AKTIONSTAGE HIGHLIGHT - USE WHAT YOU HAVE-Festival

 

Begeisterung statt Zeigefinger auf dem ersten USE WHAT YOU HAVE-Festival

© Magdalena Türtscher

© Magdalena Türtscher

 

Das USE WHAT YOU HAVE-Festival lockte rund 3.000 Besucherinnen und Besucher in die Fabrik Klarenbrunn und die Remise Bludenz.

Verwende, was du hast – darum ging es beim ersten USE WHAT YOU HAVE-Festival, das letztes Wochenende von Freitag, 31. Mai, bis Sonntag, 2. Juni, zum ersten Mal in Bludenz stattfand. Schauplätze waren die Remise Bludenz und die Fabrik Klarenbrunn, deren Potential viele der insgesamt 3.000 Festivalbesucherinnen und -besucher wohl zum ersten Mal zur Gänze entdecken konnten. Das ganze Wochenende hindurch präsentierten zahlreiche Kulturschaffende kreative Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit und zeigten, wie man mit kleinen Dingen Großes bewirken kann – und das mit Freude und Begeisterung anstatt mit erhobenen Zeigefinger.

 

© Magdalena Türtscher

© Magdalena Türtscher

Den Auftakt machte Freitagabend das Food Waste Cooking am Remise-Vorplatz mit GEA- Gründer Heini Staudinger als Gastredner, bevor anschließend Cari Cari im Remise Saal den Sommer musikalisch einläuteten. Abwechslungsreich ging es auch Samstag und Sonntag in der Fabrik Klarenbrunn weiter. Besucherinnen und Besucher durften sich über ein buntes Kulturprogramm mit Re-Use-Markt, Film- und Theatervorführungen, Konzerten, Kinderprogramm, Workshops und Impulsvorträgen freuen. Mitmachen und selbst gestalten wurde während des gesamten UWYH großgeschrieben: So konnten sich Festivalgäste beispielsweise bei der Kleiderzirkus Tauschbörse, der Abfallbörse oder bei der Flickstation „Nadelfin“ aktiv einbringen. Auch das BRING WHAT YOU HAVE-Frühstück am Sonntagmorgen fand großen Anklang. Bei einem selbstmitgebrachten Frühstück konnte man inspirierenden Minivorträgen über Ressourcenschonung zuhören.

© Magdalena Türtscher

© Magdalena Türtscher

Für die kleinen Festivalgäste gab es Vieles zu erleben: Neben den Kreativworkshops von Bianca Lugmayr (Zirbenkissen-Nähkurs), Claudia Köberle (Werken mit Karton & Fädeln) und Clownin Elke Maria Riedmann (Seifenblasen selbst gemacht), sorgte Theatermacherin Saskia Vallazza mit einem besonderen Papiertheater für große Begeisterung.

Musikalische Höhepunkte des Festival-Wochenendes waren ohne Zweifel der fulminante Auftritt von Cari Cari in der Remise sowie das open air-Konzert von Philipp Lingg & Martin Grabher am Samstagabend auf dem Fabrikgelände. Auch hier wurde verwendet, was da war: Die Laderampe im Innenhof wurde als Bühne umfunktioniert, alte Fässer dienten als Stehtische und gebrauchte Holzlatten fanden ein zweites Leben als Bartresen. Für gute Stimmung auf dem Re-Use Markt sorgten untertags das Duo „Das Kollektiv“, das Trio „Unter der Laterne“, Nele und das Duo Lia.

 

 

© Magdalena Türtscher

© Magdalena Türtscher

Die drei Festivalinitiatorinnen Isolde Adamek, Brigitta Soraperra und Magdalena Türtscher, zum UWYH: „Wir hätten nie geglaubt, dass unser Festival, das ja zum ersten Mal stattfindet und für uns alle ein großes Experiment und Wagnis war, auf so viel

Interesse und Begeisterung und vor allem auch Dankbarkeit beim Publikum stößt. Dafür sind wir im Gegenzug selber sehr dankbar. Und am meisten der Sonne und den zahlreichen Helferinnen und Helfern, die uns unterstützt haben. Ohne sie wäre das alles nicht möglich gewesen.“

Das dreitägige Festival wurde in Kooperation mit der KOJE, der carla – Caritas Vorarlberg, dem Kulturbüro der Stadt Bludenz, der Villa K. und zahlreichen weiteren Partnern heuer erstmals auf die Beine gestellt. Die drei Initiatorinnen wollten mit dem UWYH zum Nachdenken und vor allem auch zum Handeln anregen. Das Festival stand dabei ganz im Zeichen von gelebtem Umwelt- und Konsumbewusstsein und dem Wunsch, gemeinsam die Basis für eine enkelfreundliche Gesellschaft zu schaffen. „Ein nachhaltiger Umgang mit vorhanden Ressourcen und gelebtes Umweltbewusstsein gehören zu den großen Herausforderungen der nächsten Dekaden – umso erfreulicher, dass mit dem Bludenzer UWYH-Festival neue, zukunftsweisende Impulse entstanden sind“, so Kulturstadtrat Christoph Thoma.

 

© Magdalena Türtscher

© Magdalena Türtscher

 

PUBLIKUMSREAKTIONEN:

„Ihr habt am letzten Wochenende ein großartiges Festival organisiert. Es gab viele berührende Momente und die Gewissheit, dass in Bludenz was geht - vielen Dank an Euch Organisatoren und die vielen Helfer.... Besucher

.... Fröhlichkeit, Leichtigkeit, Unbeschwertheit, Begeisterung ... Besucherin, 29

... kein erhobener Zeigefinger, es wurden Alternativen gezeigt ... Besucher, 35

.... tolle Produkte und Aktivitäten ... Workshopleiterin, 29

... besonders interessiertes Publikum , sehr interessante Gespräche und Begegnungen ... Ausstellerin , 45

Obwohl ich beinahe immer am Stand war und wenig vom Geschehen mitbekommen habe, spürte ich die Begeisterung der Besucher. ..."Man spricht davon".

(Bludenz ist nicht Berlin - aber Berlin wäre auch stolz auf UWYH aus Bludenz.)

... Hut ab, was ihr da auf die Beine gestellt habt!!!! ... Impulsgeberin

 

Von Jasmine Türk

Aktion: Use what you have – Festival

 

The lazy persons guide to saving the world

Sustainable Development Goals – globale Ziele für eine Nachhaltige Entwicklung
Eine ganz schon große Sache! Regierungen, internationale Organisationen und Führungsriegen müssen zusammenarbeiten, um diese zu verfolgen. 

Aber ICH, als Einzelperson? Zu groß für mich denken Sie?

Nein! Veränderung fängt bei uns selbst an!

Jeder Mensch auf der Erde - selbst der gleichgültigste und faulste Mensch unter uns - ist Teil der Lösung! Glücklicherweise gibt es einige sehr einfache Dinge, die wir in unsere Routinen übernehmen können, die - wenn wir alle es tun - einen großen Unterschied machen werden.

Hier sind jede Menge ganz einfacher Wege, um die Welt Stück für Stück zu verbessern.

Und vergessen Sie nicht: Menschen.Machen.Morgen!

LEVEL 1: Dinge, die Sie von Ihrer COUCH tun können


       • Sparen Sie Strom, indem Sie Geräte an eine Mehrfachsteckdose anschließen
         und bei Nichtgebrauch vollständig ausschalten, einschließlich Ihres
         Computers.

       • Beenden Sie Kontoauszüge in Papierform und bezahlen Sie Ihre
         Rechnungen online oder über das Handy.

       • Teilen, nicht nur "liken". Wenn Sie einen interessanten Social-Media-Beitrag
         über die Rechte der Frau oder den Klimawandel sehen, teilen Sie ihn, damit
         die Personen in Ihrem Netzwerk dies auch sehen können.
   
       

LEVEL 2: Dinge, die Sie von ZU HAUSE aus tun können


     • Lufttrocknen: Lassen Sie Ihre Haare und Ihre Kleidung auf natürliche Weise
       trocknen, anstatt eine Maschine zu betreiben.
       Wenn Sie Ihre Kleidung waschen, stellen Sie sicher, dass die Ladung voll ist.

     • Essen Sie weniger Fleisch, Geflügel und Fisch. Für die Bereitstellung von
        Fleisch werden mehr Ressourcen benötigt als für die Herstellung
        pflanzlicher Nahrung. 

     • Kaufen Sie minimal verpackte Ware.

   


LEVEL 3: Dinge, die Sie AUSSERHALB IHRES HAUSES tun können

    
    • Fahrrad fahren, zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren

    • Kaufen Sie "lustige" Früchte - viel Obst und Gemüse wird weggeworfen,
       weil die Größe, Form oder Farbe nicht „richtig“ ist. Beim Kauf dieser absolut
      guten, "lustigen" Früchte, auf dem Bauernmarkt oder anderswo, werden
      Lebensmittel verwendet, die ansonsten weggeworfen werden könnten.

    • Verwenden Sie wiederbefüllbare Wasserflaschen. Sie reduzieren
       damit Ihren Abfall und sparen auch Geld.

    
 

LEVEL 4: Dinge, die Sie BEI DER ARBEIT tun können

  • Erheben Sie Ihre Stimme gegen jegliche Art von Diskriminierung in Ihrem
    Büro. Alle sind gleich, unabhängig von Geschlecht, Rasse, sexueller
    Orientierung, sozialem Hintergrund und körperlichen Fähigkeiten.

  • Überprüfen Sie Ihre alltägliche Entscheidungen und ändern Sie
    sie gegebenenfalls. Können Sie an Ihrem Arbeitsplatz recyceln?

  • Äußern Sie Ihre Meinung: Bitten Sie Ihr Unternehmen und Ihre Regierung,
    sich an Initiativen zu beteiligen, die weder den Menschen noch dem
    Planeten schaden. Sprechen Sie Ihre Unterstützung für das
    Pariser Abkommen aus! 

                              

Weitere Tipps aus dem "The lazy persons guide to saving the world" finden Sie hier: https://www.un.org/sustainabledevelopment/takeaction/

Projektschmiede – gemeinsam Wandel gestalten

Am 30. Mai fand im Glashus in Frastanz wieder eine Projektschmiede statt. Zwei spannende Projekte wurden von 16 Personen aus unterschiedlichen Bereichen weiterentwickelt.  

Was ist die Projektschmiede?

Die Projektschmiede ist ein offenes Nachmittagsformat, bei dem ko-kreativ gemeinsam an konkreten Projekten „geschmiedet“ wird. Sie findet alle zwei Wochen abwechselnd im Vorarlberg Museum in Bregenz und im Glashus in Frastanz statt. Voraussetzung für die Projekte ist, dass diese einen Gemeinwohlcharakter haben. Sie können aus den verschiedensten Bereichen (Soziales, Kultur, Umwelt, Bildung, Freizeit, …) stammen. Begleitet wird der Nachmittag von zwei Personen, die für einen klar strukturierten und professionellen Rahmen sorgen. Neben den Menschen, die ein Projekt einbringen (Projektgeber*innen), kommen in die Projektschmiede freiwillige „Projektbegleiter*innen“. Ihre Aufgabe ist es, die Projekte durch ihre Inputs, Ideen, Fragen und Visionen, aber auch Bedenken weiterzubringen und zu bereichern. Durch die verschiedenen Blickwinkel und die Menge der Informationen wird die Qualität der Ergebnisse erhöht.

 

Der Ablauf

Die Projektschmiede begann mit einem gemeinsamen Kennenlernen der Teilnehmenden und des Schmiedeformats. Nach den Projektvorstellungen wurde in  drei Runden in zwei unterschiedlichen Gruppen geschmiedet. 

 

Projekt - Lehrlinge 2.0

Moritz Kempf kam mit dem Projekt „Lehrlinge 2.0“ in die Schmiede. Sein Anliegen: Eine Möglichkeit schaffen, bei der Schüler*innen, deren Eltern und Lehrlingsbetriebe miteinander in Austausch kommen. Denn „Lehrlingsbetriebe klagen über fehlende Lehrlinge, ein Fachkräftemangel ist die Folge daraus, Lehrlingsbetriebe wirken für Schüler*innen nicht attraktiv und Eltern entscheiden für ihre Kinder“ – so Moritz‘ Annahme.

In den drei Runden stieß Moritz mit seiner Projektidee auf große Resonanz unter den Teilnehmenden. Für ihn war dies eine zusätzlich Motivation, an dem Projekt dran zu bleiben, da es nicht nur in seinen Augen von großer Relevanz für Vorarlberg zu sein scheint. Nun gilt es für Moritz, seine Vorannahmen auch mit Zahlen, Daten und Fakten zu belegen. Außerdem braucht er Multiplikator*innen, die seine Projektidee weitertragen und ihn bei der Umsetzung unterstützen können.

Projekt - Nahversorger in Meiningen

Sehr spontan brachte Hertha Williams ihr Herzensprojekt bei der Projektschmiede ein. Ihr Anliegen: Es braucht einen Nahversorger in Meiningen. „Die Einwohner*innen sollten nicht immer in die Nachbargemeinde zum Einkaufen fahren müssen. Es sollte eine Möglichkeit direkt im Ort geben, wo auch ohne Auto eingekauft werden kann“ meinte Hertha. Begleitet wurde sie von zwei Schüler*innen, die Herthas Vorhaben mit einer Machbarkeitsstudie im Rahmen ihrer Abschlussarbeit unterstützen.

Die Fragen, die sich am Anfang stellten, waren, wie dieser Nahversorger aussehen sollte. Konventionell oder Bio? Mit einem integrierten Second-Hand Shop? Mit einem Café dabei? Im Laufe der drei Runden stellte sich für Hertha heraus, dass sie erst einmal die Nachfrage in der Gemeinde für so einen Nahversorger herausfinden sollte. Dazu wäre die Gründung eines Stammtisches zu diesem Thema ein Anfang. Auch mögliche Kooperationspartner, wie etwa den Lisilis Biohof, könnte sie dazu einladen. Eine wesentliche Erkenntnis für alle war, dass es in Meiningen einen Ort für Begegnung braucht. Aus der ursprünglichen Idee des Nahversorgers könnte also noch viel mehr werden…

 

Ein weiterer erfolgreicher Schmiedenachmittag neigte sich dem Ende zu. Die Projektgeber*innen Moritz und Hertha freuten sich über die vielen Anregungen zu ihren Projektideen. Beide verließen die Projektschmiede mit einer reichen Ernte und konkreten nächsten Schritten. Alle anderen freuten sich, dass sie die beiden Projekte ein Stück weit begleiten und mit ihren Ideen bereichern durften.

Katharina Toth, NH-Reporterin Vorarlberg

Fotocredit: ©Markus Götsch, Florian Oberforcher, Katharina Toth

 

Offener Pioneers of Change Community Abend

Pioneers of Change begleitet Menschen auf ihrem Weg zur Potentialentfaltung, bei der Visionsfindung oder auch der Projektplanung. Neben dem jährlich stattfindenden Lerngang, dem erfolgreichen Online-Summit und anderen Formaten, werden seit September 2017 auch offene Community Abende gestaltet. Diese Veranstaltungsreihe mit dem Überthema „Ich im WANDEL – das wandelnde ICH“, ladet alle 2 Monate Menschen ein, bei einem wertschätzenden Beisammensein und Austausch sich selbst und andere im Miteinander zu spüren und zu entdecken.

Gefühle im Wandel

Jeder Community Abend widmet sich einem anderen Thema. Am Abend des 6. Juni fanden sich gut 20 Menschen in den schönen Räumlichkeiten des MARKHOFS ein, um sich mit Krisen und damit verbundenen Gefühlen auseinanderzusetzen. Das abwechslungsreich konzipierte und angenehm gestaltete Programm bot dabei Platz für Meditation, Reflektion, Selbsterfahrung, Austausch, Inspiration, Erholung und Netzwerken. Bei verschiedenen Übungen – ob allein oder in Gruppen – wurde so ein sicherer Raum eröffnet, um sich intensiv mit eigenen Krisen und Gefühlen wie Trauer, Hilflosigkeit, Angst, Erschöpfung oder Ohnmacht zu beschäftigen und im freiwilligen Teilen neue Zugänge dazu zu entwickeln.

Den Raum halten

Doch wie gelingt es mit zuvor fremden Menschen über derart persönliche Aspekte zu sprechen ohne sich klein zu fühlen oder auf Zurückweisung zu stoßen? Der Schlüssel liegt in einer achtsamen und wohlwollenden Haltung, bei der nicht versucht wird das Gegenüber zu „reparieren“ oder zu beurteilen. Es geht vielmehr um aufrichtiges Zuhören und das „Halten des Raumes“ für das was gerade da ist. „Viel kann passieren, wenn man sich zeigt!“, meint Stephanie Steyrer, die den Abend heute leitet und für den Bereich “Community“ bei Pioneers of Change zuständig ist. „Den Raum halten“ könne aber auch heißen, jemanden zu umarmen oder eben zu halten – schließlich gehe es um eine gewisse Qualität im Miteinander, die einander hilft, zur Stille und zu sich selbst zurückzufinden.

Starke Gemeinschaften in einer “wandeligen“ Zeit

Die Community Abende verstehen sich auch als Übungsraum für die Charta der Pioneers of Change. Darin geht es um eine tiefgreifende Transformation unserer Gesellschaft und den gemeinsamen Aufbruch hin zu Verbundenheit, Freiheit, Verantwortung, Vertrauen und einem guten Leben für alle. „Es soll eine niederschwellige ,community of practice‘ für gemeinsames Lernen, echte Begegnungen und nachhaltige Vernetzung und Kooperation geschaffen werden“, erzählt Stephanie Steyrer. Denn nachhaltiges Wirksamsein bedinge nicht nur ein Handeln im Außen – was zu Überforderung und Burnout führen könne – sondern ebenso innere Verbundenheit. „Da Wandel und Transformation kritische Machtfragen stellen und auf die Unsicherheit vieler Menschen treffen“, so ist Stephanie Steyrer überzeugt, „brauchen wir starke Gemeinschaften, in denen wir zu uns selber stehen, uns verletzlich zeigen und schließlich kraftvoll herausgehen können.“

Bericht von NH-Reporter Hannes
Fotos: © MA22

Nachhaltigkeit in Wien erleben

Der Begriff Nachhaltigkeit ist überstrapaziert. Dies gilt nicht nur für Wirtschaft und Politik, sondern vor allem auch dann, wenn es um die täglichen Kaufentscheidungen geht. Wer wirklich nachhaltig konsumieren will tut sich schwer im Dickicht der grün, fair oder eben nachhaltig gebrandeten Produktvielfalt sich einen Überblick zu verschaffen. Ist überall nachhaltig drin wo auch nachhaltig draufsteht? Für diese Überlegungen und Fragen hat Sabrina Haupt Antworten zu bieten, und zwar in Form von exklusiven Stadtführungen durch Wien, die einladen Nachhaltigkeit aktiv zu (er)leben.

It’s easy being green – just do it!

Ob Bezirks-, Kategorien- oder Sondertouren – Sabrina Haupt hat aus ihrer Leidenschaft für nachhaltigen Konsum und ihren persönlichen Erfahrungen auf diesem Gebiet ein breites Tour-Repertoire aufgebaut. Auf ihren „ichmachesanders“-Touren nimmt sie ihre Gäste mit auf einen Spaziergang, der direkte Anhaltspunkte, Tipps und Insiderinformationen vermittelt wo und wie man in Wien fern von Verzichtsgedanken lustvoll und wahrlich nachhaltig einkaufen kann. Von der Ernährung und Kleidung, über die Körperpflege, bis hin zur Urlaubsgestaltung und Mülltrennung – in all diesen Bereichen können bewusste Kaufentscheidungen einen bedeutenden Unterschied machen.

Zu Besuch bei Pionieren

Eine dieser Touren führt durch den 8. Wiener Gemeindebezirk. Nach einer freundlichen Einführung stoppen wir bei einem Greissler. Dieser zeigt uns stolz die frischen Erdbeeren und erzählt von den Hürden emissionsarmer Transportwege, während er jedes Produkt, das über den Ladentisch wandert, sorgsam abwiegt und in die von den Kund*innen mitgebrachten Behältnisse füllt. Verpackungsfrei, saisonal, regional und bio – diese Eigenschaften beschreiben die bunte Warenpalette des jungen Unternehmers, der mit seinem hippen und kunstvoll eingerichteten Geschäft eine einladende Alternative zum Supermarkt bilden will.

Bienenwachs statt Alu

Eine von vielen weiteren Stationen der Tour ist die Füllbar. In dem kleinen und doch sehr schick eingerichteten Geschäftslokal werden vor allem Hygiene- und Haushaltsartikel angeboten. Auch hier lautet die Devise Verpackung zu sparen oder wiederzuverwenden. Reinigungsmittel aller Art zum Nachfüllen strömen aus bunten Glasröhren. Schon einmal daran gedacht Brot oder die Jause zum Mitnehmen oder Frischhalten in ein Bienenwachstuch zu geben? Inspirieren lassen kann man sich auch hier direkt durch die Ladenbesitzerin, die wir bei der Tour persönlich kennenlernen durften.

Idealismus als Antrieb

Ohne erhobenen Zeigefinger vorleben und vorzeigen wie einfach es ist nachhaltig zu leben – das will Sabrina Haupt mit ihren „ichmachesanders“-Touren. Nachhaltigkeit begreift sie dabei nicht als Lifestyle, sondern als Lebenseinstellung. Es geht um ein bewusstes Nachdenken über die Folgen des eigenen Handelns und Wertschätzung in einem wohlhabenden Land wie Österreich zu leben und dafür Verantwortung zu übernehmen. Angetrieben von ihrem Idealismus betreibt Sabrina Haupt außerdem den nicht kommerziellen Blog „ichmachesanders.com“, mit dem Sie nachhaltigen Läden eine Plattform bieten und mehr Menschen für Nachhaltigkeit begeistern will.

Bericht von NH-Reporter Hannes
Fotos: © MA22

Erstaunliche Ecken in der Höttinger Au - Ein Stadtteilspaziergang zu Orten des Zusammenlebens

Wer beim Stichwort „Stadtteilspaziergang“ an historische Architektur und Stadtgeschichte denkt, liegt beim „Höttinger AUfbruch“ falsch. Bei diesem Spaziergang, organisiert vom Welthaus der Diözese Innsbruck, ging es darum „neue“ Orte zu besuchen. Orte, die zeigen können, wie Zusammenleben in der Stadt aussehen kann.

Stadtkarte der Solidarität

Magdalena Wiesmüller vom Welthaus begrüßte die sechsköpfige Gruppe am Treffpunkt im Innenhof der Universität. Sie kündigte einen Spaziergang mit vier Stationen nordwestlich des Innsbrucker Zentrums an. Bepackt mit einem kleinen Rucksack ging es los. Erster Halt war das Institut für Geographie und der Ernährungsrat direkt im Hochschulgebäude. Dort berichtete Moritz Schneider von den Tätigkeiten und Zielen des Ernährungsrats, betreffend Versorgung, Stadtentwicklung und der Förderung des Bewusstseins für Nachhaltigkeit. Wenige Gehminuten von der Universität entfernt lag der zweite Stopp, in einem der sozialökonomischen Betriebe des Vereins WAMS. So kam es dazu, dass die Gruppe plötzlich mitten in der Fahrradwerkstatt CONRAD stand. Hier wurde den neugierigen Zuhörern das besondere Herzensanliegen des Vereins erklärt: die Förderung und Unterstützung von Arbeitssuchenden durch Arbeitsplätze auf Zeit. Der dritte Treffpunkt befand sich vor einer unscheinbaren Garage. Dort wartete schon Hany Dvorak-Plattner auf die Gruppe. Sie ist Mitglied der FoodCoop Bare FOOD und lud die Spaziergänger ein, sich im Lebensmittellager der selbstorganisierten Kooperative umzusehen. In der Garage standen Regale, in denen verschiedene Produkte von lokalen Bauernhöfen, Gärtnern oder Imkereien lagerten. Regionalität, Bio-Qualität und Plastikvermeidung hat für den Verein einen hohen Stellenwert, dafür arbeitet man bei der FoodCoop aber gerne zusammen.

Gemeinsam leben und arbeiten

Auch im „Haus des Lebens“ am Margaretengürtel hat man erkannt, dass man selbst aktiv werden muss, wenn man etwas verändern will. Hier, gegenüber der Pfarrkirche, wurde ein Gebäudekomplex gebaut, wo verschiedenen Lebensbereiche zusammenkommen. Der Leiter des Hauses, Anton Stabentheiner, hat sich viele Gedanken darübergemacht, wie ein

Leben im Miteinander ausschauen könnte, ohne die Anonymität und Isolation städtischen Wohnanlagen. Um am Leben teilzuhaben, muss man es auch ins Haus lassen, davon ist man hier überzeugt und so bietet das Haus nicht nur Wohnungen, sondern beherbergt auch ärztliche Praxisräume, eine Kinderkrippe, wechselnde Bildausstellungen und ein Café. Das Café NAMSA ist vor einem Jahr in die Räumlichkeiten im Erdgeschoss eingezogen. Die zwei jungen Gründerinnen haben hier ein Social Business verwirklicht, das anerkannten Flüchtlingen erste Arbeitserfahrungen ermöglicht. Hier klang in heimelig, entspannter Atmosphäre der Spaziergang aus.

Fotos: © CO

Christina Oberleiter | NR-Reporterin für Tirol    

HLPF and SDGs – what’s that?

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Eine Woche in New York voller Eindrücke, interessanter Aspekte, voll Lernen und Staunen.

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Vom 10. bis 16. Juli fand in New York die erste Woche des High-Level Political Forums on Sustainable Development statt, das Treffen des hochrangigen politischen Forums für nachhaltige Entwicklung, das unter der Schirmherrschaft des ECOSOC, des Wirtschafts- und Sozialrats einberufen wird.

Ich durfte als Geschäftsführerin des burgenländischen Vereins UNSER DORF auf Einladung des BMLFUW und als Gewinner des Aktionstage Votings 2017 daran teilnehmen und als Aktionstage Nachhaltigkeits Botschafterin Mitglied der Österreichischen Delegation in New York sein.

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Armut beseitigen und Wohlstand fördern!

Das diesjährige HLPF stand unter dem globalen Thema, Armut zu beseitigen und Wohlstand in einer sich verändernden Welt zu fördern. Dabei wurden relevante SDGs (Sustainable development goals) näher unter die Lupe genommen, deren Erreichung für mich auf den ersten Blick dem Wunschzettel eines unschuldigen Kindes an das Christkind gleicht: Die Armut in all ihren Formen überall zu beseitigen! Den Hunger zu beenden! Die Ernährungssicherheit zu erreichen! Sicheres gesundes Leben und Wohlbefinden für alle Altersgruppen, … und vieles mehr noch!

Doch wo sollte man anfangen, Veränderungen und Gutes in der Welt erreichen zu wollen, wenn nicht zu Beginn ein großer einheitlicher Gedanke vieler Staaten und ein gemeinsames Ziel stehen? Im Headquarter der Vereinten Nationen wurde zwei Wochen lang genau an diesen gemeinsamen Zielen gearbeitet und es war unglaublich beeindruckend für mich!

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Sitzungssaal des High-Level Political Forum on Sustainable Development.

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Das Herzstück des UN Gebäudes in New York City: Der Sitzungssaal für die Hauptversammlung der Vereinten Nationen.

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Edle Ziele in einer sich stetig ändernden Welt

In diesem Jahr haben sich bereits 43 Länder freiwillig verpflichtet, ihre nationalen freiwilligen Überprüfungen dem HLPF vorzustellen und so ihr Engagement für die Erreichung der SDGs im Rahmen der Agenda 2030 zu präsentieren und zu diskutieren.

Abgesehen von den für mich interessanten Berichten, schaffen es die Mitglieder auf diese Art, die Brücke zwischen „think globally & act locally“ zu bauen und die Teilnehmer von ihren Erfahrungen und Lösungsansätzen profitieren zu lassen.

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Ein Lichtblick für die Welt

Unzählige Organisationen, NGOS und Interessensvertretungen präsentierten im Rahmen von freiwilligen „Side Events“ ihre Aktivitäten und Initiativen zur praktischen Bewältigung der spezifischen Länderprobleme vor Ort, denn letztendlich kommt es nicht nur auf die übergeordneten SDGs an, sondern auch um das praktische Tun und das selbstverantwortliche Umsetzen vor Ort.

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Ankündigung des österreichischen Side Events bei dem die Aktionstage Nachhaltigkeit und die Europäische Nachhaltigkeitswoche vorgestellt wurden.

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Voller Saal während dem österreichischen Side Event.

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MENSCHEN.MACHEN.MORGEN

Der Slogan der österreichweiten Aktionstage Nachhaltigkeit war beim HLPF mein stetiger geistiger Begleiter; denn obgleich es bereits unendlich viele theoretische Abhandlungen und gute Vorsätze zur nachhaltigeren Gestaltung und Verbesserung der Welt gibt, so sind es doch immer die Menschen per se, die mit ihren Aktionen dazu beitragen, die Welt auch tatsächlich ein kleines Stückchen besser zu machen und Verantwortung für sein eigenes Tun zu übernehmen.

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… um niemanden zurück zu lassen Ich war das erste Mal in New York und diese Stadt besticht momentan durch seine Höhe, seine Schnelligkeit, seine Größe, seine Masse voll Glitzer, Glimmer und Schimmer und ad hoc fallen einem da der Times Square, der Broadway, die 5th Avenue, das Rockefeller Center, der Central Park und vieles mehr ein.

Doch geht man abseits der bekannten Hauptstraßen in Manhatten und gelangt in Richtung Harlem und Bronx, oder schaut auch nur einen kurzen Moment in den frühen Morgenstunden in die abgelegenen Straßenecken, sieht man auch hier in dieser modernen Metropole New Yorks, das Elend und Leid auf der Strasse und den Parkbänken liegen und schlafen.

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Bei meinem morgendlichen Latte Macciato im Starbucks vor dem UN Headquarter am letzten Tag vor der Abreise zurück nach Österreich lese ich eine Schlagzeile in der NY Times „33.000 schulpflichtige Kinder in New York obdachlos – Zahl steigend!“ und muss an den Vorsatz des HLPF denken, der die Konferenz und alle Aktivitäten der Agenda 2030 überdacht:  

“To leave no one behind!“

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In diesem Sinne, bedanke ich mich herzlich beim Lebensministerium für die Einladung zum HLPF und für all die lehrreichen Erfahrungen, die Horizonterweiterung und den interessanten Gedankenaustausch! Ich möchte ganz Österreich für die Aktionstage Nachhaltigkeit 2018 zu ihrer Teilnahme motivieren, denn eines ist gewiss …

WIR!
MACHEN. MORGEN

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Ein Beitrag von:
Mag. Marlene Hrabanek-Bunyai, Bakk.techn.,MA.
Geschäftsführerin Verein UNSER DORF
Aktionstage Nachhaltigkeit Botschafterin 2017

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DIE ZUKUNFT IST BESSER ALS IHR RUF – Filmvorführung mit anschließender Dialogveranstaltung

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Ein Wort hat die Medien in den vergangenen Jahren dominiert wie wohl kaum ein anderes: die Krise. Negative Meldungen über aktuelle und zukünftige Entwicklungen prägen die Nachrichten und erzeugen ein allgemeines Gefühl der Ohnmacht und Unsicherheit. „Die Zukunft ist besser als ihr Ruf“ – ein Film von Teresa Distelberger, Niko Mayr, Gabi Schweiger und Nicole Scherg – zeigt anhand von konkreten Menschen und Initiativen positive Lebensentwürfe, die Antworten auf viele Problemstellungen unserer Zeit bieten.
Am 29.5. wurde im Rahmen der Schultour 2017 der Film im Village Cinema in der Landstraßer Hauptstraße in Wien einigen Schulklassen vorgeführt. Im Anschluss diskutierten Konradin Schuchter vom Polyfilm Verleih und Gudrun Zecha vom Forum ViA mit den 13-14jährigen Schüler*innen über persönliche Anknüpfungspunkte und Ideen, sich selbst für ein gutes Leben für alle zu engagieren.

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Gudrun Zecha und Konradin Schuchter gestalteten die nach dem Film anschließende Dialogveranstaltung.

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Hoffnung, Mitbestimmung und Menschlichkeit

Der Dokumentarfilm, der seit Mitte Mai in den Kinos läuft, portraitiert sechs Menschen, die auf unterschiedliche Weise versuchen die Welt ein kleines Stück besser zu machen. Die wohl größte Stärke des Films ist es, Hoffnung und Zuversicht zu stiften, indem gezeigt wird, dass Lebensmodelle abseits des blinden Konsumrausches nicht nur möglich, sondern auch erfüllend und freudvoll sein können.
Rita hat den „BürgerInnen-Rat“ ins Leben gerufen, bei dem Menschen aus der Bevölkerung für eineinhalb Tage zusammenkommen, um gemeinsam zu einem bestimmten Thema zu diskutieren und schließlich eine eigens formulierte Erklärung zu präsentieren. Dies gibt Menschen die Möglichkeit, politische Entscheidungen aktiv mitzugestalten und Demokratie abseits vom Urnengang zu leben. Andrea hat die „Pannonische Tafel“ ins Leben gerufen, bei der einwandfreie Lebensmittel, die sonst im Müll gelandet werden, an Menschen weitergegeben werden, die durch widrige Umstände in die Armut geraten sind. Das Sozialprojekt „Wohnzimmer“ bietet zudem einen Raum ohne Konsumzwang, der zum Kennenlernen und gemeinsamen Essen, Trinken und Musizieren einlädt und auch Asylwerber*innen die Möglichkeit eröffnet, in einem vorurteilsfreien Umfeld anzukommen.

 

Zukunftsfähiges Essen, Wirtschaften, Bauen und Leben

Judith hat die Initiative „SpeiseLokal!“ mitgegründet, die mittels saisonaler und lokaler Ernährung sowie solidarischen Verteilungssystemen auf die Nicht-Nachhaltigkeit der konventionellen Lebensmittelproduktion antwortet. Walter versucht Studierenden an Universitäten einen reflektierten und kritischen Zugang zu Wirtschaft zu vermitteln, der über die neoliberal geprägte Lehrbuch-Ökonomie hinausgeht. Anna erforscht und realisiert „kompostierbare“ Bauprojekte, die aus lokalen Ressourcen wie Lehm errichtet werden und auch im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit nachhaltige Wege des Bauens und Wohnens aufzeigen. Andi ist ein Mut machendes Beispiel dafür, dass ein gutes Leben keineswegs teuer sein muss. Menschliche Beziehungen, naturverbundenes Reisen auf dem Fahrrad oder auch selbstgemachte Kleidung vermögen mehr Zufriedenheit und Selbstwirksamkeit zu stiften, als so manch erworbenes Konsumgut.

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MENSCHEN.MACHEN.MORGEN – Das Motto der Aktionstage Nachhaltigkeit 2017 trifft exakt die Aussage des Films.

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Die Organisator*innen

Konradin Schuchter, welcher auch im Anschluss an den Film die Diskussion moderierte, sieht die Stärke des Films vor allem in der Botschaft, dass jeder und jede eine bessere Zukunft mitgestalten kann. Es werden Leute „wie du und ich“ abgebildet, wodurch Menschen befähigt werden Veränderung zu leben. Gudrun Zecha stellte nach dem Film außerdem ihr Projekt Erdpapiere vor, bei dem versucht wird, den ökologischen Fußabdruck in den Preis von Waren einzurechnen, um deren wahre Kosten abzubilden und die regionale Wertschöpfung zu fördern. Sie findet es schön, wie gelungen der Film positive Alternativen eines nachhaltigeren Zusammenlebens und Wirtschaftens ins Bewusstsein rückt und damit Mut macht.

Im Sommersemester 2017 wird „Die Zukunft ist besser als ihr Ruf“ an ca. 10 Terminen einer Vielzahl von Schüler*innen die Freude am eigenen Tun nahelegen. Für Lehrpersonen gibt es außerdem Unterrichtsmaterialen zur Vor- und Nachbereitung, um ein möglichst tiefes Verständnis der angesprochenen Themen zu vermitteln. Natürlich ist der Film auch abseits der Schultour seit Mitte Mai in den Kinos zu sehen. Möge der Film noch viele Menschen – um es mit den Worten Gudrun Zecha’s zu sagen – „motivieren anzupacken und im Tun gescheiter zu werden!“

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Bei den Schülervorstellungen wird eine Vielzahl junger Hoffnungsträger für zukunftsfähige Lebensweisen sensibilisiert.

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Ein Bericht von Nachhaltigkeits-Reporter Hannes.

Fotocredit: © MA 22

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Kreative Pfingsten – gemeinsam inspirieren, ausprobieren & kreieren!

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Der Verein „Kreaktiv“ bot Interessierten am 3. und 4.Juni die Möglichkeit, beim Kreativen Pfingsten, verschiedenste Workshops zu besuchen und sich selber handwerklich zu betätigen. Die Veranstalter/innen und ihre zahlreichen Unterstützer/innen versuchten einen Rahmen zu schaffen, um dem stressigen Alltag zu entkommen und das eigene kreative Potential zu entdecken. Der Hagerhof in Laakirchen diente hierfür als Veranstaltungsort.

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Dank des schönen Wetters am Samstag wurden die Workshops im Freien abgehalten.

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Die verschiedenen Workshops fanden ganztägig statt, mit Ausnahme einer Mittagspause und wurden von den Künstler/innen und den Veranstalter/innen selbst betreut. Das schöne Wetter am Samstag wurde genutzt um die Workshops im Freien abzuhalten. Teil des umfangreichen Workshop Angebots waren unter anderem:

In der offenen Atmosphäre konnte jederzeit zwischen den Workshops gewechselt und ein neues Kunstwerk kreiert werden. Die Förderung von kreativem Umgang mit Materialien spielt auch in der Nachhaltigkeitsdebatte eine wesentliche Rolle und schafft Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen.

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Auch viele Student/innen waren mit dabei.

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Die Veranstalter/innen versuchten bewusst keine bestimmte Zielgruppe anzusprechen, da Kreativität keine Grenze bezüglich Alter oder Berufsstand kennt. Jede/r war willkommen, weswegen sowohl Kinder, Schüler/innen als auch Student/innen und Erwachsene zu den zahlreichen Besucher/innen gehörten.

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Pura Vida bot vegane Speisen an.

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Nicht nur soziale Nachhaltigkeit und das SDG „hochwertige Bildung“ standen im Fokus, es wurde auch großer Wert auf ökologische Nachhaltigkeit gelegt. Maßnahmen wie Mülltrennung, Upcycling (aus alten Putzfetzen wurden beispielsweise Blumenuntertöpfe gebastelt), Erwärmung von Wasser mit einem holzbefeuerten Ofen, Einsatz von gebrauchten Gegenständen zur Dekoration und ein bewusster Einsatz der Arbeitsmaterialien wurden angestrebt. Das vegane Wohnzimmer Pura Vida bot Speisen, serviert auf Geschirr aus nachwachsenden Rohstoffen an.

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Waldstreben wird auf der Cajon begleitet.

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Für die abendliche musikalische Untermalung sorgten am Samstag die Trommelgruppe OOTA und der Singer-Songwriter Waldstreben mit Unterstützung von einem Mitglied der Trommelgruppe. Am Sonntag zeigte Charlie Haidecker, was man alles aus einer Gitarre rausholen kann. Er bewegte mit seinem riesigen Repertoire von Liedern die meisten Besucher/innen zum Mittanzen. Zu späterer Stunde spielte die junge Band Eisl Walters.

Für das Festival wurde ein Unkostenbeitrag verlangt, wobei sämtliche selbst gestalteten Gegenstände von den Teilnehmer/innen ohne Aufpreis mit nach Hause genommen werden konnten. Dabei handelte es sich um kleine Postkarten, gebatikte T-Shirts aber auch um aufwendige Kunstwerke aus Filz, Ton oder Stein. Dank des ehrenamtlichen Einsatzes der Veranstalter/innen und ihrer Unterstützer/innen war die Veranstaltung für jede/n erschwinglich.

Kreative Pfingsten überzeugte mit einem sehr offenen und wertschätzenden Klima. Für den Wandel in eine nachhaltige Gesellschaft, ist ein respektvoller Umgang mit Mitmenschen und der Umwelt essentiell. Die Veranstaltung bot daher den idealen Rahmen, um sowohl das Umweltbewusstsein zu schärfen, als auch die Kommunikation der Teilnehmer/innen und das kreative Denken zu fördern.

Fotocredit: © Land OÖ/Oö. Zukunftsakademie

Ein Bericht von Aktionstage NH-Reporter David Dorfner.

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