin Baumann

©Martin Baumann

Menschen.Machen.Morgen

Gabriele Baumann-Hecher ist Projektleiterin des Umweltbildungsprogramms im Umweltverein Tirol.

Bei den Aktionstagen ist der Umweltverein Tirol mit dem "Umweltbildungsprogramm" vertreten!

"Fragen Sie als Schule bei uns für einen Workshop  (Umweltprojekttag) oder um unser Umweltbildungsprogramm an:  info@umwelt-tirol.at."

 

 

>> Wie würden Sie Ihre Wissens- und Sensibilisierungsarbeit in einem  Satz beschreiben?
Ich biete eine Kompetenzvermittlung für vielen  Bereichen des Lebens  an, dazu zählt z.B. Empathie wecken, helfen Zusammenhänge zu erkennen,  Handlungsmöglichkeiten aufzeigen, ein komplexes Thema zu erarbeiten  oder Umweltschutz mit dem eigenen Handeln, den eigenen Wünschen und  dem eigenen Konsum in Verbindung zu bringen.

>> Was war der Auslöser für Ihr Engagement für Umwelt und Nachhaltigkeit?
Die Geburt meiner Tochter im Jahr 1987. Ich habe Schritt für Schritt  ein Bewusstsein für die Umwelt entwickelt.

>> Welche Weisheiten gebe Sie Ihren Kindern für ihr Leben mit auf den Weg?
Macht die Augen auf, um zu sehen, wie schön die Welt wirklich ist. Wenn die
Menschen das wieder sehen können, werden sie mit ihr sicherlich achtsamer
umgehen.

>> Welche Person hat Sie inspiriert bzw. ist Ihnen ein Vorbild?
Hier kann ich eigentlich niemanden nennen, vieles war Selbsterfahrung.

 

Der Umweltverein Tirol bietet erlebnis- und praxisorientierte  Unterrichtseinheiten für verschiedenste Einrichtungen.

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