Tag der offenen Tür im nachhaltigen Reisebüro Cooltours

Bereits am Eingang des Betriebs, der sich in der im Norden von Graz befindet, nahm mich der Firmengründer und Chef Herr Dr. Hochegger in Empfang und schon zu Beginn der Tour konnte ich erkennen, dass der Begriff "Nachhaltigkeit" nicht ein reines Schlagwort ist, sondern auf allen betrieblichen Ebenen voll und ganz gelebt wird. Dies bemerkt man schon am Eingang. Dort befindet sich ein großer Parkplatz für Fahrräder, der auch notwendig ist, da viele Mitarbeiter auf das Auto verzichten und damit schon beim Weg in die Arbeit dazu beitragen die Umwelt zu entlasten. Als wir dann in den Hauptbereich mit Büros und den Geschäftsräumlichkeiten kamen schweifte mein Blick aus dem Fenster und da bemerkte ich erst in welchem Gartenparadies ich mich befand.

Gartenparadies mit nachhaltiger Bewirtschaftung

Selbstverständlich war unser nächster Weg, auch bedingt durch das gute Wetter, hinaus in den Garten. Dort angekommen wurden mir alle, und das waren viele, Beete, Kompostieranlagen und die einzelnen Anbauflächen für rein biologisches Gemüse und Obst gezeigt. Es wird dabei auf saisonale, sowie regionale Produkte äußersten Wert gelegt, die von der betriebseigenen Köchin zum täglichen Mittagessen für alle Mitarbeiter verarbeitet wird. Doch nicht allein das die Zutaten kommen aus eigener Produktion. Im weiteren Verlauf der Führung wurden mir die Regenwasseraufbereitung, die uA das Wasser für die Toiletten bereitstellt, sowie die zahlreichen Photovoltaikanlagen, deren Überschuss in das Stromnetz eingespeist wird, näher erklärt.

nachhaltiges wirtschaften

Doch nicht nur beim leiblichen Wohl wird auf Nachhaltigkeit wertgelegt. Ein eigenes CSR-Team überwacht die Maßnahmen, die im laufenden Geschäftsbetrieb die soziale Verantwortung des Unternehmens sicherstellen soll. Diese sind zum Beispiel das betriebsinterne Sportangebot mit Gruppenfitness, oder Personal Trainer zur Steigerung der Mitarbeitergesundheit, oder die flache Hierarchie im Unternehmen. Auch das Angebot im Kerngeschäft der Sprachreisen hat sich verändert. Deswegen hat man sich auch entschieden zusätzliche nachhaltige Aktivitäten bei den angebotenen Reisen anzubieten. Diese sind zum Beispiel eine Stadtführung in nicht mit dem Bus, sondern mit dem E-Bike anzubieten, oder die Unterkunft in nachhaltigen Hotels anzubieten. Diese Anstrengungen wurden 2013 auch mit einer externen CSR Zertifizierung bestätigt. Zum Abschluss der Tour wurde ich dann noch zu einem gemeinsamen Mittagessen eingeladen und konnte mich persönlich davon überzeugen, dass biologisch, regional angebaute Lebensmittel nicht nur ökologisch wertvoll sind, sondern auch gut schmecken.

Bericht von NH-Reporter Daniel
Fotos: © Land Steiermark  

Präsentation steiermark.gemeinsam.jetzt

An einem schönen Junitag machte ich mich auf zur Karl-Franzens-Universität Graz, wo sich im Zuge des Nachhaltigkeitstags, die Plattform für gesellschaftlichen Wandel, steiermark.gemeinsam.jetzt, mit einem Informationsstand vorstellte. Bevor ich den besagten Infostand ansteuerte ließ ich es mir allerdings nicht nehmen, auch die anderen Stände zu besuchen. Bei jedem einzelnen wurde ich kompetent beraten und über die Arbeit und die Ziele der einzelnen Vereine informiert.

Gemeinsam für ein besseres Miteinander  

Am Stand meiner Wahl angekommen wurde ich nach einer sehr netten Begrüßung auch sogleich mit der Arbeit der Plattform steiermark.gemeinsam.jetzt vertraut gemacht. Es handelt sich hierbei um eine Netzwerk-Plattform, die einzelne Initiativen, Personen und Vereine gezielt zusammenbringt um gemeinsam im Sinne des Nachhaltigkeitsgedankens zu arbeiten. Dabei werden vor allem die Themenbereiche:
Ernährung, Gesellschaft, Kultur, Ökologie, Politik, Raum, Wirtschaft angesprochen. Es geht dabei vordergründig darum, dass man gemeinsam nicht nur mehr erreichen kann, sondern man kann auch gegenüber Machthabern stärker auftreten. Dieser Netzwerkgedanke soll vor allem dazu dienen, Personen, die etwas bewirken möchten, zusammen zu bringen. Dazu werden Interessenten tatkräftig unterstützt. Es handelt sich dabei konkret und Hilfe bei zum Beispiel der Suchen einer geeigneten Location für eine Initiative, oder der Abhaltung von Vernetzungsveranstaltungen. Inspiriert wurde die Plattform dabei von den 17 Global Goals for Sustainable Development der UN, die aufzeigen, dass in den oben genannten Themenbereichen erheblicher Nachholbedarf herrscht.  Abschließend möchte ich noch einmal die Zielgruppe der Plattform hervorheben. Dies sind alle Personen, Initiativen oder Netzwerke, die eine progressive Zivilgesellschaft schaffen wollen um gemeinsam unsere Welt etwas lebenswerter zu machen.

Bericht von NH-Reporter Daniel

Fotos: © Land Steiermark

Meine Welt und die 17 Ziele

Am 29. Mai 2018 ergab es sich, dass ich wieder einmal die HAK Grazbachgasse besuchen durfte. Doch dieses Mal nicht als Schüler, sondern als Nachhaltigkeitsreporter. Dort angekommen wurde ich bereits vom Klassenlehrer und von der Workshop-Leiterin Mag. Nina Köberl vom  Umweltbildungszentrum Steiermark erwartet. Nach kurzem Austausch begann dann auch schon die Veranstaltung, die sich über 4 Unterrichtseinheiten erstrecken sollte.

Die 17 UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs)

Zu Beginn wurde erklärt, welche Ziele es eigentlich sind, die die Vereinten Nationen zur Sicherung einer nachhaltigen Entwicklung auf ökonomischer, sozialer sowie ökologischer Ebene definiert haben. Dies gestaltete sich äußerst kurz, da die Schüler bereits erhebliches Wissen mitbrachten. Es stand jedoch nicht das Vermitteln von "trockenem" Stoff im Vordergrund, sondern der Workshop zielte ganz klar darauf ab, die Schüler dahingehend zu sensibilisieren, dass man nicht alleine auf dieser Welt ist. Es ist vielmehr ein "Miteinander" in einem sich bedingenden Kreislauf. Das äußert sich dahingehend, dass jede Entscheidung, die ein einzelner trifft, Auswirkungen auf die Mitmenschen hat.

Das "WIR" im Zentrum. Tafelbild von Workshopleiterin Mag. Nina Köberl

Entscheidungen

Die Entscheidungen, die jeder einzelne trifft, haben Auswirkungen. Dies trifft vor allem auf den Konsum zu. Wie viele Dinge, zum Beispiel Kleidung oder Handys, braucht eine einzelne Person? Muss es immer ein neues Produkt sein und gibt es keine Alternative zum Neukauf? Im weiteren Verlauf des Workshops wurde gezielt auf den ungezügelten Konsum in der westlichen Welt eingegangen und die Schüler wurden mit der Tatsache konfrontiert, dass der Reichtum bzw. die Rohstoffe ungleich unter der Weltbevölkerung verteilt sind. Um dies zu illustrieren kam das sogenannte Weltspiel zum Einsatz. Dabei sollte von den Schülern auf einer Weltkarte mit Figuren, die Aufteilung der Weltbevölkerung, sowie die Aufteilung des Kapitals dargestellt werden. Dies zeigte abermals die ungleiche Verteilung und führte zur nächsten Fragestellung. Wie kann man sicherstellen, dass in Zukunft alle Menschen den gleichen Zugang zu Ressourcen haben? Es kann auf diese Frage nur eine Antwort geben: Verzicht. Aber auf wieviel ist jeder von uns bereit zu verzichten?

Bericht von NH-Reporter Daniel

Fotos:   © Land Steiermark

4. Grazer Umwelt Zirkus – „Restlos glücklich – Teller statt Tonne“

An einem strahlend sonnigen Tag im Juni fand der 4. Grazer Umwelt Zirkus im schönen Joanneumsviertel statt. Zahlreiche Aussteller machten auch dieses Jahr die Veranstaltung zu einem großen Erfolg, den auch der zum Ende einsetze Regen nicht trüben konnte. Zusätzlich zum Programm kam auch das kulinarische nicht zu kurz und die zahlreichen Getränkestände luden zum verweilen ein.

„Restlos glücklich – Teller statt Tonne“

Ganz im Sinne des Mottos: „Restlos glücklich – Teller statt Tonne waren auch einzelne Aktionen der Mitwirkenden gestaltet. So wurden an die Besuche Gerichte ausgegeben, die gezielt aus Lebensmitteln zubereitet wurde, die aufgrund eines optischen Makels nicht mehr in den Supermärkten verkauft werden können. Dies sollte zum nachdenken anregen, denn jeder kennt die Berichte über, nur aufgrund optischen Unzulänglichkeit entsorgter, aber vollkommen genießbarer Lebensmittel. Denn es ist paradox, dass es Menschen gibt, die Hunger leiden, aber im Gegensatz eine große Menge an Lebensmitteln einfach in der Tonne landet.

 

Des Weiteren gab es eine Vielzahl an Ausstellern, die vor allem nachhaltige Produkte vorstellten. Doch was wäre ein "Zirkus" ohne Spiel und Spaß. So waren auch einige, vor allem für Kinder interessante, aber auch von vielen Erwachsenen frequentierten Attraktionen vor Ort.  Alles in allem kann man von einer gelungenen Veranstaltung sprechen, die bestimmt im nächsten Jahr wieder eine große Anzahl an Besuchern anlocken wird.

©Land Steiermark

 

Stadtrundfahrten in Graz mit dem Elektrobus

„Alles einsteigen“, heißt es zu jeder vollen Stunde zwischen 10:00 und 16:00 am Fuße des Grazer Schlossbergs. Dann startet nämlich die Sightseeing-Tour mit dem Elektrobus der Grazer Stadtrundfahrten. So kommt man ganz bequem durch die Kulturhauptstadt Graz, ohne dabei nass zu werden oder viel laufen zu müssen. Und das Beste daran: Das Ganze vollkommen staub- und lärmfrei, denn die Rundfahrt wird mit einem Elektrobus durchgeführt! Graz, die Studentenstadt an der Mur hat viel zu bieten: Der historische Stadtkern ist UNESCO Weltkulturerbe und 2003 war sie Kulturhauptstadt Europas. Im Rahmen dessen wurde auch das Kunsthaus Graz errichtet, das wegen seiner futuristischen Bauweise auch „Friendly Alien“ genannt wird. Aber auch die Grazer Burg, der Freiheitsplatz und der Dom dürfen auf einer Stadtrundfahrt durch Graz natürlich nicht fehlen.

Die Tour

Von April bis November startet die 40-minütige Fahrt täglich am Kaiser Franz Josef Kai Nr. 12, direkt am Fuße des Schlossbergs. Danach geht’s Richtung Murinsel und dann einmal um den Schlossberg herum zum Freiheitsplatz, wo man auch zusteigen kann. Dem Burgring entlang und vorbei am Dom kommt man bereits zum nächsten Highlight in Graz: Die Oper am Kaiser-Josef-Platz, wo täglich ein Markt mit frischen steirischen Produkten stattfindet. Nicht umsonst nennt man Graz nicht nur Kulturhauptstadt, sondern seit 2008 auch GenussHauptstadt. Mit regionalen Produkten wie dem steirischen Wurzelfleisch, feinstem Kernöl oder frischem Kren ist nicht nur für die Augen, sondern auch für den Gaumen sicher was dabei. Wo man diese Köstlichkeiten am besten probieren kann, verrät uns der nette Chauffeur bei einem seiner wertvollen Tipps. Nach 5,2 Kilometern ist dann auch schon wieder der Ausgangspunkt erreicht und die Gäste an so einigen Ideen und Eindrücken reicher. Begleitet wird die Tour von einem Audioguide, der alles Wichtige über die Sehenswürdigkeiten erklärt. Tickets für die Fahrt können um einen Preis von 8,50€ für Erwachsene und 4,00€ für Kinder direkt beim Fahrer vor Fahrtantritt erworben werden.

Ganz schön leise, ganz schön Elektro

Bei dem bunt bemalten Fahrzeug, mit dem die Gäste durch die schöner Grazer Innenstadt kutschiert werden, handelt es sich um einen Elektrobus. Durch die geringen Emissionen ist dieser wesentlich umweltfreundlicher als ein mit Kraftstoff betriebener Bus. Ganz im Sinne der Nachhaltigkeitstage erfahren die Gäste so nicht nur alles Wichtige über die steirische Hauptstadt, sondern auch wie es sich denn anfühlt, in einem Elektrobus zu fahren. Und wie fühlt es sich nun an? Wie als würde man lautlos durch die Straßen schweben. Wie der Chauffeur erklärt, merkt man das vor allem daran, dass die Kinder meistens nach 10 Minuten einschlafen. Langweilig wird es allerdings sicher nicht. Und wo sie in Graz eine Buschenschenke mitten in der Stadt finden und noch einiges mehr, das erfahren Sie nur auf der Grazer Stadtrundfahrt!

Ein Bericht von Nachhaltigkeitsreporterin Julia Reichel

Fotocredit: © Land Steiermark

 

SDG 11–Nachhaltige Städte und Gemeinden

SDG 11 – Das steht für das Nachhaltigkeitsziel bzw. das „Sustainable Development Goal“ Nr. 11. Die sogenannten SDGs umfassen 17 ökologische, soziale und wirtschaftliche Ziele, die von der UN definiert wurden, um die bedeutendsten Probleme in unserer heutigen Welt bis 2030 zu adressieren. Sie umfassen von Armutslinderung, über Umweltschutz, bis Gleichstellung der Geschlechter eine Vielzahl an Vorschlägen, die aber nicht alle als realistisch erachtet werden. Wie utopisch deren Umsetzung ist und wie sie aussehen könnte, dem widmete sich die Vorlesungsreihe von Sustainability4U in Graz, bei der ich als Nachhaltigkeitsreporterin mit dabei sein konnte.

 

Sustainability4U – Die NachhaltigkeitsBLATTform.

So nennt sich die Initiative der vier Universitäten in Graz. Bestehend aus Mitgliedern der Medizinischen Universität, der Kunstuniversität und der Technischen Universität werden Universitäten übergreifende Aktivitäten zum Thema Nachhaltigkeit initiiert. So wollen die Grazer Unis als gutes Beispiel vorangehen und eine Vorreiterrolle für interuniversitäre Kooperationen einnehmen. Neben der regelmäßig stattfindenden Vorlesungsreihe wurde auch ein Leitfaden zur nachhaltigen Bürogestaltung erstellt. Außerdem wurde in einer Studie das Mobilitätsverhalten von allen Studierenden sowie Bediensteten der Universitäten erhoben, um ein nachhaltiges Mobilitätskonzept zu erarbeiten. Besonders interessant für die Studierenden ist aber die Vorlesungsreihe, die jedes Jahr im Sommersemester organisiert wird und aktuelle Fragestellungen der Nachhaltigkeit behandelt. Letztes Jahr war die Flüchtlingskrise das Thema und dieses Jahr stehen die Sustainable Development Goals im Mittelpunkt.

 

Die Vorlesungsreihe

Dieses Jahr fand sie bereits zum achten Mal statt die allseits beliebte Vorlesungsreihe. Jeden Mittwoch um 18:00 besuchten zahlreiche interessierte Studierende die Vorträge und nahmen an den heißen Diskussionen im Anschluss teil. Die Veranstaltung ist offen für alle Studiengänge und so sind alle Interessierten herzlich willkommen. Noch dazu kann man sich die Veranstaltung auch als freiwählbares Fach anrechnen lassen.

In 10 Vorträgen werden einige der 17 Ziele, die von der UN definiert wurden, herausgegriffen und unter dem Titel „MIT 17 DIE WELT RETTEN – Die Sustainable Development Goals zwischen Utopie und Realität“ kritisch diskutiert. Wie wirtschaftlich ist eigentlich Wirtschaftswachstum und welchen Beitrag können Universitäten leisten? Diese Fragen und noch einige mehr haben sich die renommierten Vortragenden gestellt und sie versucht mit ihrer Expertise aber auch in Diskussion mit den Studierenden zu beantworten. Ich konnte bei dem Vortrag von Aglaée Degros über nachhaltige Städte und Gemeinden dabei sein.

 

Die Expertin im Bereich Stadtplanung aus Belgien behandelte das Nachhaltigkeitsziel Nr 11: „Make cities and human settlements inclusive, safe, resilient and sustainable“. Wie man das umsetzen könnte hat sie beispielhaft anhand von einigen ihrer internationalen Projekte aufgezeigt. Es leben bereits mehr als 50% der Weltbevölkerung in Städten und das teils unter fatalen Bedingungen. Die Luftqualität, sowie die Mobilität in Städten sind wesentliche Faktoren, die die Nachhaltigkeit und die Lebensqualität im städtischen Raum bestimmen. Bei der lebhaften Diskussion danach, was denn dafür nötig wäre, brachten unter anderem auch Studierende aus China ihre Erfahrungen aus ihrem Heimatland ein.

 

Ein Bericht von Nachhaltigkeitsreporterin Julia Reichel

Fotocredit: © Land Steiermark

 

Humana – Secondhand wird Bildung

Fashion und Nachhaltigkeit – ein Widerspruch?

In unseren wohlgefüllten Kleiderschränken verstecken sich nicht nur die neuesten Schnäppchen und der heißgeliebte Kuschelpullover, sondern auch eine Menge an Ressourcen, die für die Produktion unserer heiß geliebten Stücke benötigt werden. Die Textilien werden oft in Fabriken unter fatalen Arbeitsbedingungen produziert und der Anbau von Baumwolle ist äußerst wasserintensiv. Für ein T-Shirt werden ca. vier Tonnen Rohstoffe benötigt. Das ist das Gewicht eines ausgewachsenen Elefanten. Und meistens landet das T-Shirt nach einer Saison im Müll oder im hintersten Eck des Kleiderschranks und wird schnell durch ein neueres Modell ersetzt.

Diesem Problem nimmt sich Humana an, sammelt alte Kleidungsstücke und verkauft sie als Secondhand-Mode in ihren 11 Shops in ganz Österreich. In den Humana Shops findet man von Vintage Pullovern bis zum Petticoat alles, was sich das Fashionherz wünscht. 100% des Erlöses aus dem Verkauf geht an soziale Projekte in Länder des globalen Südens, bei denen die Bildung im Vordergrund steht. Humana hat es sich zum Ziel gemacht dafür zu sorgen, dass ausrangierte Kleidung nicht mehr auf dem Müll landet, sondern wiederverwendet wird. Durch die finanzielle Unterstützung von Bildungsprojekten soll außerdem zu einer humanen Welt beigetragen werden. Fashion und Nachhaltigkeit muss also nicht unbedingt ein Widerspruch sein.

 

People to People

Unter dem Namen People to People werden die Programme und Initiativen zusammengefasst, die von Humana mit dem eingenommenen Geld unterstützt werden. HUMANA Österreich unterstützt verschiedene Projekte in Mosambik, Angola, Indien und der Republik Südafrika. Darunter zum Beispiel das Farmerclubs Projekt in Indien, bei dem speziell Frauen dazu ausgebildet werden landwirtschaftliche Tätigkeiten auszuüben, die normalerweise von Männern verrichtet werden. So werden ihnen neue Einkommensmöglichkeiten eröffnet und zur Gleichstellung der Geschlechter beigetragen. Außerdem werden verschiedene Lehrerbildungsakademien unterstützt wie auch in Mosambik, wo in Nhamatanda in einem einjährigen Programm Volksschullehrer an Fortbildungen teilnehmen, mit dem Ziel vor allem in ländlichen Regionen zu unterrichten.

Humana Shop in Graz

Über eine Auswahl der vielen People to People Projekte erfährt man beim Besuch des Humana Shops in der Annenstraße in Graz. Mit Plakaten und Flyern, auf denen die wichtigsten Informationen zusammengefasst sind, wird der Konsument darüber informiert, wo denn das Geld, das er gerade für die gebrauchte Sixties Lederjacke ausgegeben hat, landet. So soll das Bewusstsein der Konsumenten gestärkt werden und transparent dargestellt werden, was mit dem eingenommenen Geld aus dem Verkauf passiert. Mit dem „Vintage Oida“ Button kann man auch gleich seine neu erworbenen Stücke aufpeppen und ein Zeichen setzen.

 

Das Ziel: Zero Waste

Die Idee von Humana ist, dass auch am Ende der Lebensdauer der gebrauchten Kleidung kein Müll entsteht. Doch was passiert mit dem Secondhand T-Shirt wenn es einmal kaputt ist und nicht mehr getragen werden kann? Die Antwort von Humana ist Recycling. Textilien, die nicht mehr als Kleidung getragen werden können, können für die Produktion von Putzfetzen verwendet werden, oder für die Innenauskleidung von Autos. Es wurde auch ein Forschungsprojekt mit der Technischen Universität Wien durchgeführt, wie die Faserreste in der Herstellung von Baustoffen verwendet werden könnten.

Wenn du jetzt Lust bekommen hast, mal im Humana Shop nach neuen alten Lieblingsstücken zu stöbern, komm vorbei in der Annenstraße 7, wo du auch gerne beraten wirst.

 

 

Ein Bericht von Nachhaltigkeitsreporterin Julia Reichel

Fotocredit: © Land Steiermark

 

Mini-Interview mit Nina Köberl vom Umwelt-Bildungs-Zentrum Steiermark

©Nina Köberl

©Nina Köberl

 

Menschen.Machen.Morgen 

Mag. Nina Köberl, Biologin am Umwelt-Bildungs-Zentrum Steiermark und Projektleiterin von „Footprint-Schulen Steiermark“

Besuchen Sie mich bei meiner steirischen Aktionstage Aktion „Meine Welt und die 17 Ziele“.

 

 

>>  Mit meiner Aktion will ich …
auf die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele aufmerksam machen und junge Menschen zum Handeln motivieren.

>> Wenn ich meine Tätigkeit in einem Satz beschreiben müsste: 
Ich bin eine Umwelt-Sozialarbeiterin.

>> Mein größter Motivator für meine Tätigkeit: 
meine beiden Söhne.

>> Welchen Tipp gebe ich anderen mit auf den Weg, die sich auch engagieren möchten? 
Es braucht Mut, Freude und Lebenslust um die Welt zu retten!

> Mein Lieblingsbuch...
Momentan „Als wär´s ein Stück von mir“ von Carl Zuckmayer

 

Nachhaltiges Einkaufen bei "Einer für alle" Liezen

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Das Unternehmen pro mente steiermark nahm heuer über den gesamt Aktionszeitraum hinweg mit seinen Läden an den Nachhaltigkeitstagen teil. So verteilen die Nahversorgungsgeschäfte an jeden Kunden ein Flugblatt mit wertvollen Tipps für nachhaltiges Einkaufen und mit Rezeptideen zur optimalen Resteverwertung. An dieser Aktion nahmen die „Einer für alle“-Nahversorger aus Kapfenberg, Liezen und Weiz teil. Um mir selbst davon einen Überblick zu verschaffen besuchte ich nach Rücksprache mit der Filialleiterin kurzerhand den Laden in Liezen.

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Flugblatt für jeden Kunden

Nach der Ankunft im Geschäft wurde ich von der Leiterin herzlich begrüßt und schnell durch das Geschäft geführt, den anwesenden Mitarbeitern vorgestellt und mit den wichtigsten Details der Aktion vertraut gemacht. Danach wurde mir das aktuelle Flugblatt mit den Tipps gezeigt, welches jeder Kunde zum Einkauf dazu erhält. Auf der Vorderseite fanden sich Praxistipps für nachhaltiges Einkaufen, wie zum Beispiel: „Gehen Sie nicht hungrig einkaufen“; „Schreiben Sie sich einen Einkaufszettel“; „Überprüfen Sie abgelaufene Ware darauf ob diese noch essbar ist und werfen Sie diese nicht gleich weg“; „Achten Sie auf die geeignete Lagerung ihrer Lebensmittel“. Die Tipps mögen auf den ersten Blick zwar einfach, plausibel und ohnehin klar erscheinen, ihre Umsetzung und Wirkung ist es jedoch ebenso und wenn sich mehr Menschen daran halten würden, würden weit weniger Lebensmittel im Abfall landen.  Auf der Rückseite sind auch noch zwei Rezepte für die Verwertung von Resten zu finden. Ein Rezept für ein Wurstgröstl und ein Armer-Ritter-Kuchen mit Früchten stehen hier am „Speiseplan“. Die Rezepte stammen vom Bistro SuppKultur, einem weiteren Laden von pro mente steiermark.

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Nachhaltig das ganze Jahr lang

Die „Eine für alle“-Läden zeichnen sich hinsichtlich Nachhaltigkeit jedoch nicht nur durch die Teilnahme an den Aktionstagen aus. Die Geschäfte können als sozialer Nahversorger angesehen werden. Auf Angestelltenseite helfen sie dabei Menschen mit psychischen Problemen durch Arbeitstraining bzw. Anstellungen den Wiedereinstieg ins Arbeitsleben zu erleichtern. Auf Kundenseite richtet sich die Zielgruppe speziell auf einkommensschwache Personen bzw. Haushalte. Menschen aus der Region, welche ein bestimmtes Mindesteinkommen nicht überschreiten, können sich eine spezielle Vorteilskarte ausstellen lassen. Diese Karte bietet ihnen dann einige lebenserleichternde Begünstigungen. Neben Informationen über Angebote und Extras per SMS und einem Treuepass bietet die Karte auf alle Artikel im Geschäft Rabatt.

Ein weiterer besondere Service der „Eine für alle“-Nahversorger ist die Lebensmittelzustellung. Nach Bestellung vor Ort oder per Telefon werden die Waren direkt zum Kunden nach Hause geliefert. Bezahlt wird bei Übergabe der Ware, gleichzeitig kann allfälliges Leergut zurückgegeben werden. Dieser Service ist für das Stadtgebiet verfügbar und ab einem Einkauf von zehn Euro kostenlos. Zusätzlich dazu werden auch Botendienste, zum Beispiel zu Post oder Apotheke, angeboten. Ein solcher Service kommt vorallem mobileingeschränkten Menschen zugute. Außerdem wird eine Büchertauschbörse inklusive Sitzecke, ein Wäsche- und Bügelservice, eine Änderungsschneiderei und ein „FAIR(Ständer)“ angeboten. Bei diesem Ständer können die Kunden bei Bedarf kostenlos Mäntel oder Jacken entnehmen. Jene die helfen wollen können selbige Kleidungsstücke dort aufhängen.

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Langfristiger Erfolg

Im Geschäft wird auch allgemein darauf Wert gelegt, dass die angebotenen Produkte soweit wie möglich von regionalen Betrieben stammen. Der Laden in Liezen, unter der Dachmarke „Nah und Frisch“, besteht seit Jänner 2010. Somit ist bewiesen, dass sich ein Nahversorger sowohl sozial, ökologisch und ökonomisch nachhaltig führen lässt, als auch sich langfristig etablieren kann.   

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Ein Beitrag von Nachhaltigkeits-Reporter Benjamin Pauscher.

Fotocredit: Land Steiermark

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