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Wear Fair und mehr 2014 - Messe für Mode und nachhaltigen Lebensstil

Von 03. bis 05. OkBildquelle: BMLFUWtober fand heuer zum 7. Mal die Wear Fair & mehr, Messe für Mode und nachhaltigen Lebensstil in der ehemaligen Linzer Tabakfabrik statt.

Wer denkt, ein nachhaltiger Lebensstil brächte eine eingeschränkte Produktvielfalt mit sich, der wurde auf dieser Messe eines Besseren belehrt. Rund 180 Messestände verteilten sich auf vier Hallen.

In der großzügig angelegten Modehalle präsentierten zahlreiche AusstellerInnen ihre faire Mode, luden ein zum Anprobieren und informierten in einer gemütlichen Atmosphäre über die Herkunft der Textilien, den Prozess der Verarbeitung und ihre Verkaufskanäle. So präsentierten etwa Jens und Axel ihre Marke "brandless", 100% fairgehandelte, logofreie T-Shirts aus reiner Baumwolle, die in einer stylischen Verpackung aus Karton daherkommen. Ein Stück weiter wurden am Stand von La Schachtula handgemachte Stofftiere, Geschirrtücher und Handtücher liebevoll drapiert. Die Stoffe hierfür stammen ausschließlich aus dem Mühl- und Waldviertel.

WearFair und MEHR konnte sich dieses Event zu Recht nennen. Angefangen bei ethischen Geldanlagemöglichkeiten, über Entwicklungen im Bereich der umweltfreundlichen Mobilität, bis hin zur Nähküche, in der Altes einen neuen Glanz bekommt, wurden hier die zahlreichen Aspekte eines nachhaltigen Lebensstils sichtbar. BesucherInnen waren eingeladen sich zu informieren, mitzumachen und sich zu beteiligen, so etwa bei einer Unterschriftenaktion gegen die Freihandelsabkommen CETA, TTIP & TiSA.

Auch die Feinschmecker kamen hier nicht zu kurz. AusstellerInnen boten regionale Köstlichkeiten, wie Brot, Käse, Säfte, Wein, Wurst zum Kosten und Kaufen an. Das Interesse an den heimischen Produkten war groß. Rasch kamen Unterhaltungen über Ursprung, Herstellung, Verarbeitung und Transport der Produkte zu Stande. Bewusster Konsum, sich informieren und austauschen über die Dinge, die man kauft, etwas, das im Alltag oft zu kurz kommt, wurde im Rahmen der Messe mit einer Selbstverständlichkeit praktiziert.

Das Rahmenprogramm der Messe lud zu interessanten Diskussionen rund um's Thema, Filmvorführungen, Buchvorstellungen, Kochshows und vielen anderen spannenden Aktionen ein. Gemütliche Sitzgelegenheiten boten letztlich die Möglichkeit, sich von den Strapazen der Messe zu erholen und ausgeruht in die nächste Runde zu starten. Denn nur wer viele Runden auf der Messe drehte, konnte die Vielfalt, die sich dort bot, erfassen.Bildquelle: BMLFUW

(Ein witziges Detail am Rande: Messestände, Umkleiden und die Sitzmöbel auf der Bühne waren aus Karton.)

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