AKTIONSTAGE HIGHLIGHT (Gewinneraktion) - 2. Chance für Bio-Obst & -Gemüse


 

Hochwertige Lebensmittel für bedürftige Menschen

Der Wunsch, etwas gegen Lebensmittelverschwendung zu unternehmen in Kombination mit dem Bestreben, bedürftigen Wienerinnen und Wienern Zugang zu Bio-Lebensmitteln zu geben, führten den ADAMAH BioHof und das Hilfswerk-Nachbarschaftszentrum 22 im Jahr 2017 zum gemeinsamen Projekt „Zweite Chance für Bio-Obst und -Gemüse“.

© Wiener Hilfswerk / Veronika Steinberger
© Wiener Hilfswerk / Veronika Steinberger

 

Hintergrund ist, dass der ADAMAH BioHof täglich große Mengen an Obst und Gemüse auszusortieren hat. Das liegt unter anderem daran, dass auch bei Bio-Obst und –Gemüse die Optik der Produkte für die Konsumenten eine immer größere Rolle spielt. Dem sozial engagierten ADAMAH BioHof-Gründerehepaar Sigrid und Gerhard Zoubek war eine sinnvolle Verwendung der aus verschiedenen Gründen aussortierten Produkte ein besonderes Anliegen.

 

© Wiener Hilfswerk
© Wiener Hilfswerk

 

Gemeinsam mit dem Hilfswerk-Nachbarschaftszentrum 22, das in der Stadtrandsiedlung Rennbahnweg neben vielen anderen Aktivitäten auch soziale Orientierungsberatung anbietet, wurde das ökologisch und sozial nachhaltige Projekt ins Leben gerufen.

Dieses trägt im wahrsten Sinne des Wortes Früchte: Besucher/innen des NZ 22, insbesondere Familien und Pensionisten/innen mit geringem Einkommen haben die Möglichkeit, sich zum Pauschalpreis von einem Euro
Bio-Obst und -Gemüse abzuholen.
Im Vorjahr wurden bei 26 Terminen insgesamt 1.750 kg Bio-Obst und -Gemüse verteilt.

 

 

 

Interkultureller Austausch an Rezepten und Tipps

Die Ausgabetermine im Hilfswerk-Nachbarschaftszentrum sind ein beliebter sozialer Treffpunkt unterschiedlicher Menschen aus der Nachbarschaft. In einem demokratischen Prozess entscheiden die Anwesenden über die Aufteilung der zur Verfügung stehenden Bio-Waren und kümmern sich gewissenhaft um alle Tätigkeiten bis hin zur Reinigung der geleerten Kisten. Mittlerweile findet auch ein spannender interkultureller Austausch an Rezepten und Tipps statt, denn die teilnehmenden Frauen und Männer stammen aus Österreich, Deutschland, Ägypten, Serbien, Ukraine, Rumänien und Tschetschenien.

 

© Wiener Hilfswerk
© Wiener Hilfswerk
© Wiener Hilfswerk
© Wiener Hilfswerk

 

 

Aktion: 2. Chance für Bio-Obst & -Gemüse

 

The lazy persons guide to saving the world

Sustainable Development Goals – globale Ziele für eine Nachhaltige Entwicklung
Eine ganz schon große Sache! Regierungen, internationale Organisationen und Führungsriegen müssen zusammenarbeiten, um diese zu verfolgen.

Aber ICH, als Einzelperson? Zu groß für mich denken Sie?

Nein! Veränderung fängt bei uns selbst an!

Jeder Mensch auf der Erde - selbst der gleichgültigste und faulste Mensch unter uns - ist Teil der Lösung! Glücklicherweise gibt es einige sehr einfache Dinge, die wir in unsere Routinen übernehmen können, die - wenn wir alle es tun - einen großen Unterschied machen werden.

Hier sind jede Menge ganz einfacher Wege, um die Welt Stück für Stück zu verbessern.

Und vergessen Sie nicht: Menschen.Machen.Morgen!

LEVEL 1: Dinge, die Sie von Ihrer COUCH tun können


• Sparen Sie Strom, indem Sie Geräte an eine Mehrfachsteckdose anschließen
und bei Nichtgebrauch vollständig ausschalten, einschließlich Ihres
Computers.

• Beenden Sie Kontoauszüge in Papierform und bezahlen Sie Ihre
Rechnungen online oder über das Handy.

• Teilen, nicht nur "liken". Wenn Sie einen interessanten Social-Media-Beitrag
über die Rechte der Frau oder den Klimawandel sehen, teilen Sie ihn, damit
die Personen in Ihrem Netzwerk dies auch sehen können.

LEVEL 2: Dinge, die Sie von ZU HAUSE aus tun können


• Lufttrocknen: Lassen Sie Ihre Haare und Ihre Kleidung auf natürliche Weise
trocknen, anstatt eine Maschine zu betreiben.
Wenn Sie Ihre Kleidung waschen, stellen Sie sicher, dass die Ladung voll ist.

• Essen Sie weniger Fleisch, Geflügel und Fisch. Für die Bereitstellung von
Fleisch werden mehr Ressourcen benötigt als für die Herstellung
pflanzlicher Nahrung.

• Kaufen Sie minimal verpackte Ware.


LEVEL 3: Dinge, die Sie AUSSERHALB IHRES HAUSES tun können


• Fahrrad fahren, zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren

• Kaufen Sie "lustige" Früchte - viel Obst und Gemüse wird weggeworfen,
weil die Größe, Form oder Farbe nicht „richtig“ ist. Beim Kauf dieser absolut
guten, "lustigen" Früchte, auf dem Bauernmarkt oder anderswo, werden
Lebensmittel verwendet, die ansonsten weggeworfen werden könnten.

• Verwenden Sie wiederbefüllbare Wasserflaschen. Sie reduzieren
damit Ihren Abfall und sparen auch Geld.

LEVEL 4: Dinge, die Sie BEI DER ARBEIT tun können

• Erheben Sie Ihre Stimme gegen jegliche Art von Diskriminierung in Ihrem
Büro. Alle sind gleich, unabhängig von Geschlecht, Rasse, sexueller
Orientierung, sozialem Hintergrund und körperlichen Fähigkeiten.

• Überprüfen Sie Ihre alltägliche Entscheidungen und ändern Sie
sie gegebenenfalls. Können Sie an Ihrem Arbeitsplatz recyceln?

• Äußern Sie Ihre Meinung: Bitten Sie Ihr Unternehmen und Ihre Regierung,
sich an Initiativen zu beteiligen, die weder den Menschen noch dem
Planeten schaden. Sprechen Sie Ihre Unterstützung für das
Pariser Abkommen aus!

Weitere Tipps aus dem "The lazy persons guide to saving the world" finden Sie hier: https://www.un.org/sustainabledevelopment/takeaction/

Wien wird WOW

Schonwieder ein Neubau, der das Flair der benachbarten historischen Gebäude ankratzt. Schonwieder ein Großprojekt, welches viel zu teuer ist und viel zu lange dauert. Schonwieder ein Bauvorhaben, bei dem alle, nur nicht die Bevölkerung und die zukünftigen Bewohner mitreden können! Die Stadtplanung hat harte Zeiten hinter sich und kämpft mit ihrem Image. Oft kam sie erst ins Gespräch, als Konflikte bereits offen ausgetragen wurden und über zu wenig Grünflächen oder Parkplätze oder vielleicht auch zu hohe oder zu niedrige Bauten gestritten wurde. Doch damit soll jetzt Schluss sein!

Interaktive Stadtplanung

Mit der Ausstellung „Wien wird WOW“ – die auch als „größter mobiler Workshop der Stadt“ bezeichnet wird – soll Stadtplanung aus dem Rathaus hinausgetragen und dorthin gebracht werden, wo Stadtentwicklung passiert. Die Wiener Magistratsabteilung für Stadtplanung hat sich zum Ziel gesetzt, Mitbestimmung zu fördern und Bürger*innen aktiv einzubinden. Bis zum Jahr 2020 soll „Wien wird WOW“ also nun durch die Stadt touren und gemäß dem Motto „Denk mit. Plan mit. Mach mit.“ Wiener und Wienerinnen für integrative Stadtplanung begeistern. Es soll informiert, aber auch inspiriert und aktiviert werden, um Stadtplanung in seiner Komplexität begreifbar zu machen, während spielerisch Einbringungsmöglichkeiten aufgezeigt werden.

Nordbahnhalle ist WOW

Von 18. April bis 2. Juni feierte „Wien wird WOW“ in der Nordbahnhalle seine Eröffnung. Das Nordbahnviertel im zweiten Bezirk ist dabei selbst ein Hotspot für Stadtentwicklung und die Nordbahnhalle ein geeigneter Experimentierort für zukunftsfähige Stadtplanung. Umringt von grüner Wildnis, brachen Flächen und Vorboten des gewaltigen Stadterneuerungsprozesses, der sich hier in den nächsten Jahren vollziehen wird, bildet das alte Ziegelgebäude einen kreativen Gestaltungsraum für bunte Ausstellungen und Veranstaltungen. Beim Eintreten werden die Besucher*innen von einem fachkundigen Vermittlungsteam begrüßt und auf Wunsch durch die Ausstellung begleitet. Man bekommt das Gefühlt, dass „Stadt“ hier anders gedacht wird. 

Es gibt viel zu entdecken

Die Ausstellung selbst gleicht einem hölzernen Baugerüst, das als ästhetische Skulptur in die Höhe ragt und Lust macht entdeckt und erlebt zu werden. Während die Außenseite eher allgemeine Aspekte der Stadtplanung behandelt, lädt der begehbare Innenbereich ein, konkrete Bauvorhaben Wiens besser kennenzulernen. Wer gerne spielt kommt hier auf seine Kosten. Sei es beim tatsächlichen Gestalten mit Bauklötzen, dem Aufbau einer ganzen Nachbarschaft am Computerdisplay oder der Planung einer Straße, die verschiedenen Zielgruppen gerecht werden soll. Außerdem erfährt man nach einem kurzen Quiz, welche Stadt auf der Welt perfekt für einen ist, wird über geläufige Mythen zur Stadtplanung aufgeklärt und lernt welche kreativen Lösungen andere Städte für ihre Probleme gefunden haben.

Trotz der nur 26 m² Grundfläche hat Langeweile hier nichts zu suchen. Wer also gerne mal in die Rolle der Stadtplanerin oder des Stadtplaners schlüpfen und mehr über die ambitionierten Stadtentwicklungsprojekte Wiens erfahren möchte, kann sich auf diese interaktive Wanderausstellung freuen.

Bericht von NH-Reporter Hannes

Fotos: © MA22

 

 

Tag der offenen Tür im nachhaltigen Reisebüro Cooltours

Bereits am Eingang des Betriebs, der sich in der im Norden von Graz befindet, nahm mich der Firmengründer und Chef Herr Dr. Hochegger in Empfang und schon zu Beginn der Tour konnte ich erkennen, dass der Begriff "Nachhaltigkeit" nicht ein reines Schlagwort ist, sondern auf allen betrieblichen Ebenen voll und ganz gelebt wird. Dies bemerkt man schon am Eingang. Dort befindet sich ein großer Parkplatz für Fahrräder, der auch notwendig ist, da viele Mitarbeiter auf das Auto verzichten und damit schon beim Weg in die Arbeit dazu beitragen die Umwelt zu entlasten. Als wir dann in den Hauptbereich mit Büros und den Geschäftsräumlichkeiten kamen schweifte mein Blick aus dem Fenster und da bemerkte ich erst in welchem Gartenparadies ich mich befand.

Gartenparadies mit nachhaltiger Bewirtschaftung

Selbstverständlich war unser nächster Weg, auch bedingt durch das gute Wetter, hinaus in den Garten. Dort angekommen wurden mir alle, und das waren viele, Beete, Kompostieranlagen und die einzelnen Anbauflächen für rein biologisches Gemüse und Obst gezeigt. Es wird dabei auf saisonale, sowie regionale Produkte äußersten Wert gelegt, die von der betriebseigenen Köchin zum täglichen Mittagessen für alle Mitarbeiter verarbeitet wird. Doch nicht allein das die Zutaten kommen aus eigener Produktion. Im weiteren Verlauf der Führung wurden mir die Regenwasseraufbereitung, die uA das Wasser für die Toiletten bereitstellt, sowie die zahlreichen Photovoltaikanlagen, deren Überschuss in das Stromnetz eingespeist wird, näher erklärt.

nachhaltiges wirtschaften

Doch nicht nur beim leiblichen Wohl wird auf Nachhaltigkeit wertgelegt. Ein eigenes CSR-Team überwacht die Maßnahmen, die im laufenden Geschäftsbetrieb die soziale Verantwortung des Unternehmens sicherstellen soll. Diese sind zum Beispiel das betriebsinterne Sportangebot mit Gruppenfitness, oder Personal Trainer zur Steigerung der Mitarbeitergesundheit, oder die flache Hierarchie im Unternehmen. Auch das Angebot im Kerngeschäft der Sprachreisen hat sich verändert. Deswegen hat man sich auch entschieden zusätzliche nachhaltige Aktivitäten bei den angebotenen Reisen anzubieten. Diese sind zum Beispiel eine Stadtführung in nicht mit dem Bus, sondern mit dem E-Bike anzubieten, oder die Unterkunft in nachhaltigen Hotels anzubieten. Diese Anstrengungen wurden 2013 auch mit einer externen CSR Zertifizierung bestätigt. Zum Abschluss der Tour wurde ich dann noch zu einem gemeinsamen Mittagessen eingeladen und konnte mich persönlich davon überzeugen, dass biologisch, regional angebaute Lebensmittel nicht nur ökologisch wertvoll sind, sondern auch gut schmecken.

Bericht von NH-Reporter Daniel
Fotos: © Land Steiermark  

Mini-Interview mit IUFE-Obmann Ernst Gödl

 

 

Menschen.Machen.Morgen

Ernst Gödl ist Obmann des Instituts für Umwelt Friede und Entwicklung (IUFE).

 

 

 

 

 

>> Nachhaltigkeit bedeutet für mich...?

Nachhaltigkeit hat für mich große Bedeutung. Unter nachhaltiger Entwicklung verstehe ich, eine Balance zwischen ökologischen, ökonomischen und sozialen Interessen bei der Entwicklung einer Gesellschaft. Dabei spielt die Generationengerechtigkeit eine zentrale Rolle. Die Sustainable Development Goals bieten dafür eine gute Orientierung in Österreich und der Welt. Das ist mein persönlicher Ansporn, auch als Obmann des Instituts für Umwelt, Friede und Entwicklung.

>> Was macht die Aktionstage für Sie persönlich zu etwas besonderem?

Ich verfolge die Aktionstage bereits seit der erstmaligen Durchführung im Jahr 2013. Sich mit Themen wie etwa Klimaschutz in der Steiermark, Naturschutz in Vorarlberg oder regionalen Lebensmittel in Oberösterreich zu beschäftigen ist wichtig. Als Initiative für Menschen, die nachhaltig handeln, globale Fragen stellen und die Zukunft aktiv gestalten möchten, bieten die Aktionstage eine öffentlichkeitswirksame Plattform, um auf die vielfältigen Aktivitäten aufmerksam zu machen. Es ist schön zu sehen, wieviel engagierte Projekte es österreichweit gibt.

>> Was motiviert Sie, bei den Aktionstagen Nachhaltigkeit als Partnerin aktiv zu sein?

Das IUFE ist seit einigen Jahren Partner der Aktionstage. Als Institut arbeiten wir mit einem umwelt- und entwicklungspolitischen Fokus intensiv entlang der SDGs. Das verbindet uns mit vielen Akteuren. Die Vernetzung über Disziplinen und Gesellschaftsbereiche hinweg und die verstärkte Sichtbarmachung der Aktionen sind Motivation, dass das IUFE als Partner mit an Bord ist. Auch heuer gestalten wir mit unserer Fachtagung „Zukunftsrezept SDGs – Perspektiven für Entwicklungszusammenarbeit und Wirtschaft“ am 24. Mai in Wien das Programm mit. Ich freue mich auf spannende Aktionstage 2018!

 

Das IUFE (Institut für Umwelt, Friede und Entwicklung) ist ein österreichischer Verein mit Sitz in Wien, der sich als Think Tank im Sinne der nachhaltigen Entwicklung entlang der Sustainable Development Goals versteht. Zu den elementaren Aufgaben gehören die Wissensvermittlung und Bildungsarbeit in den Bereichen des Umweltschutzes, der Friedenssicherung und der Entwicklungszusammenarbeit.

http://www.iufe.at/

HLPF and SDGs – what’s that?

Kreative Pfingsten – gemeinsam inspirieren, ausprobieren & kreieren!

Vortrag zur neoliberalen Transformation des Agrarsektors Neuseelands

Youth4Future – Together Active for the Global Goals