AKTIONSTAGE HIGHLIGHT - drastic plastic* „Build a PET man“

 

© Jugendbotschafter

© JugendbotschafterInnen

 

Am Freitag den 14.06 fand endlich unsere Veranstaltung „PET- Parade“ statt! Es kamen neben zahlreichen Passanten circa 400 angemeldete Schüler und Schülerinnen, sowie die Lehrpersonen mit ihren selbstgebauten PET-Men, sowie tollen Plakaten mit der klaren Botschaft: „Plastik vermeiden!“ und Plastikmüllsäcken.

 

© JugendbotschafterInnen

© JugendbotschafterInnen

Unser Programm startete mit dem Befüllen der Weltkarte mit gesammelten Plastikmüll, den die TeilnehmerInnen von ihren Schulen mitgebracht hatten. Der Abfall wurde farblich sortiert und auf die Kontinente verteilt, sodass am Schluss ein tolles Kunstbild entstand. Nach der offiziellen Eröffnung und der Premierung des „coolsten PET-Man“, ging es mit einem Quiz und angemeldeten Wortmeldungen bzw. Vorträgen. Am Schluss liefen wir noch als PET-Parade gemeinsam zum Bahnhof, wo die Veranstaltung mit der Heimreise offiziell beendet war!!

Neben unserem Infostand zu zahlreichen Projekten, an denen sich JEDER beteiligen kann/könnte, kam unser Anti-Plastik-Tisch auch sehr gut an. Gegenstände als Alternative zu Plastik waren hier aufgestellt und beschrieben (Bambuszahnbürste, Metall-Trinkhalm, Bienenwachstücher, etc.).

 

 

Ein weiteres Highlight war unsere PET-Flaschenpost!

Alle BesucherInnen konnten vorgefertigte Briefe mit Forderungen an die Politik zur Unterstützung der Vermeidung von Plastik (Umstellung von Plastikflaschenautomaten an Schulen auf regionale Pfand-Glasflaschen) und der Einführung eines Pfandsystems unterzeichnen und an bestimmte PolitikerInnen der Landesregierung adressieren. Im Anschluss an die Veranstaltung, wurden die Flaschenpost-Flaschen persönlich von den JugendbotschafterInnen in der Landesregierung zur Weiterleitung an einen Landtagsabgeordneten abgegeben. Wir freuen uns schon auf deren Rückmeldungen!

© Jugendbotschafter

© JugendbotschafterInnen

 

Für uns war dieser Tag ein voller Erfolg!
Wir haben über 400 Menschen das Thema „Plastik“ näher gebracht und auf die Problematik hingewiesen! Auch die Sustainable Development Goals wurden zum Thema und wir waren doch erstaunt, dass der eine oder andere sie auch kannte! Außerdem kam die Aktion bei den LehrerInnen & SchülerInnen jeden Alters gut an und wir bekamen sehr viele Anfragen, und auch Rückmeldungen, ob wir, die JugendbotschafterInnen, nicht nochmals so ein Event veranstalten könnten! Das tollste Klassenfoto gewann einen interaktiven „Plastikfreie-Workshop“ für die ganze Klasse.

© Jugendbotschafter

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© JugendbotschafterInnen

 

Wir hoffen, dass viele Kinder und Jugendliche- aber auch Erwachsene mehr und mehr umdenken und bewusster einkaufen und dabei ihren Plastikkonsum drastisch reduzieren!

 

Jennifer Kidd (Jugendbotschafterin)

Aktion:  drastic plastic* „Build a PET man“  

Mini-Interview mit Marianna Lingg vom Salzburger Institut für Raumordnung und Wohnen

 

© M. Paar

Kurzbeschreibung Ihrer Tätigkeit

Mein Name ist Marianna Lingg. Ich arbeite am SIR- Salzburger Institut für Raumordnung und Wohnen im Fachbereich „Umweltbildung“. Mein Auftraggeber ist das Land Salzburg, Abteilung 5 für Natur und Umweltschutz

Was bedeutet eine Nachhaltige Entwicklung für Sie?

Kinder sind die Konsumentinnen und Konsumenten sowie Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger von morgen, umso wichtiger ist es, bereits heute ihr Bewusstsein für unsere Lebensgrundlage zu schärfen. Da die Auswirkungen des Klimawandels vor allem künftige Generationen zu spüren bekommen werden ist es ein dringendes Anliegen, ebendiese schon von Kindesalter an zu informieren und zu sensibilisieren. Meine Aufgabe ist es, Kindern und Jugendlichen die nötigen Kompetenzen für verantwortungsvolles Handeln gegenüber Mitmenschen, Umwelt und Natur nachhaltig zu vermitteln und Lehrerinnen und Lehrer dabei zu unterstützen, relevante Umweltthemen wie Klimawandel, verantwortungsvolles Konsumverhalten, Übernutzung natürlicher Ressourcen etc., im Unterricht im Rahmen von Workshops zu vertiefen.

In welchem Bereich ist Nachhaltigkeit in den kommenden Jahren besonders gefragt

Die größte Herausforderung in meinem Arbeitsumfeld liegt meiner Meinung nach darin, Kinder und Jugendliche das Thema Natur-und Umweltschutz auf positive und motivierende Art und Weise zu vermitteln und ein Bewusstsein zu schaffen, dass ihr eigenes Verhalten im Alltag in Bezug auf Klimaschutz vieles bewirken kann. 

Was ist aktuell die größte Herausforderung in Ihrem Arbeitsumfeld

Klimaschutz betrifft uns jedoch alle und sämtliche Ebenen müssen gleichermaßen ihren Beitrag leisten: von der Weltgemeinschaft über den Bund bis hin zu den Gemeinden, von Betrieben und Organisationen bis letztlich hin zu jede(m) einzelne(n) Bürgerin(in)!

 

Meine Welt und die 17 Ziele

Am 29. Mai 2018 ergab es sich, dass ich wieder einmal die HAK Grazbachgasse besuchen durfte. Doch dieses Mal nicht als Schüler, sondern als Nachhaltigkeitsreporter. Dort angekommen wurde ich bereits vom Klassenlehrer und von der Workshop-Leiterin Mag. Nina Köberl vom  Umweltbildungszentrum Steiermark erwartet. Nach kurzem Austausch begann dann auch schon die Veranstaltung, die sich über 4 Unterrichtseinheiten erstrecken sollte.

Die 17 UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs)

Zu Beginn wurde erklärt, welche Ziele es eigentlich sind, die die Vereinten Nationen zur Sicherung einer nachhaltigen Entwicklung auf ökonomischer, sozialer sowie ökologischer Ebene definiert haben. Dies gestaltete sich äußerst kurz, da die Schüler bereits erhebliches Wissen mitbrachten. Es stand jedoch nicht das Vermitteln von "trockenem" Stoff im Vordergrund, sondern der Workshop zielte ganz klar darauf ab, die Schüler dahingehend zu sensibilisieren, dass man nicht alleine auf dieser Welt ist. Es ist vielmehr ein "Miteinander" in einem sich bedingenden Kreislauf. Das äußert sich dahingehend, dass jede Entscheidung, die ein einzelner trifft, Auswirkungen auf die Mitmenschen hat.

Das "WIR" im Zentrum. Tafelbild von Workshopleiterin Mag. Nina Köberl

Entscheidungen

Die Entscheidungen, die jeder einzelne trifft, haben Auswirkungen. Dies trifft vor allem auf den Konsum zu. Wie viele Dinge, zum Beispiel Kleidung oder Handys, braucht eine einzelne Person? Muss es immer ein neues Produkt sein und gibt es keine Alternative zum Neukauf? Im weiteren Verlauf des Workshops wurde gezielt auf den ungezügelten Konsum in der westlichen Welt eingegangen und die Schüler wurden mit der Tatsache konfrontiert, dass der Reichtum bzw. die Rohstoffe ungleich unter der Weltbevölkerung verteilt sind. Um dies zu illustrieren kam das sogenannte Weltspiel zum Einsatz. Dabei sollte von den Schülern auf einer Weltkarte mit Figuren, die Aufteilung der Weltbevölkerung, sowie die Aufteilung des Kapitals dargestellt werden. Dies zeigte abermals die ungleiche Verteilung und führte zur nächsten Fragestellung. Wie kann man sicherstellen, dass in Zukunft alle Menschen den gleichen Zugang zu Ressourcen haben? Es kann auf diese Frage nur eine Antwort geben: Verzicht. Aber auf wieviel ist jeder von uns bereit zu verzichten?

Bericht von NH-Reporter Daniel

Fotos:   © Land Steiermark

SDG 11–Nachhaltige Städte und Gemeinden

SDG 11 – Das steht für das Nachhaltigkeitsziel bzw. das „Sustainable Development Goal“ Nr. 11. Die sogenannten SDGs umfassen 17 ökologische, soziale und wirtschaftliche Ziele, die von der UN definiert wurden, um die bedeutendsten Probleme in unserer heutigen Welt bis 2030 zu adressieren. Sie umfassen von Armutslinderung, über Umweltschutz, bis Gleichstellung der Geschlechter eine Vielzahl an Vorschlägen, die aber nicht alle als realistisch erachtet werden. Wie utopisch deren Umsetzung ist und wie sie aussehen könnte, dem widmete sich die Vorlesungsreihe von Sustainability4U in Graz, bei der ich als Nachhaltigkeitsreporterin mit dabei sein konnte.

 

Sustainability4U – Die NachhaltigkeitsBLATTform.

So nennt sich die Initiative der vier Universitäten in Graz. Bestehend aus Mitgliedern der Medizinischen Universität, der Kunstuniversität und der Technischen Universität werden Universitäten übergreifende Aktivitäten zum Thema Nachhaltigkeit initiiert. So wollen die Grazer Unis als gutes Beispiel vorangehen und eine Vorreiterrolle für interuniversitäre Kooperationen einnehmen. Neben der regelmäßig stattfindenden Vorlesungsreihe wurde auch ein Leitfaden zur nachhaltigen Bürogestaltung erstellt. Außerdem wurde in einer Studie das Mobilitätsverhalten von allen Studierenden sowie Bediensteten der Universitäten erhoben, um ein nachhaltiges Mobilitätskonzept zu erarbeiten. Besonders interessant für die Studierenden ist aber die Vorlesungsreihe, die jedes Jahr im Sommersemester organisiert wird und aktuelle Fragestellungen der Nachhaltigkeit behandelt. Letztes Jahr war die Flüchtlingskrise das Thema und dieses Jahr stehen die Sustainable Development Goals im Mittelpunkt.

 

Die Vorlesungsreihe

Dieses Jahr fand sie bereits zum achten Mal statt die allseits beliebte Vorlesungsreihe. Jeden Mittwoch um 18:00 besuchten zahlreiche interessierte Studierende die Vorträge und nahmen an den heißen Diskussionen im Anschluss teil. Die Veranstaltung ist offen für alle Studiengänge und so sind alle Interessierten herzlich willkommen. Noch dazu kann man sich die Veranstaltung auch als freiwählbares Fach anrechnen lassen.

In 10 Vorträgen werden einige der 17 Ziele, die von der UN definiert wurden, herausgegriffen und unter dem Titel „MIT 17 DIE WELT RETTEN – Die Sustainable Development Goals zwischen Utopie und Realität“ kritisch diskutiert. Wie wirtschaftlich ist eigentlich Wirtschaftswachstum und welchen Beitrag können Universitäten leisten? Diese Fragen und noch einige mehr haben sich die renommierten Vortragenden gestellt und sie versucht mit ihrer Expertise aber auch in Diskussion mit den Studierenden zu beantworten. Ich konnte bei dem Vortrag von Aglaée Degros über nachhaltige Städte und Gemeinden dabei sein.

 

Die Expertin im Bereich Stadtplanung aus Belgien behandelte das Nachhaltigkeitsziel Nr 11: „Make cities and human settlements inclusive, safe, resilient and sustainable“. Wie man das umsetzen könnte hat sie beispielhaft anhand von einigen ihrer internationalen Projekte aufgezeigt. Es leben bereits mehr als 50% der Weltbevölkerung in Städten und das teils unter fatalen Bedingungen. Die Luftqualität, sowie die Mobilität in Städten sind wesentliche Faktoren, die die Nachhaltigkeit und die Lebensqualität im städtischen Raum bestimmen. Bei der lebhaften Diskussion danach, was denn dafür nötig wäre, brachten unter anderem auch Studierende aus China ihre Erfahrungen aus ihrem Heimatland ein.

 

Ein Bericht von Nachhaltigkeitsreporterin Julia Reichel

Fotocredit: © Land Steiermark

 

Humana – Secondhand wird Bildung

Fashion und Nachhaltigkeit – ein Widerspruch?

In unseren wohlgefüllten Kleiderschränken verstecken sich nicht nur die neuesten Schnäppchen und der heißgeliebte Kuschelpullover, sondern auch eine Menge an Ressourcen, die für die Produktion unserer heiß geliebten Stücke benötigt werden. Die Textilien werden oft in Fabriken unter fatalen Arbeitsbedingungen produziert und der Anbau von Baumwolle ist äußerst wasserintensiv. Für ein T-Shirt werden ca. vier Tonnen Rohstoffe benötigt. Das ist das Gewicht eines ausgewachsenen Elefanten. Und meistens landet das T-Shirt nach einer Saison im Müll oder im hintersten Eck des Kleiderschranks und wird schnell durch ein neueres Modell ersetzt.

Diesem Problem nimmt sich Humana an, sammelt alte Kleidungsstücke und verkauft sie als Secondhand-Mode in ihren 11 Shops in ganz Österreich. In den Humana Shops findet man von Vintage Pullovern bis zum Petticoat alles, was sich das Fashionherz wünscht. 100% des Erlöses aus dem Verkauf geht an soziale Projekte in Länder des globalen Südens, bei denen die Bildung im Vordergrund steht. Humana hat es sich zum Ziel gemacht dafür zu sorgen, dass ausrangierte Kleidung nicht mehr auf dem Müll landet, sondern wiederverwendet wird. Durch die finanzielle Unterstützung von Bildungsprojekten soll außerdem zu einer humanen Welt beigetragen werden. Fashion und Nachhaltigkeit muss also nicht unbedingt ein Widerspruch sein.

 

People to People

Unter dem Namen People to People werden die Programme und Initiativen zusammengefasst, die von Humana mit dem eingenommenen Geld unterstützt werden. HUMANA Österreich unterstützt verschiedene Projekte in Mosambik, Angola, Indien und der Republik Südafrika. Darunter zum Beispiel das Farmerclubs Projekt in Indien, bei dem speziell Frauen dazu ausgebildet werden landwirtschaftliche Tätigkeiten auszuüben, die normalerweise von Männern verrichtet werden. So werden ihnen neue Einkommensmöglichkeiten eröffnet und zur Gleichstellung der Geschlechter beigetragen. Außerdem werden verschiedene Lehrerbildungsakademien unterstützt wie auch in Mosambik, wo in Nhamatanda in einem einjährigen Programm Volksschullehrer an Fortbildungen teilnehmen, mit dem Ziel vor allem in ländlichen Regionen zu unterrichten.

Humana Shop in Graz

Über eine Auswahl der vielen People to People Projekte erfährt man beim Besuch des Humana Shops in der Annenstraße in Graz. Mit Plakaten und Flyern, auf denen die wichtigsten Informationen zusammengefasst sind, wird der Konsument darüber informiert, wo denn das Geld, das er gerade für die gebrauchte Sixties Lederjacke ausgegeben hat, landet. So soll das Bewusstsein der Konsumenten gestärkt werden und transparent dargestellt werden, was mit dem eingenommenen Geld aus dem Verkauf passiert. Mit dem „Vintage Oida“ Button kann man auch gleich seine neu erworbenen Stücke aufpeppen und ein Zeichen setzen.

 

Das Ziel: Zero Waste

Die Idee von Humana ist, dass auch am Ende der Lebensdauer der gebrauchten Kleidung kein Müll entsteht. Doch was passiert mit dem Secondhand T-Shirt wenn es einmal kaputt ist und nicht mehr getragen werden kann? Die Antwort von Humana ist Recycling. Textilien, die nicht mehr als Kleidung getragen werden können, können für die Produktion von Putzfetzen verwendet werden, oder für die Innenauskleidung von Autos. Es wurde auch ein Forschungsprojekt mit der Technischen Universität Wien durchgeführt, wie die Faserreste in der Herstellung von Baustoffen verwendet werden könnten.

Wenn du jetzt Lust bekommen hast, mal im Humana Shop nach neuen alten Lieblingsstücken zu stöbern, komm vorbei in der Annenstraße 7, wo du auch gerne beraten wirst.

 

 

Ein Bericht von Nachhaltigkeitsreporterin Julia Reichel

Fotocredit: © Land Steiermark

 

Mini-Interview mit Nicole Kantner von der Caritas Auslandshilfe Vorarlberg

Menschen.Machen.Morgen

Nicole Kantner ist Projektleiterin der JugendbotschafterInnen für UN-Kinderrechte bei der Caritas Auslandshilfe Vorarlberg.

Besuchen Sie mich bei meiner Vorarlberger Aktionstage Aktion SOLVE IT- die Zeit läuft! MUSICAL

©Nicole Kantner

©Nicole Kantner

 

>> Mit meiner Aktion will ich …
machen, dass es einigen  jungen Menschen nicht egal ist, wie ihre Zukunft aussieht!
24 Jugendliche haben sich  gemeinsam mit mir daran gewagt, die 17 Globalen Ziele für eine Nachhaltige Entwicklung in Form eines Musicals auf die Bühne zu bringen!
Wir sehen das als Bildungsauftrag, weil man -  um  für eine lebenswerte Planeten ins Handeln zu kommen -  diese Ziele nämlich erst einmal verstanden werden müssen!
Eigentlich sollte diese „Largest Lesson“ fest im Lehrplan an der JEDER Schule verankert sein. Ist er aber nicht!
Aber auch Verantwortlichen in der Politik sind nicht „sichtbar“ in dieser SDG Materie aktiv!

>> Welcher Tätigkeit gehe ich in meinem Berufsalltag nach?
Ich bin stolze Projektkoordinatorin der  JugendbotschafterInnen für UN-Kinderrechte der Caritas Auslandshilfe!

Sie beschäftigen sich seit 5 Jahren mit der Bekanntmachung der Kinderrechte sowie der SDGs - Globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung!

Und das mit den coolsten Aktionen!

Diese ca. 20  Jugendlichen sind voll in den Themen drinnen, die man „normalen“ Teenagern gar nicht zuschreiben würde!
in ihrer Freizeit zählen für sie soziales Engagement und der so wichtige Blick über den Tellerrand.
Es ist eine Freud mit ihnen zu arbeiten. Sie sind bereit unbekanntes Terrain zu betreten,  reflektieren und beschäftigen sich mit konkreten Problemen und versuchen Lösungsansätze nicht nur zu überlegen, sondern auch mit ihren Mitteln ein Stück weit umzusetzen… in Süd-Äthiopien aber auch hier im Ländle!
Diese Zeit prägt, und formt sie, beeinflusst ihre Zukunft ungemein und unterstützt die Auslandshilfe ganz konkret in der Bildungsarbeit.
Dies ist bereits das 6. Musical mit einer klaren Botschaft!

>> Wie setze ich die Agenda 2030 mit meiner Tätigkeit um?
Die Jugendbotschafter sind und werden bemüht sein, die Nachhaltigkeitsziele nicht nur bei ihren eigen-finanzierten Kleinprojekten im Süden Äthiopiens einzubinden und umzusetzen, sondern auch in Vorarlberg „sichtbarer“ zu machen. Mit ihrem Projekt „drastic plastic!“ sind sie derzeit auf der Suche nach Kooperationspartner, um zu versuchen, Vorarlbergs Schulen auf Glasflaschen- / Glaspfandautomaten umzustellen, da durch den Getränkekonsum an Schulen unfassbar viel Plastikmüll entsteht.
Auch bei der geplanten „Wir essen die Welt“ Ausstellung der Caritas Auslandshilfe in der Inatura ab kommenden Herbst…. Sollen die SDGs für Besucher sichtbar gemacht werden. Auch an Schulen werden verschiedene Workshops angeboten.

>> Wie motiviere ich Menschen, die für meine Themen schwer zu erreichen sind?
Bei der Arbeit mit Jugendlichen ist es glaube ich ganz wichtig, das Zeitpensum nicht überzustrapazieren, und Unterstützungsarbeit in der Umsetzung IHRER Themen zu bieten.
Wichtig finde ich auch, dass man ihnen etwas zutraut und sie sich durch ihr Engagement bestärkt und anerkannt fühlen.
Es sind immer mehrere Projekte am Laufen, damit sich jeder ganz nach seinem Ermessen einbringen kann!
Man muss bereits sein auch mal „Unmögliches“ wahr zu machen und mit dem Kopf durch die Wand zu rennen, wenn es denn nicht anders geht!
Natürlich muss man whatsapp lieben und manchmal auch etwas GEDULDIG sein!

>> 3 Wünsche an das Leben im 22. Jahrhundert:
Es ist einfach UNVERZICHTBAR, dass wir alle unser Handeln viel nachhaltiger ausrichten als bisher.
Ich hoffe nach wie vor in das Gute im Menschen, endlich selbst in Aktion zu treten.

Ich hoffe, dass der technische Fortschritt nicht nur dazu führt, dass Menschen beginnen wie Computer zu denken, und ihre Sozialkompetenzen nicht auf der Strecke bleiben!

Toll wäre es, wenn gewisse Gesetze für die jüngeren Generationen gäbe, die sie vor dem Informations-„Überfluss“ schützen, damit sie wieder etwas Naturverbundenheit und Simplicity leben können, ohne ständig das Gefühl zu haben, etwas Wichtiges zu verpassen!

Mini-Interview mit Nina Köberl vom Umwelt-Bildungs-Zentrum Steiermark

©Nina Köberl

©Nina Köberl

 

Menschen.Machen.Morgen 

Mag. Nina Köberl, Biologin am Umwelt-Bildungs-Zentrum Steiermark und Projektleiterin von „Footprint-Schulen Steiermark“

Besuchen Sie mich bei meiner steirischen Aktionstage Aktion „Meine Welt und die 17 Ziele“.

 

 

>>  Mit meiner Aktion will ich …
auf die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele aufmerksam machen und junge Menschen zum Handeln motivieren.

>> Wenn ich meine Tätigkeit in einem Satz beschreiben müsste: 
Ich bin eine Umwelt-Sozialarbeiterin.

>> Mein größter Motivator für meine Tätigkeit: 
meine beiden Söhne.

>> Welchen Tipp gebe ich anderen mit auf den Weg, die sich auch engagieren möchten? 
Es braucht Mut, Freude und Lebenslust um die Welt zu retten!

> Mein Lieblingsbuch...
Momentan „Als wär´s ein Stück von mir“ von Carl Zuckmayer

 

Mini-Interview mit Maria Legner vom Klimabündnis Tirol

©Klimabündnis Tirol

©Klimabündnis Tirol

Menschen.Machen.Morgen

DI Maria Legner ist Projektleiterinvon Links4Soils im Klimabündnis Tirol.

Bei den Aktionstagen Nachhaltigkeit ist das Klimabündnis Tirol mit der "Exkursion: Der Zukunft den Boden bereiten" vertreten.

Mit der Exkursion nach Fließ wollen wir vom Klimabündnis Tirol Lösungen aufzeigen und uns vor Ort anschauen, was eine Gemeinde im Sinne eines nachhaltigen Bodenmanagements tun kann und wie.

 

 

>> Mit was beschäftigen Sie sich im Rahmen Ihrer beruflichen Tätigkeit?
Mein Aufgabe ist es, den nachhaltigen Umgang mit Boden in Tiroler Gemeinden und Regionen zu verstärken! Dabei ist es wichtig, Spielräume deutlich zu machen, die Gemeinden in dem Bereich haben und mögliche Maßnahmen positiv und konkret zu vermitteln.
1. Gemeinsam mit der Gemeinde finden wir heraus, was nachhaltiges Bodenmanagement sein kann, was dazu in der Gemeinde bereits gemacht wird und wurde und welche Anliegen bzw. Schwerpunktthemen es in der Gemeinde gibt.
2. Daraus abgeleitet werden Aktionen und Maßnahmen umgesetzt, die für die Gemeinde wichtig sind.
3. Die Gemeinde beschließt im Gemeinderat den Beitritt zum Bodenbündnis, einem europäischen Netzwerk von Gemeinden und Regionen, die sich zu einem nachhaltigen Umgang mit Boden bekennen. In einem Aktionsplan werden die zukünftigen Handlungsschritte festgelegt.

>> Was ist dabei Ihr größter Motivator?
Boden ist ein Herzensthema von mir. Ich beschäftige mich schon lange mit Fragen der Ernährungssouveränität, Klimawandel und Siedlungsentwicklung. Meine Arbeit beim Klimabündnis Tirol umfasst all das. Es ist spannend, den lebenden Boden in all seinen Facetten zu kommunizieren und Ideen mit den Gemeinden zu entwickeln, wie ein nachhaltiges Bodenmanagement ausschauen kann. Es ist sehr viel Wissen in den Gemeinden vorhanden - über landwirtschaftliche Böden, wie sie bewirtschaftet werden und wem sie gehören, über ehemalige Landnutzungen, über Dorfgeschichte und -geschichten allgemein.

>> Wie motivieren Sie Menschen, die für nachhaltige Raumentwicklung schwer zu erreichen sind?
Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Problemlage der zunehmenden Versiegelung durchaus bekannt ist und die Motivation zu handeln, groß ist.
Unsere Hauptzielgruppe sind GemeinderätInnen und BürgermeisterInnen, also jene, die auch tatsächlich die Macht in Gemeinden haben, etwas zu verändern.
Klarerweise fühlen sich ohnehin nur jene von unseren Angeboten und Veranstaltungen angesprochen, die auch grundsätzlich am Thema interessiert sind.

>> Was glauben Sie wird die größte Herausforderung für Gemeinden sein?
Eine Schwierigkeit bei demokratischen Entscheidungsprozessen ist immer die Entscheidungsabwägung.
Besonders im Bereich Raumplanung und Siedlungsentwicklung ist diese sehr wichtig, weil die Entscheidungen sehr lange Bestand haben und mit hohen Kosten verbunden sind - für den Häuserbau aber auch für die Infrastrukturerschließung und -erhaltung. Daher braucht es einerseits eine fundierte Bestandsaufnahme und andererseits einen langfristigen Blick, der in der Politik oft nicht gegeben ist: Wie wollen wir in der Gemeinde leben und wohnen? Was brauchen wir für die langfristige Entwicklung der Gemeinde?

 

 

Mini-Interview mit Gabriele Baumann-Hecher, Projektleiterin im Umweltverein Tirol

©Martin Baumann

©Martin Baumann

Menschen.Machen.Morgen

Gabriele Baumann-Hecher ist Projektleiterin des Umweltbildungsprogramms im Umweltverein Tirol.

Bei den Aktionstagen ist der Umweltverein Tirol mit dem "Umweltbildungsprogramm" vertreten!

"Fragen Sie als Schule bei uns für einen Workshop  (Umweltprojekttag) oder um unser Umweltbildungsprogramm an:  info@umwelt-tirol.at."

 

 

>> Wie würden Sie Ihre Wissens- und Sensibilisierungsarbeit in einem  Satz beschreiben?
Ich biete eine Kompetenzvermittlung für vielen  Bereichen des Lebens  an, dazu zählt z.B. Empathie wecken, helfen Zusammenhänge zu erkennen,  Handlungsmöglichkeiten aufzeigen, ein komplexes Thema zu erarbeiten  oder Umweltschutz mit dem eigenen Handeln, den eigenen Wünschen und  dem eigenen Konsum in Verbindung zu bringen.

>> Was war der Auslöser für Ihr Engagement für Umwelt und Nachhaltigkeit?
Die Geburt meiner Tochter im Jahr 1987. Ich habe Schritt für Schritt  ein Bewusstsein für die Umwelt entwickelt.

>> Welche Weisheiten gebe Sie Ihren Kindern für ihr Leben mit auf den Weg?
Macht die Augen auf, um zu sehen, wie schön die Welt wirklich ist. Wenn die
Menschen das wieder sehen können, werden sie mit ihr sicherlich achtsamer
umgehen.

>> Welche Person hat Sie inspiriert bzw. ist Ihnen ein Vorbild?
Hier kann ich eigentlich niemanden nennen, vieles war Selbsterfahrung.

 

Der Umweltverein Tirol bietet erlebnis- und praxisorientierte  Unterrichtseinheiten für verschiedenste Einrichtungen.

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