„Welcome to Sodom“ – Kinovorführung

Am 27.05 wurde durch das Amt der Burgenländischen Landesregierung eine interessante  Filmvorführung im Oberpullendorfer Kino organisiert, bei welcher der preisgekrönte österreichische Dokumentarfilm „Welcome to Sodom“ präsentiert wurde. Ziel war es einen Einblick hinter die Kulissen Europas größter Müllhalde für Elektronikschrott, welche mitten in Afrika liegt, zu geben. 

Beginn der Veranstaltung war um 19:00 Uhr, welche durch Frau Landesrätin Maga. Astrid Eisenkopf mit einleitenden Worten zu den Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit eröffnet wurde.

 

© Stefan Reheis

© Stefan Reheis

 

Danach begann die Vorführung des österreichischen Dokumentarfilms „Welcome to  Sodom“, welcher Einblicke aus dem Alltag der Bewohner der Müllhalde „Sodom“ wiederspiegelt. Dabei steht einzig und alleine das Leben der Bewohner im Vordergrund, auf den Aspekt des illegalen Schrotthandels, über welchen unsere alten Smartphones, Tablets, Computer und Co. nach Afrika gelangen um dort auseinandergebaut zu werden um an deren Metalle zu gelangen, wird nicht eingegangen. Sodom ist ein Ort an dem Viele versuchen durch Geschäfte mit Elektroschrott ihr täglich Brot zu verdienen. Dies betrifft jedoch nicht nur die Erwachsenen, auch Kinder beginnen hier schon früh mit der Arbeit, wie beispielsweiße dem Sammeln von Metallen oder dem Verkauf von Wasser. Für manche der Bewohner gilt Sodom als Zufluchtsort um politischer Verfolgung zu entkommen, für andere als Verweilort bis sie genug Geld erspart haben um nach Europa oder Amerika auswandern zu können, für die Meisten stellt es jedoch ihr ungewolltes Zuhause dar, da sie hier genug Geld verdienen um sich Nahrung und Wasser leisten zu können.

Im Anschluss an die äußerst spannende Filmvorführung gab es noch viele interessante Diskussionen zwischen den Zusehern.

 

Bericht von NH-Reporter Stefan

Gemeinwohl-Projektentwicklung in der Projektschmiede

Am 23. Mai fand im Vorarlberg Museum in Bregenz wieder eine Projektschmiede statt. Zwei spannende Projekte wurden von 14 Personen aus unterschiedlichen Bereichen weiterentwickelt. 

 

 Was ist die Projektschmiede?

© Kerstin Lubetz

© Kerstin Lubetz

Die Projektschmiede ist ein offenes Nachmittagsformat, bei dem ko-kreativ gemeinsam an konkreten Projekten „geschmiedet“ wird. Sie findet alle zwei Wochen abwechselnd in Bregenz, Dornbirn, Feldkirch und Bludenz statt. Voraussetzung für die Projekte ist, dass diese einen Gemeinwohlcharakter haben. Sie können aus den verschiedensten Bereichen (Soziales, Kultur, Umwelt, Bildung, Freizeit, …) stammen. Begleitet wird der Nachmittag von zwei Personen, die für einen klar strukturierten und professionellen Rahmen sorgen. Neben den Menschen, die ein Projekt einbringen (Projektgeber*innen), kommen in die Projektschmiede freiwillige „Projektbegleiter*innen“. Ihre Aufgabe ist es, die Projekte durch ihre Inputs, Ideen, Fragen und Visionen aber auch Bedenken weiterzubringen und zu bereichern. Durch die verschiedenen Blickwinkel und die Menge der Informationen wird die Qualität der Ergebnisse erhöht.

Die Projektschmiede beginnt mit einem gemeinsamen Kennenlernen der Teilnehmenden und des Schmiedeformats. Nach den Projektvorstellungen wird in drei Runden in zwei unterschiedlichen Gruppen geschmiedet. Am Ende der Schmiede erzählen die Projektgeber*innen, wie es ihnen in den drei Runden ergangen ist, und welche konkreten nächsten Schritte sie nun vorhaben. Alle weiteren Teilnehmenden können genauso über ihre Erfahrungen an diesem Nachmittag berichten.

 

Projekt: Vorarlberg auf dem Weg zu einem inklusiven Gemeinwesen

Stefan Lins kam mit dem Projekt „Vorarlberg auf dem Weg zu einem inklusiven Gemeinwesen“ in die Schmiede, ein längerer Prozess, in den unterschiedliche Abteilungen des Landes Vorarlberg mit eingebunden sind. Ziel ist es, das gesellschaftliche Verständnis von Behinderung weiterzuentwickeln, sodass alle die Möglichkeit einer Teilhabe an der Gesellschaft haben und unterschiedliche individuelle Bedürfnisse berücksichtigt werden. Sein Anliegen: Wie erzielen wir eine Bodenhaftung mit dem Ganzen? Wie kommt das Thema bei dem/der Otto-Normal-Bürger*in an und wie können wir ihre Perspektive miteinbauen, sodass die Ziele, die wir formulieren, nicht zu abgehoben wirken? Hinaus geht er mit der Frage, ob es überhaupt sinnvoll ist, mit dem Begriff „Inklusion“ zu arbeiten. Denn vielleicht wäre es besser, von „Chancengleichheit“ zu sprechen. Außerdem bekam er viele wertvolle Tipps, wie er Synergien nutzen kann, die im Umfeld von Chancengleichheit bereits vorhanden sind.

 

Projekt: Soziales Handwerken

Dominik Hagen, gelernter Elektriker, ist es ein Anliegen, handwerkliche Tätigkeiten für sozial schwächer Gestellte leistbarer zu machen. Mit diesem Projekt ging er in die Projektschmiede hinein, um einmal allgemeines Feedback einzuholen. Seine Idee fand großen Anklang – er wurde gar als Robin Hood unter den Handwerker*innen bezeichnet. Die Projektbegleiter*innen stellten ihm viele wertvolle Fragen, die ihm bei der Erstellung einer Art Businessplan helfen werden. Eine der wichtigsten, welche Rolle Dominik selber im Projekt übernimmt, wurde geklärt. Beispiele aus anderen Bereichen, wie etwa Repaircafes oder Tauschkreise, wurden genannt. Aber auch Möglichkeiten, wo er um Unterstützung ansuchen könnte, beispielsweise bei Innungen oder der WKO. Ideen, wie er die Zielgruppe erreichen könnte, zum Beispiel die Datenstrukturen von Kulturpass oder Heizkostenzuschuss zu nutzen, kamen ebenso auf.

© Kerstin Lubetz

© Kerstin Lubetz

 

Ein weiterer erfolgreicher Schmiedenachmittag neigte sich dem Ende zu. Die Projektgeber Stefan und Dominik freuten sich über die vielen Ideen und das wertvolle Feedback zu ihren Projekten. Beide verließen die Projektschmiede mit vielen Fragen, aber auch Beispielen, Ideen und konkreten nächsten Schritten. Alle anderen freuten sich, das Format der Projektschmiede (wieder einmal) erlebt zu haben und sind gespannt, wie es mit den Projekten weitergeht.

 

Bericht von Katharina Toth, NH-Reporterin Vorarlberg

Lebensgespräch mit Paul Pirker

Freitag, 6. 6. 2019, 19:00 Uhr.
Komment (Gesellschaft für Kommunikation / Entwicklung / dialogische Bildung) in Kooperation mit d. Bildungswerk. Reihe Lebensgespräche.

Gast: Paul Pirker
Moderation: Jean-Marie Krier.

© Theresia Friedl

 

Geschickt führt Jean-Marie Krier das Publikum durch die verschiedenen Stationen des Lebens von Paul Pirker.

Ein politischer Geist, der mit 72 Jahren viel zu erzählen weiß.

Geboren in Wolfsberg / Kärnten besucht der Sohn eines ehemaligen Priesters das Gymnasium und anschließend die Lehrerbildungsanstalt in Villach. Durch das soziale Engagement und das religiös geprägte Umfeld der Familie, merkt er früh, dass er zu jenen gehört, die „auf die Butterseite des Lebens“ gefallen sind.

 

Jugend und Studium

Ein Stipendium ermöglicht P. Pirker ein Jahr in Dänemark. Dieser Aufenthalt wird zum persönlichkeitsprägendsten Abschnitt seines Lebens. Politisch von zu Hause konservativ sozialisiert, ist er mit 20 Jahren militant antiklerikal eingestellt, tritt aus der Kirche aus und schätzt die offene Gesellschaft des Nordens hoch. Als umso schrecklicher empfindet er die darauf folgenden Erfahrungen beim Bundesheer. „Korporäle und Leutnants, die es darauf anlegten brüllend und schreiend jeden zu brechen…“

Pirker inskribiert Politikwissenschaften und engagiert sich sehr erfolgreich in der Jungen Generation der SPÖ. Seine Diplomarbeit möchte er in der damaligen Sowjetunion schreiben. Da ihm hierfür unerwartet das Stipendium verwehrt bleibt, kommt es zu keinem Abschluss. Zeit damit zu hadern bleibt nicht.

 

Familie und Beruf

Er gründet eine Familie und unterrichtet u. a. Deutsch und Geschichte in der Pflichtschule. Angesprochen auf die Unterrichtssituation in seiner ehemaligen Salzburger Schule, die immer mehr zu einer sogenannten „Brennpunktschule“ geworden ist, kritisiert er offen unser Bildungssystem, an dem sich nichts ändern wird, solange es für LehrerInnen und deren Verwaltung ein Zweiklassensystem (AHS und Pflichtschule) gibt.

 

© Theresia Friedl

© Theresia Friedl

 

Salzburg – León – Nachhaltigkeit?

Aus einer Solidaritätsbewegung mit den Revolutionären Mittel- und Südamerikas wird 1978 das Lateinamerika-Komitee gegründet und Anfang der 1980er-Jahre eine Städtepartnerschaft mit Salzburg und León in Nicaragua initiiert. Seit 35 Jahren wird in den Bau von Schulen und Kindergärten, in die Ausbildung junger Menschen und den Tourismus investiert. Paul Pirker ist Vorstand des Vereins Städtepartnerschaft Salzburg – León und war Vorsitzender des entwicklungspolitischen Beirats der Salzburger Landesregierung. Auf 27 engagierte Nicaragua-Reisen kann er heute mit vorwiegend positiven Gefühlen zurückblicken. Wie nachhaltig diese Initiative weiterhin ist, hängt sowohl von der politischen Situation in Nicaragua als auch maßgeblich von der hiesigen Politik und dem Willen zur Förderung ab.

 

Demenzprophylaxe und Blick in die Zukunft

Neben Dänisch und Spanisch will sich das Sprachentalent Pirker weiterhin – er sagt: „zur Demenzprophylaxe“ - mit Russisch und Griechisch befassen.

Für sein Leben nach der Städtepartnerschaft möchte er einen Ort in Salzburg schaffen, den es derzeit nicht gibt. Einen Ort für einen anspruchsvollen politischen Diskurs. Ein Ausblick, der beim Publikum zustimmendes, klar wahrnehmbares Aufatmen auslöst und in einen von Hoffnung und Dank inspirierten Applaus mündet.

 

Bericht von NH-Reporterin Theresia

Waldspaziergang mit Josef Brawisch

© Theresia Friedl

© Theresia Friedl

 

Waldspaziergang mit Josef Brawisch – Mönchsberg, 5.6.2019, 16:00-19:00
Organisation: Berta Stich, Bildungswerk Gneis

Unter einem Magnolienbaum vor dem altehrwürdigen Seniorenwohnaus im Nonntal erwartet uns bei perfektem Frühlingswetter Herr Josef Brawisch. Der Forstwirtschaftsmeister ist für die Bewirtschaftung von 165 ha Waldfläche in der Stadt Salzburg zuständig. Zu seinen Hauptaufgaben zählen die Organisation der Waldpflege und die Gewährleistung der Verkehrssicherheit. Seinen beruflichen Aktionsradius hat er im Laufe der Jahre immer wieder erweitert. Heute führt er uns als Waldpädagoge für Erwachsene in die Artenvielfalt des Mönchsbergs ein, erzählt von seiner Arbeit und hält kulturgeschichtliche Kurzreferate.

Der Weg, das Ziel…

Am Weg über die Brunnhausgasse – entlang des Almkanals - lernen wir die ersten Bäume kennen und erfahren, dass der Mönchsberg aus einem Gletscherrest in einem Hohlraum hinter dem Festungsberg entstand. Dieser besteht aus Kalk und Dolomit. Der Mönchsberg hingegen aus Konglomerat (= brüchiger, nicht gefestigter Kalkstein, durch Lehm und Ton miteinander verbundenes Gestein). Der Umstand, dass diese zwei Gesteinsschichten aufeinander treffen, macht es möglich, dass der Almkanal zwischen 1137 und 1143 bis in die Stadt ausgebaut werden kann. 

© Theresia Friedl

© Theresia Friedl

Nach vielen Detailinformationen zum Salzburger Almkanal, beispielsweise der Besichtigungsmöglichkeit im Herbst während der Almabkehr, besteigen wir den Mönchsberg und begegnen zwar keinen Mönchen, dafür aber jungen Ulmen, die sich nach dem großen Ulmensterben aufgrund des Ulmensplintkäfers in den 1970er-Jahren nun wieder ausbreiten. Man erkennt sie besonders gut an der doppelseitigen Blattbehaarung, sowie an dem asymmetrischen Blattstielansatz. 

 

Kultur, Natur und Geschichten…

Wir passieren das „Bürgermeisterloch“. Diese Verbindung zwischen dem Nonntal und der Altstadt verdanken wir dem Stadtverschönerungsverein von 1863 unter Bürgermeister Heinrich Ritter von Mertens. Beim „Roten Turm“ angekommen erfahren wir, wie sich die Besitzverhältnisse über die Jahrhunderte immer wieder verändern. Bis ins 19. Jahrhundert gehört er - zusammen mit einer kleinen Meierei - dem Kloster St. Peter. Nach wechselnden Eigentümern ist das Anwesen für weitere fast 150 Jahre in Besitz der Familie Frey, bis es schließlich 2009 der Industrielle Matthias Kaindl kauft und renoviert. Ähnlich ausführliche Informationen bekommen wir im Laufe des Spaziergangs zum „Kupelwieser-Schlössl“ mit dem Falkenturm, der „Grasmayr-Villa“, dem „Sigmundstor“ und dem Wassermuseum „Wasser.Spiegel“. 

 

© Theresia Friedl

© Theresia Friedl

Begleitet vom Duft des blühenden Holunders werden Berg- Feld- und Spitzahorn, Wachholder, Linde, Walnuss und eine 110-Jährige Blutbuche bestimmt, bevor Herr Brawisch erklärt, dass der Ausdruck „Das ist ein Hainbuchener“ auf das harte Holz der Hainbuche schließen lässt. Am Weg zur Richterhöhe werfen wir einen Blick auf den Südhang und sind überrascht, dass hier erfolgreich Wein angebaut wird.

Wir begegnen streng geschützten Eiben, Birken, Eichen, Wildem Liguster, Weißdorn,  Vogelkirschbäumen, der Mehlbeere sowie Kanadischen Tulpenbäumen, Japanlärchen und Robinien aus dem Gebiet der Donau-Auen und aus Ex-Jugoslawien. Zu beinahe jeder Baumart hören wir Anekdoten, die uns helfen die vielen Informationen miteinander zu verknüpfen.

 

Schöne Aussichten

Die Aussichtsplattformen werden mit großem Bedacht angelegt und je nach Bedarf verlegt. Der Schutz von Altbaumbeständen, natürliche Verjüngung sowie die genaue Beobachtung und Entfernung von kranken Bäumen haben Priorität. Zurzeit greift ein - durch einen Pilz  („Falsches Weißes Stengelbecherchen“) verursachtes - Eschentriebsterben um sich.

Stets ist darauf zu achten, welche Grundstücke am Berg in Privatbesitz sind und daher nicht bewirtschaftet werden dürfen. Gerade Schneisen will man zum Erhalt des Landschaftsbildes unbedingt vermeiden.

„Müsset im Naturbetrachten, immer eins wie alles achten…“ (Goethe)

Am Weg zurück erfreuen wir uns - bei der im Jahr 2011 eingeweihten buddhistischen Stupa - noch einmal an dem wunderbaren Ausblick. Unser (Forst-) Meister vermisst eine Lindenallee, die einem Sturm weichen musste und darf sich großer Anteilnahme seiner heutigen Gefolgschaft sicher sein.

 

© Theresia Friedl

© Theresia Friedl

 

Bericht von NH-Reporterin Theresia

 

 

 

 

 

Ein Fest der Lebensfreude – das erste USE WHAT YOU HAVE-Festival

Von 31. Mai bis 02. Juni fand das erste USE WHAT YOU HAVE - Festival in der Remise und der Fabrik Klarenbrunn in Bludenz statt. Ganz nach dem Motto „Nutzen, was schon da ist“ konnten rund 3000 Besucherinnen und Besucher hautnah erleben, welche kreativen Lösungsansätze für die Herausforderungen unserer Zeit bereits vorhanden sind.

© Magdalena Türtscher

© Magdalena Türtscher

© Magdalena Türtscher

© Magdalena Türtscher

 

 

 

 

 

 

 

 

„So stelle ich mir eigentlich die Welt vor, oder besser gesagt - das Paradies!“ – schwärmt Isolde Adamek, die Initiatorin des ersten USE WHAT YOU HAVE-Festivals, nach der dreitägigen Veranstaltung. Gemeinsam mit Brigitta Soraperra und Magdalena Türtscher rief sie ein Festival ins Leben, dessen Schwerpunkt der bewusste und zukunftsfähige Umgang mit Ressourcen war. Schon bei der Bewerbung wurde darauf Rücksicht genommen, indem nur gebrauchtes Papier und bereits verwendete Sujets für alle Drucksorten und Transparente verwendet wurden.

Der Auftakt der Veranstaltung am Freitagabend am Remise-Vorplatz – ein Food Waste Cooking mit GEA-Gründer Heini Staudinger – war ein großer Erfolg. In Kooperation mit dem „KochKollektiv“ aus Liechtenstein und dem Verein „Tischlein deck dich“ wurden Lebensmittel, die eigentlich für die Mülltonne bestimmt gewesen wären, von vielen Helferinnen und Helfern zu einem köstlichen Menü verarbeitet. Danach fand es der erste musikalische Höhepunkt – ein Konzert von Cari Cari – im Remise Saal statt.

© Magdalena Türtscher

© Magdalena Türtscher

© Magdalena Türtscher

© Magdalena Türtscher

 

Am Samstag und Sonntag fand das Festival in der Fabrik Klarenbrunn statt und bot bei traumhaftem Wetter ein vielfältiges Kulturprogramm. Besucht werden konnten beispielsweise Workshops zum plastikfreien Badezimmer oder ein Repair-Café, aber auch Theatervorführungen. Auf besonders großes Interesse stießen die Ausstellungen „un-tragbar - Kleidungskonsum und Wegwerfmode“ und „Trash-Kunst - Altstoffverwertung einmal anders".  Durch Kreativworkshops wie Zirbenkissen-Nähkurse, Werken mit Karton & Fädeln und einem großartigen Papiertheater kamen auch die kleinen Festivalgäste nicht zu kurz. Ein weiteres Highlight war mit Sicherheit der Re-Use Markt, bei dem sich Besucherinnen und Besucher selbst einbringen konnten. Generell wurde während des gesamten Festivals zum Mitmachen und selbst gestalten aufgerufen. Von Flickstationen über Abfall-, Ideen- und Kleidertauschbörsen sowie Jeans-Recycling bis hin zu selbst gemachten Seifenblasen – das alles konnte auf diesem lebendigen Marktplatz erlebt werden. „Es war fröhlich und sehr ästhetisch. Wir produzierten kaum Abfall und alles hat so harmoniert, es war fast kitschig!“ – erzählt Isolde begeistert. Musikalisch begleitet wurde der Markt von Nele, Duo Lia, vom Duo „Das Kollektiv“ und vom Trio „Unter der Laterne“. Weitere Konzerte gaben „Philipp Lingg und Martin Grabher“ sowie „Mister Two Voice“.

 

© Magdalena Türtscher

© Magdalena Türtscher

© Magdalena Türtscher

© Magdalena Türtscher

 

Am Sonntagmorgen konnte man beim BRING WHAT YOU HAVE Frühstück mit selbstmitgebrachten Getränken und Speisen inspirierenden Impulsvorträgen über Ressourcenschonung lauschen. Die Caritas bewirtschaftete gemeinsam mit Aqua Mühle und Integra eine Food Meile. Dort wurden im selbst erbauten Café aus Retromöbeln viele Köstlichkeiten auf altem Geschirr serviert.

 „Das gesamte Publikum wirkte sehr interessiert und auch die Medien berichteten viel über unser Festival. Außerdem finde ich es super, dass nicht nur Grauhaarige, sondern so viele junge Menschen und Familien erschienen sind. Wir wollten etwas für die Jungen machen und das ist voll aufgegangen!“ freut sich Isolde. Mit Frauenvernunft, Herzlichkeit und vielen Unterstützerinnen und Unterstützern organisierte das Drei-Generationen-Team also ein Fest der Lebensfreude. Somit zeigten sie, was entstehen kann, wenn Bürger und Bürgerinnen selbst etwas in die Hand nehmen und dadurch eine Bewegung von unten entsteht. Denn von einem ist Isolde fest überzeugt: „Wenn sich jemand freut, dann gibt er Freude weiter und das vermehrt sich – wie Spirale der Begeisterung!“

Link zum Festival: https://www.uwyh.at/

 

Bericht von Katharina Toth, NH-Reporterin Vorarlberg

 

AKTIONSTAGE HIGHLIGHT (Gewinneraktion) - 2. Chance für Bio-Obst & -Gemüse


 

Hochwertige Lebensmittel für bedürftige Menschen

Der Wunsch, etwas gegen Lebensmittelverschwendung zu unternehmen in Kombination mit dem Bestreben, bedürftigen Wienerinnen und Wienern Zugang zu Bio-Lebensmitteln zu geben, führten den ADAMAH BioHof und das Hilfswerk-Nachbarschaftszentrum 22 im Jahr 2017 zum gemeinsamen Projekt „Zweite Chance für Bio-Obst und -Gemüse“.

© Wiener Hilfswerk / Veronika Steinberger

© Wiener Hilfswerk / Veronika Steinberger

 

Hintergrund ist, dass der ADAMAH BioHof täglich große Mengen an Obst und Gemüse auszusortieren hat. Das liegt unter anderem daran, dass auch bei Bio-Obst und –Gemüse die Optik der Produkte für die Konsumenten eine immer größere Rolle spielt. Dem sozial engagierten ADAMAH BioHof-Gründerehepaar Sigrid und Gerhard Zoubek war eine sinnvolle Verwendung der aus verschiedenen Gründen aussortierten Produkte ein besonderes Anliegen.

 

© Wiener Hilfswerk

© Wiener Hilfswerk

 

Gemeinsam mit dem Hilfswerk-Nachbarschaftszentrum 22, das in der Stadtrandsiedlung Rennbahnweg neben vielen anderen Aktivitäten auch soziale Orientierungsberatung anbietet, wurde das ökologisch und sozial nachhaltige Projekt ins Leben gerufen.

Dieses trägt im wahrsten Sinne des Wortes Früchte: Besucher/innen des NZ 22, insbesondere Familien und Pensionisten/innen mit geringem Einkommen haben die Möglichkeit, sich zum Pauschalpreis von einem Euro
Bio-Obst und -Gemüse abzuholen.
Im Vorjahr wurden bei 26 Terminen insgesamt 1.750 kg Bio-Obst und -Gemüse verteilt.

 

 

 

Interkultureller Austausch an Rezepten und Tipps

Die Ausgabetermine im Hilfswerk-Nachbarschaftszentrum sind ein beliebter sozialer Treffpunkt unterschiedlicher Menschen aus der Nachbarschaft. In einem demokratischen Prozess entscheiden die Anwesenden über die Aufteilung der zur Verfügung stehenden Bio-Waren und kümmern sich gewissenhaft um alle Tätigkeiten bis hin zur Reinigung der geleerten Kisten. Mittlerweile findet auch ein spannender interkultureller Austausch an Rezepten und Tipps statt, denn die teilnehmenden Frauen und Männer stammen aus Österreich, Deutschland, Ägypten, Serbien, Ukraine, Rumänien und Tschetschenien.

 

© Wiener Hilfswerk

© Wiener Hilfswerk

© Wiener Hilfswerk

© Wiener Hilfswerk

 

 

Aktion: 2. Chance für Bio-Obst & -Gemüse

 

AKTIONSTAGE HIGHLIGHT - Denk:Schmiede am Fluss - Raum für Vernetzung, Beratung und Dialog

Menschen bzw. Organisationen beginnen wieder verstärkt, sich Gedanken über Ressourcen zu machen – aus der freien Wahl oder auch aus der Not. Das Bedürfnis Ressourcen zu bündeln, Synergien zu schaffen bzw. zu nutzen und neue Kooperationen einzugehen, um die ländliche Region nachhaltig zu gestalten, steigt wieder, ebenso das Bedürfnis nach Gemeinschaft, ohne die eigene Individualität aufgeben zu müssen.

Im Ortsteil Alt-Scharnstein findet eine umfassende Revitalisierung des historischen Zentrums am Almfluss durch einen Architekten statt. Die Denk:Schmiede am Fluss hilft als regionaler Vernetzungs-, Beratungs- und Dialogsraum im Almtal mit, das denkmalgeschützte Herrenhaus Geyerhammer wiederzubeleben und neu zu gestalten.

Nachdem kooperatives Arbeiten ein Wert ist, der für den Verein Denk:Schmiede am Fluss wichtig ist, hat der Vorstand Vertreter_innen der Gemeinde, Politik, Agenda21, der Wirtschaft und Bürgerinnen bzw. Bürger aus der Region eingeladen, den Aufbau mitzugestalten. Das Wunderbare daran war es, dass sich viele Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen für die Design-Thinking Workshops angemeldet haben.

© Denk:Schmiede am Fluss

© Denk:Schmiede am Fluss


Die Gestaltungsfrage, mit der wir uns in den Workshops genauer auseinandersetzten, lautete: „Wie kann die Denk:Schmiede ein für die Region zugänglicher Ort werden und sich langfristig und unabhängig als Lebensraum für Vernetzung, Innovation, Beratung und (Bürgerinnen & Bürger)Engagement etablieren?“

 

  1. Workshop: Verständnis & Empathie (April 2019)
    © Denk:Schmiede am Fluss

    © Denk:Schmiede am Fluss

Nachdem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Denk:Schmiede am Fluss einen unterschiedlichen Wissensstand hatten, wurde ein gemeinsames Verständnis für die Herausforderung geschaffen und vorhandenes Wissen in der Gruppe strukturiert. Daraus entwickelte sich auch ein Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Gruppenmitglieder. In der zweiten Phase dieses Workshops ging es darum Empathie für die Zielgruppe zu entwickeln. Genauer gesagt: zu ergründen, um was es wirklich geht. Während dieses Workshops definierten die Bürgerinnen und Bürger externe bzw. interne Faktoren, die das Bestehen der Denk:Schmiede am Fluss beeinflussen, potentiellen Nutzer_innen, Herausforderungen und Chancen. 

 
© Denk:Schmiede am Fluss

© Denk:Schmiede am Fluss

Die angewandten Methoden waren sehr unterschiedlich und tricksten auch immer wieder den Verstand aus, z.B. verzwickte Fragen-Spiel: In einer Kleingruppe wirft eine Person eine Frage ein, die anderen dürfen nur mit einer Frage darauf antworten. So vertiefen sich die Gedanken bzw. Fragen. Am Ende hat sich die Ausgangsfrage zur einer Frage nach der Übung transformiert, die mehr Neutralität bzw. Leichtigkeit beinhaltet. Durch diese Gegenfragen änderten und/oder vertieften sich die eigene Perspektiven, denn jede Gegenfrage forderte dich auf, zu überdenken, oder machte dich einfach sprachlos, da die Frage zuerst einmal sickern „musste“.

 

  1. Workshop: Empathie, Fokus & Ideen (Mai 2019)

    © Denk:Schmiede am Fluss

    © Denk:Schmiede am Fluss


    Zwischen ersten und zweiten Workshop lagen drei Wochen. In dieser Zeit hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Aufgabe, mit 2 bis 3 Personen des eigenen Umfelds über die Denk:Schmiede zu reden. Diese Aufgabe stellte sich als eine Herausforderung da, weil sich herauskristallisierte, dass es den einzelnen Personen selber noch nicht so klar ist, was die Denk:Schmiede ist. Genauer gesagt: Innerlich weiß ich es. Doch ich kann es noch nicht so in Worten fassen, dass es einer externen Person klar ist, wofür die Denk:Schmiede am Fluss steht. Das war ein spannender Moment im Prozess.

Der zweite Workshop begann mit einem Spaziergang in der Natur, um sich Assoziationen und Wahrnehmungen aus der Umgebung der Denk:Schmiede für diese zu holen. Die Natur lebt uns Vieles vor, woraus wir uns Ideen für das Eigene holen können.

Der nächste wichtige Teil dieses Workshops war die Erstellung der Personas. Hier kreierten wir in fünf Kleingruppen fiktive potentielle Nutzerinnen und Nutzer. Die vorgegebenen Punkte waren:

Diese Methode hat bei den teilnehmenden Menschen vieles bewegt, da plötzlich zukünftige Nutzerinnen und Nutzer real bzw. greifbar wurden. Zudem hatten wir dabei großen Spass. 

Aus dieser neuen Energie heraus setzten wir uns noch einmal mit der Gestaltungsfrage auseinander: Wie kann die Denk:Schmiede ein für die Region zugänglicher Ort werden und sich langfristig und unabhängig als Lebensraum für Vernetzung, Innovation, Beratung und (Bürgerinnen & Bürger)Engagement etablieren? Aus der eigenen Perspektive und aus der der Personas konkretisierten sich schon erwähnte Ideen bzw. kamen neue dazu.

 

 

  1. Workshop: Prototyp & Test (Juni 2019)
© Verein Denk:Schmiede am Fluss

© Verein Denk:Schmiede am Fluss

Mit Wehmut und Freude trafen wir uns Ende Juni zum dritten und vorerst letzten Workshop. Dieses Mal ging es darum, aus all dem Reichtum an Informationen, Perspektiven und Ideen Prototypen der Denk:Schmiede zu schaffen.

Dazu standen die unterschiedlichsten Materialien zur Verfügung – auch z.B Lego zum Bauen. Wunderbar war, zu erleben, wie offen und doch konkret die Gruppen im Schaffen waren. Aus all den Ideen und Punkten, die in den einzelnen Workshops gesammelt wurden, kristallisierten sich nun konkrete Prototypen heraus, die nun in den nächsten Monaten getestet werden.

Der Verein Denk:Schmiede am Fluss steht nun vor der Herausforderung diese tolle Ideen und die engagierten Menschen über den Sommer in den Herbst mitzunehmen. Doch die aktiv Ausführenden haben nun das Gefühl, dass es sehr gute Ansätze bzw. einen wertvollen Leitfaden gibt – und Menschen, die einem mit Rat und Tat dabei unterstützen.

© Verein Denk:Schmiede am Fluss

© Verein Denk:Schmiede am Fluss

 

 

Danke an alle Beteiligten für Euer Engagement!

                

 

Von Eva-Maria Großmayer-Gurney
Aktion: DesignThinking-Workshop "Denk:Schmiede am Fluss"

 

AKTIONSTAGE HIGHLIGHT - USE WHAT YOU HAVE-Festival

 

Begeisterung statt Zeigefinger auf dem ersten USE WHAT YOU HAVE-Festival

© Magdalena Türtscher

© Magdalena Türtscher

 

Das USE WHAT YOU HAVE-Festival lockte rund 3.000 Besucherinnen und Besucher in die Fabrik Klarenbrunn und die Remise Bludenz.

Verwende, was du hast – darum ging es beim ersten USE WHAT YOU HAVE-Festival, das letztes Wochenende von Freitag, 31. Mai, bis Sonntag, 2. Juni, zum ersten Mal in Bludenz stattfand. Schauplätze waren die Remise Bludenz und die Fabrik Klarenbrunn, deren Potential viele der insgesamt 3.000 Festivalbesucherinnen und -besucher wohl zum ersten Mal zur Gänze entdecken konnten. Das ganze Wochenende hindurch präsentierten zahlreiche Kulturschaffende kreative Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit und zeigten, wie man mit kleinen Dingen Großes bewirken kann – und das mit Freude und Begeisterung anstatt mit erhobenen Zeigefinger.

 

© Magdalena Türtscher

© Magdalena Türtscher

Den Auftakt machte Freitagabend das Food Waste Cooking am Remise-Vorplatz mit GEA- Gründer Heini Staudinger als Gastredner, bevor anschließend Cari Cari im Remise Saal den Sommer musikalisch einläuteten. Abwechslungsreich ging es auch Samstag und Sonntag in der Fabrik Klarenbrunn weiter. Besucherinnen und Besucher durften sich über ein buntes Kulturprogramm mit Re-Use-Markt, Film- und Theatervorführungen, Konzerten, Kinderprogramm, Workshops und Impulsvorträgen freuen. Mitmachen und selbst gestalten wurde während des gesamten UWYH großgeschrieben: So konnten sich Festivalgäste beispielsweise bei der Kleiderzirkus Tauschbörse, der Abfallbörse oder bei der Flickstation „Nadelfin“ aktiv einbringen. Auch das BRING WHAT YOU HAVE-Frühstück am Sonntagmorgen fand großen Anklang. Bei einem selbstmitgebrachten Frühstück konnte man inspirierenden Minivorträgen über Ressourcenschonung zuhören.

© Magdalena Türtscher

© Magdalena Türtscher

Für die kleinen Festivalgäste gab es Vieles zu erleben: Neben den Kreativworkshops von Bianca Lugmayr (Zirbenkissen-Nähkurs), Claudia Köberle (Werken mit Karton & Fädeln) und Clownin Elke Maria Riedmann (Seifenblasen selbst gemacht), sorgte Theatermacherin Saskia Vallazza mit einem besonderen Papiertheater für große Begeisterung.

Musikalische Höhepunkte des Festival-Wochenendes waren ohne Zweifel der fulminante Auftritt von Cari Cari in der Remise sowie das open air-Konzert von Philipp Lingg & Martin Grabher am Samstagabend auf dem Fabrikgelände. Auch hier wurde verwendet, was da war: Die Laderampe im Innenhof wurde als Bühne umfunktioniert, alte Fässer dienten als Stehtische und gebrauchte Holzlatten fanden ein zweites Leben als Bartresen. Für gute Stimmung auf dem Re-Use Markt sorgten untertags das Duo „Das Kollektiv“, das Trio „Unter der Laterne“, Nele und das Duo Lia.

 

 

© Magdalena Türtscher

© Magdalena Türtscher

Die drei Festivalinitiatorinnen Isolde Adamek, Brigitta Soraperra und Magdalena Türtscher, zum UWYH: „Wir hätten nie geglaubt, dass unser Festival, das ja zum ersten Mal stattfindet und für uns alle ein großes Experiment und Wagnis war, auf so viel

Interesse und Begeisterung und vor allem auch Dankbarkeit beim Publikum stößt. Dafür sind wir im Gegenzug selber sehr dankbar. Und am meisten der Sonne und den zahlreichen Helferinnen und Helfern, die uns unterstützt haben. Ohne sie wäre das alles nicht möglich gewesen.“

Das dreitägige Festival wurde in Kooperation mit der KOJE, der carla – Caritas Vorarlberg, dem Kulturbüro der Stadt Bludenz, der Villa K. und zahlreichen weiteren Partnern heuer erstmals auf die Beine gestellt. Die drei Initiatorinnen wollten mit dem UWYH zum Nachdenken und vor allem auch zum Handeln anregen. Das Festival stand dabei ganz im Zeichen von gelebtem Umwelt- und Konsumbewusstsein und dem Wunsch, gemeinsam die Basis für eine enkelfreundliche Gesellschaft zu schaffen. „Ein nachhaltiger Umgang mit vorhanden Ressourcen und gelebtes Umweltbewusstsein gehören zu den großen Herausforderungen der nächsten Dekaden – umso erfreulicher, dass mit dem Bludenzer UWYH-Festival neue, zukunftsweisende Impulse entstanden sind“, so Kulturstadtrat Christoph Thoma.

 

© Magdalena Türtscher

© Magdalena Türtscher

 

PUBLIKUMSREAKTIONEN:

„Ihr habt am letzten Wochenende ein großartiges Festival organisiert. Es gab viele berührende Momente und die Gewissheit, dass in Bludenz was geht - vielen Dank an Euch Organisatoren und die vielen Helfer.... Besucher

.... Fröhlichkeit, Leichtigkeit, Unbeschwertheit, Begeisterung ... Besucherin, 29

... kein erhobener Zeigefinger, es wurden Alternativen gezeigt ... Besucher, 35

.... tolle Produkte und Aktivitäten ... Workshopleiterin, 29

... besonders interessiertes Publikum , sehr interessante Gespräche und Begegnungen ... Ausstellerin , 45

Obwohl ich beinahe immer am Stand war und wenig vom Geschehen mitbekommen habe, spürte ich die Begeisterung der Besucher. ..."Man spricht davon".

(Bludenz ist nicht Berlin - aber Berlin wäre auch stolz auf UWYH aus Bludenz.)

... Hut ab, was ihr da auf die Beine gestellt habt!!!! ... Impulsgeberin

 

Von Jasmine Türk

Aktion: Use what you have – Festival

 

AKTIONSTAGE HIGHLIGHT - drastic plastic* „Build a PET man“

 

© Jugendbotschafter

© JugendbotschafterInnen

 

Am Freitag den 14.06 fand endlich unsere Veranstaltung „PET- Parade“ statt! Es kamen neben zahlreichen Passanten circa 400 angemeldete Schüler und Schülerinnen, sowie die Lehrpersonen mit ihren selbstgebauten PET-Men, sowie tollen Plakaten mit der klaren Botschaft: „Plastik vermeiden!“ und Plastikmüllsäcken.

 

© JugendbotschafterInnen

© JugendbotschafterInnen

Unser Programm startete mit dem Befüllen der Weltkarte mit gesammelten Plastikmüll, den die TeilnehmerInnen von ihren Schulen mitgebracht hatten. Der Abfall wurde farblich sortiert und auf die Kontinente verteilt, sodass am Schluss ein tolles Kunstbild entstand. Nach der offiziellen Eröffnung und der Premierung des „coolsten PET-Man“, ging es mit einem Quiz und angemeldeten Wortmeldungen bzw. Vorträgen. Am Schluss liefen wir noch als PET-Parade gemeinsam zum Bahnhof, wo die Veranstaltung mit der Heimreise offiziell beendet war!!

Neben unserem Infostand zu zahlreichen Projekten, an denen sich JEDER beteiligen kann/könnte, kam unser Anti-Plastik-Tisch auch sehr gut an. Gegenstände als Alternative zu Plastik waren hier aufgestellt und beschrieben (Bambuszahnbürste, Metall-Trinkhalm, Bienenwachstücher, etc.).

 

 

Ein weiteres Highlight war unsere PET-Flaschenpost!

Alle BesucherInnen konnten vorgefertigte Briefe mit Forderungen an die Politik zur Unterstützung der Vermeidung von Plastik (Umstellung von Plastikflaschenautomaten an Schulen auf regionale Pfand-Glasflaschen) und der Einführung eines Pfandsystems unterzeichnen und an bestimmte PolitikerInnen der Landesregierung adressieren. Im Anschluss an die Veranstaltung, wurden die Flaschenpost-Flaschen persönlich von den JugendbotschafterInnen in der Landesregierung zur Weiterleitung an einen Landtagsabgeordneten abgegeben. Wir freuen uns schon auf deren Rückmeldungen!

© Jugendbotschafter

© JugendbotschafterInnen

 

Für uns war dieser Tag ein voller Erfolg!
Wir haben über 400 Menschen das Thema „Plastik“ näher gebracht und auf die Problematik hingewiesen! Auch die Sustainable Development Goals wurden zum Thema und wir waren doch erstaunt, dass der eine oder andere sie auch kannte! Außerdem kam die Aktion bei den LehrerInnen & SchülerInnen jeden Alters gut an und wir bekamen sehr viele Anfragen, und auch Rückmeldungen, ob wir, die JugendbotschafterInnen, nicht nochmals so ein Event veranstalten könnten! Das tollste Klassenfoto gewann einen interaktiven „Plastikfreie-Workshop“ für die ganze Klasse.

© Jugendbotschafter

© JugendbotschafterInnen

© Jugendbotschafter

© JugendbotschafterInnen

 

Wir hoffen, dass viele Kinder und Jugendliche- aber auch Erwachsene mehr und mehr umdenken und bewusster einkaufen und dabei ihren Plastikkonsum drastisch reduzieren!

 

Jennifer Kidd (Jugendbotschafterin)

Aktion:  drastic plastic* „Build a PET man“  

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