Umwelttag Ahrental

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Volksfeststimmung herrschte auf dem Areal des Recycling Zentrums Ahrental: Groß und Klein bestaunten den Fuhrpark der Innsbrucker Abfallentsorgung oder beteiligten sich aktiv beim Müllionenrad.

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Ein ungewohntes Bild auf dem Gelände der mechanischen Abfallsortieranlage, in der die Restabfälle der Bezirke Innsbruck-Land und Schwaz sowie der Stadt Innsbruck weiterbehandelt werden. Vor fünf Jahren ging das ökologische und ökonomische Vorzeigeprojekt von IKB-Innsbrucker Kommunalbetriebe und ATM-Abfallwirtschaft Tirol Mitte in Betrieb. Mittlerweile wurden dort rund 350.000 Tonnen Restabfall behandelt.
 
Vom hochmodernen Standard des Recycling Zentrums Ahrental konnten sich die BesucherInnen beim Umwelttag am 4. Juni 2016 überzeugen. Im neuen Besucherzentrum ging es gemeinsam auf die „Reise des Abfalls“. Spielerisch wird dort der Weg des Abfalls veranschaulicht und Wissenswertes über Abfallvermeidung und -verwertung vermittelt. Selbstverständlich war der heurige Umwelttag ein „Green Event“.

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#daswarendieAktionstageNachhaltigkeit2016 #Tirol
 
Fotocredit: Recyclingzentrum Ahrental
 
Was passierte noch in unserem Aktionszeitraum von 25.05-10.06.2016 in ganz Österreich: https://www.nachhaltigesoesterreich.at/archiv-2016/

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Bedingungsloses Grundeinkommen: ökosozial oder fatal?

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Das Ökosoziale Studierendenforum veranstaltete am 1.6.2016 die Podiumsdiskussion „Bedingungsloses Grundeinkommen: Ökosozial oder fatal?“. 770 BesucherInnen verfolgten die Diskussion im Audimax der Wiener Wirtschaftsuniversität und weitere von zu Hause via Livestream.
 
Ein Anlass für die Diskussion war die bevorstehende Schweizer Volksabstimmung am 5.6.2016. Hier wurde weltweit zum ersten Mal über ein bedingungsloses Grundeinkommen abgestimmt. Das bedeutet, dass jedem Bürger bedingungslos eine Mindestabsicherung von 1000 € im Monat für ein menschenwürdiges Leben zustehen soll.
 
"Ist das eine gescheite Idee?", fragte die Moderatorin Michaela Hickersberger die Gäste am Podium. Der Kabarettist Roland Düringer antwortete: "Ist Weltfrieden eine gescheite Idee? Ist der Ende des Welthungers eine gescheite Idee? Eine gescheite Idee ja, aber eine Idee ist halt eine Idee."

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Auch die anderen Podiumsgäste, Monika Köppl-Turyna, Helmo Pape, Michael Soder und Clemens Wallner beantworteten diese Frage. Die Meinungen gingen dabei auseinander: Von einer brillanten Idee bis hin zu einem utopischen Modell.
 
So hieß es, dass das bedingungslose Grundeinkommen ca. 1% des BIP dem Staat zusätzlich kosten würde, wenn diejenigen, die heute weniger als das Grundeinkommen verdienen, 1000€ erhalten würden. Dies wäre finanzierbar. Würden jedoch mehrere Menschen dann das bedingungslose Grundeinkommen in Anspruch nehmen und statt zu arbeiten zu Hause bleiben? Der Punkt ist, dass man eine Erwerbsarbeit, die man nicht erledigen will, ablehnen könnte. Die Löhne müssten somit höher werden, denn zum ersten Mal gäbe es tatsächlich einen Arbeitsmarkt, da nicht nur der Arbeitgeber, sondern auch der Arbeitnehmer nein sagen kann.
 
Die Frage, ob die Menschen trotzdem arbeiten würden, hängt auch von unserem Menschenbild ab. Verhält sich der Mensch wie der Homo Oeconomicus, der nur von finanziellen Anreizen geleitet ist und auf seine eigene Nutzenmaximierung bedacht ist? Ist er faul, scheut die Arbeit und lässt sich nur durch Be- und Entlohnung motivieren?
 
Monika Köppl-Turyna erzählt, dass es kleine Gemeinden in Asien gibt, die sich sehr gut organisieren und für öffentliche Güter für alle Mitglieder sorgen. Dies gilt aber meist nicht für große Gesellschaften, denn diese agieren eher entsprechend dem Homo Oeconomicus.
 
Das freiwillige Engagement der ÖsterreicherInnen widerspricht dem allerdings, denn fast jeder zweite ist ehrenamtlich aktiv. Es gibt viele Gründe warum sich Menschen engagieren – hauptsächlich, weil es ihnen Spaß macht und sie anderen helfen, ihre Fähigkeiten einbringen, Erfahrungen teilen und etwas zum Gemeinwohl beitragen wollen. Menschen, die sich nicht ehrenamtlich engagieren, geben oft an, ihnen fehle es an der notwendigen Zeit. Demnach fehlt die Zeit und nicht die Arbeit. Durch das bedingungslose Grundeinkommen kann Zeit freigesetzt werden, z.B. zum Nachdenken, wie die Gesellschaft besser gestaltet werden kann. Es können neue Lösungsansätze entwickelt werden anstatt weiterhin im Hamsterrad zu laufen und im System gefangen zu sein.
 
Dennoch, wir leben in einer arbeitsteiligen Gesellschaft, die auf Nehmen und Geben beruht. Trittbrettfahrer wären bei dem bedingungslosen Grundeinkommen möglich.
Schließlich wurden auch Fragen an das Publikum gestellt:

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Die Hände gingen bei beiden Fragen in die Höhe. Hier ist natürlich anzumerken, dass das anwesende Publikum wohl kaum für die Gesamtbevölkerung repräsentativ ist.
Roland Düringer merkte auch an, dass wir schließlich alle bereits einmal das bedingungslose Grundeinkommen hatten. Wir kamen auf die Welt und erhielten ein bedingungsloses Grundeinkommen beruhend auf der bedingungslosen Liebe der Eltern. Dann kam eines Tages das Taschengeld. Wenn man brav war, bekam man es, wenn nicht, dann bekam man weniger. Es begannen also die Bedingungen...
 
 
Ein Bericht von NH-Reporterin Julia.

Fotocredits: MA22

 
PS: Die Schweiz hat gegen ein bedingungsloses Grundeinkommen gestimmt.

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fairgoods - Deine Messe für nachhaltigen Lebensstil

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Am 4. und 5. Juni war es soweit und es fand in der Grazer Seifenfabrik die Veggienale und fairgoods, die Messe für nachhaltigen Lebensstil statt. Dort wirden die “besten grünen Produkte”, Ideen und Trends und alles für einen gesunden, veganen nd nachhaltigen Lebensstil vorgestellt
 
Es wurde grüne Mode, ethische Finanzen, bio-vegane Ernährung, Gemeinwohl-Ökonomie, Upcycling, neue Mobilität, Fairer Handel und erneuerbare Energien präsentiert. Man konnte an eine Umfrage der Universität Graz teilnehmen, sich über die Zukunft des Essens informieren oder sich einen “green Job” angeln.

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Ein Highlight war die Diskussion zwischen Niko Rittenau, einem Koch und Ernährungscoach und Tina Wimsberger, die die Kampagne Graz-isst-Graz leitet. Thematisiert wurde vor allem wie wir uns zukünftig gesund und nachhaltig ernähren können. Einigkeit herrschte vor allem dabei, dass das grundsätzliche Bewusstsein dafür gestärkt werden soll und, dass Ernährung stark mit Bildung zusammenhängt.

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#daswarendieAktionstageNachhaltigkeit2016
 

Fotocredit: Land Steiermark

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Kaufen ohne Ende? - konsumkritischer Stadtspaziergang

[et_pb_section admin_label="section"][et_pb_row admin_label="row"][et_pb_column type="4_4"][et_pb_text admin_label="Text" background_layout="light" text_orientation="left" use_border_color="off" border_color="#ffffff" border_style="solid"]

Unsere täglichen Kaufentscheidungen haben ökologische und soziale Auswirkungen. Wie die Zusammenhänge genau aussehen und wie/wo es alternative Einkaufsmöglichkeiten gibt, wollen die konsumkritischen Stadtspaziergänge zeigen. In einer Kooperation der entwicklungspolitischen Organisationen Südwind Salzburg, Intersol (Verein zur Förderung internationaler Solidarität), Afro-Asiatisches Institut Salzburg und Referat Weltkirche der Erzdiözese Salzburg fanden bereits letztes Jahr 3 solche Aktionen statt, heuer war es der bislang 2. Durchgang.
 
Als erstes ging es um das Thema Ernährung und so führte unser Weg zu einem Supermarkt in der Kaigasse, wo unsere Referentinnen über scheinbare Vielfalt, Fülle und Freiheit für die KonsumentInnen auf der einen Seite sprachen, denen aber die Konzentration der Marktmacht in den Händen weniger Konzerne gegenübersteht. Natürlich ging es beim Thema Ernährung auch um den zu hohen und weltweit noch immer steigenden Fleischkonsum, denn mit der so verlorenen Energie könnten 3,5 Mrd. Menschen ernährt werden. Hier wurde uns auch die neu entwickelte App „Map your meal“ vorgestellt: Man gibt einfach die Zutaten ein und erhält einen Wert für die ökologische und soziale Fairness der eigenen Mahlzeit. Als Abschluss des 1. Themas besuchten wir die Food Coop „Salzkörndl“, ebenfalls in der Kaigasse. Dieser Verein, dessen Ziel es ist, den Supermarkt als Zwischenschritt zu übergehen und direkt bei den Produzenten zu bestellen, hat 50 Mitglieder. Jede/r zahlt einen Monatsbeitrag, der die Miete für den Lagerraum abdeckt und übernimmt einen der notwendigen Dienste wie Abholung, Ladendienst oder auch Öffentlichkeitsarbeit. In Salzburg gibt es 3 solche Kooperativen, österreichweit sind es ca. 50.

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Der Spaziergang führte uns weiter zum Mozartplatz und zum Wackersdorfdenkmal, das 1999 von der 1986 gegründeten Plage (Plattform gegen Atomgefahren) errichtet wurde. Hier ging es um das unsichtbare Konsumgut Strom. Weltweit stammt Energie noch immer zu 76% aus fossilen Rohstoffen, 50% sind es in Europa. Dafür liegt die Kernenergie in Europa mit 27% gegenüber weltweit 12% klar voran. Auch wenn Österreich seinen Energiebedarf zu 90% aus erneuerbaren Quellen deckt, heißt das nicht automatisch, dass wir atomstromfrei sind und ohne fossile Energieträger auskommen. Bedenklich ist vor allem, dass der Energiebedarf jährlich um 2% wächst. 1800 Kilowattstunden verbraucht ein durchschnittlicher Haushalt jährlich, ein Singlehaushalt 1000. Die größte Einsparungsmöglichkeit für den/die Einzeln/n ergibt sich beim bewussten Vermeiden des Standy-Modus.
 
Über den Mozartsteg auf die andere Salzachseite und die Imbergstraße entlang erreichten wir unsere 4. Station im „Das Kino“. Dort befindet sich derzeit die Ausstellung „Faserschmeichler“ von Südwind. Es geht um Baumwolle und somit den Stoff, aus dem ein Großteil unserer Kleidung gefertigt wird. Das Problem in diesem Bereich ist die schwere Nachvollziehbarkeit, weil so viele Länder in die Produktion eines einzelnen Kleidungsstückes involviert sind. Neben dem Kauf fair gehandelter Mode, die man bereits etwa in den Weltläden erwerben kann, sind Aktionen der Clean Clothes Kampagne sehr wichtig. Es geht darum, konventionelle Hersteller und Vermarkter durch öffentlichen Druck, dazu zu bringen, ihre ökologische und soziale Verantwortung wahrzunehmen.
 
Wer mehr darüber wissen will, welche Firmen sich in diesem Bereich bereits engagieren, kann sich im Internet beim Marken- und Labelcheck schlaumachen. Unsere Referentinnen gaben uns 6 Handlungsoptionen mit auf den Weg:

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Die Linzergasse aufwärts erreichten wir die letzte Station dieses sehr interessanten und informativen Nachmittags, einen Weltladen. Dort bekamen wir Einblick in Entstehung und aktuelle Projekte der EZA, die 1975 als erste Initiative für fairen Handel (damals noch alternativer Handel genannt) gegründet wurde. Ausgangsprodukt war Kaffee, da dieser nach Erdöl der wichtigste Rohstoff im Welthandel ist und damit sehr stark Spekulationen ausgesetzt. Man wollte die kleinbäuerliche Produktion fördern und brachte so 1976 den ersten fair gehandelten Kaffee von guatemaltekischen Kleinbauern auf den Markt.

Die entscheidenden Kriterien für fairen Handel sind ein garantierter Mindestpreis + Prämien, die Vorauszahlung von 60% an die Genossenschaften sowie die Langfristigkeit der Handelsbeziehungen. Neben diesen wirtschaftlichen Kriterien (die EZA ist ein Handelsunternehmen und keine entwicklungspolitische NGO) geht es aber ganz klar auch darum, die Menschen hinter den Produkten sichtbar zu machen und sie damit zu „ermächtigen“.

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Quintessenz des konsumkritischen Spaziergangs ist für mich: Jede/r einzelne kann etwas für eine gerechtere Welt tun, aber ohne Strukturveränderungen über politische Gestaltung wird es nicht gehen.
 
Ein Bericht von NH-Reporterin Aglavaine Lakner
 
 
Fotocredit für alle Bilder: Land Salzburg

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Storytelling-Abend zum Thema Nachbarschaft

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In der Stadtbücherei Dornbirn fand am 8. Juni ein Erzählabend der besonderen Art statt: Rund 20 TeilnehmerInnen lernten das Format des „Storytelling“ kennen und probierten es gleich aus.
 
Beim Storytelling & Creative Story Harvesting geht es darum - unterstützt durch bestimmte Fragen - mit verschiedenen „Ohren“ einer Geschichte zuzuhören und so durch den daran anschließenden Austausch in der Gruppe aus einer Geschichte zu lernen. Als Thema des Abends wurde „Nachbarschaft“ gewählt: Was steckt in unserer Nachbarschaft?
 
Für diesen Anlass waren Richard Steiner (Grafiker & Kommunikationsberater) & Florian Oberforcher (inszemo-Büro für Erlebnisgeschichten) zu Gast. Sie haben sich im Sommer 2014 als Nachbarn zusammengefunden und ergriffen die Initiative, ihre gemeinsame Nachbarschaft weiter zu erkunden und kennen zu lernen. Sie luden persönlich ihre Nachbarschaft zum Austausch ein, ob man nicht ein gemeinsames Nachbarschaftsfest machen wollte…

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Nach ihrer großartigen, facettenreichen und vor allem auch kurzweiligen Geschichte tauschten sich die TeilnehmerInnen zu den vom Storytelling vorgegebenen Fragen aus. Welche Fragen tauchten beim Zuhören auf? Wann ereigneten sich Durchbrüche in der Geschichte? Wie haben sich die Nachbarschaft wie auch die Initiatoren in der Geschichte verändert? Wo in der Geschichte liegt das Potential für eine nachhaltige Veränderung?

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Sofort ergab sich ein reger Austausch und vieles vom Gesagten wurde sofort auf das eigene „System“, eigene Themenbereiche übertragen werden. Die Einen brachten das Thema des eigenen Nachbarschaftsfestes ein, die anderen das System Schule oder auch Familientreffs. Die Aha’s und neuen Ansätze, wie man an Projekte herangehen kann bewegte die Gruppe sehr. Ebenfalls wurden wichtige Gelingensfaktoren sichtbar, die sonst nicht so üblich sind.
 
Der Initiator & Vorarlbergs Nachhaltigkeitskoordinator Bertram Meusburger war begeistert, was da in gemütlicher Runde an Erkenntnissen, Gefühlen, Sehnsüchten geweckt wurden, wie alles ineinander geflossen ist und wie die Gäste mitgenommen wurden. Sein Resumée: „Ich hoffe, dass das nicht das letzte Mal war. Und ich bin froh, dass wir in den Rahmen der Aktionstage Nachhaltigkeit so was Kostbares packen konnten.“

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Alle Fotos: (C) Büro für Zukunftsfragen
 
 
Bericht von NH-Reporterin Lydia

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Step by Step mit dem Plastik weg!

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Step by Step mit dem Plastik weg! Das dachten sich Verena und Marlis aus Steyr. Die beiden Freundinnen interessieren sich beide für das Thema Nachhaltigkeit und möchten sich aktiv für eine saubere Umwelt in ihrer Gemeinde einsetzen. Auf ihrem Blog SINNSTUBE STEYR berichten sie über ihre Versuche im Alltag ohne Plastik auszukommen, plastikfrei einzukaufen und somit ein bewussteres Leben zu führen und unsere Ressourcen zu schonen.
 
Gespannt, ob es auch in ihrer Gemeinde Steyr Gleichgesinnte gibt, die sich zu diesem Thema austauschen und informieren möchten sowie auf der Suche nach plastikfreien Alternativen sind, haben sie den ersten Stammtisch für ein plastikfreieres Leben organisiert.
 
Als ich am 2. Juni nach Steyr fahre betrete ich das City Kino, das bereits gefüllt mit Menschen ist, die sich alle für ein nachhaltigeres Leben ohne Plastik interessieren. Es gibt Kuchen, der, wie mir die Veranstalterin später erzählt, nur aus Lebensmittel gebacken ist, die nicht in Plastik verpackt waren. Ein plastikfreier Kuchen sozusagen. Es herrscht eine gemütliche Atmosphäre. Die Menschen erfreuen sich an den Süßspeisen, unterhalten sich und sind gespannt auf den Abend.

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Zu Beginn des Stammtischs wollen Verena und Marlis ein bisschen mehr über die Gäste wissen. Mittels eines kurzen Auflockerungsspiels erfahren wir, dass einige sich bereits sehr intensiv mit dem Thema Plastikvermeidung beschäftigt haben und andere sich kaum Gedanken gemacht haben, aber sich gerne informieren möchten.
 
Bei der Frage, ob es auch wichtig sei, dass die Politik eingreift oder ob nur wir, als Konsumenten und Konsumentinnen, die Verantwortung tragen, startet eine rege Diskussion. Mir wird bewusst, dass dieses Thema viele Emotionen hervorruft und sich manche machtlos fühlen und mehr Unterstützung von der Politik erwarten. Doch an diesem Abend wurde der Fokus auf den eigenen Lebensstil gelegt, diesen zu reflektieren und Verantwortung als Abnehmer und Abnehmerinnen zu übernehmen sowie Bewusstsein für das Thema zu generieren.
 
Aber warum wollen wir eigentlich Plastik vermeiden? Was ist so schlimm daran, Produkte in Plastikverpackungen oder Objekte aus Kunststoff zu produzieren bzw. zu kaufen?
 
Plastik ist vor allem für unsere Umwelt eine Gefahr. Der Werkstoff ist nicht biologisch abbaubar. Der Verwitterungsprozess dauert teilweise Jahrhunderte (z.B. PET – Flasche 450 Jahre, Plastiksackerl 100 Jahre) und es entstehen kleine Fragmente, sogenanntes Mikroplastik, das durch das Abwasser in die Umwelt und somit ins Ökosystem kommt. Mikroplastik befindet sich übrigens auch in zahlreichen Kosmetikprodukten, wie Peelings und Zahnpasta. Aber auch für unsere Gesundheit ist Plastik ein großes Risiko. Vor allem nehmen wir es durch Lebensmittel auf, die in Kunststoff verpackt sind. Laut einer Studie der Universität Bonn haben 90% der Menschen Plastik im Blut.

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In einem sogenannten World Café, eine Workshop-Methode, die es größeren Menschenmenge ermöglicht sich in Kleingruppen über ihre Sichtweisen und Ideen auszutauschen, wurden die Teilnehmenden aufgefordert, über ihren eigenen Plastikverbrauch zu diskutieren und neue Ideen und Tipps zur sinnvollen Vermeidung einzubringen.

Eine angeregte Diskussion entstand über alltäglichen Plastikmüll, der bei uns allen – insbesondere beim Einkauf von verpackten Lebensmitteln – anfällt. Der eine schlägt vor, sich im Supermarkt den Käse in die mitgebrachte Tupperware geben zu lassen, jemand anderes schwört auf Einmachgläser zum Einfrieren.

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Auch Verena und Marlis geben uns noch Tipps für den Alltag, wie wir ohne großen Aufwand viel Plastik einsparen können: Stoffsackerl zum Einkaufen mitnehmen, wiederverwendbare Trinkflasche, bei Hofläden einkaufen, die ihre Lebensmittel oft in Gläser abfüllen sowie Kosmetikartikel ohne Mikroplastik kaufen. Die Umweltorganisation Greenpeace hat diesbezüglich einen Ratgeber herausgebracht, in jenem alle Produkte mit Mikroplastik aufgelistet werden und die daher zu meiden sind. Auch aus dem Publikum kamen weitere interessante Vorschläge, wie zum Beispiel auf Flipchart-Marker zu verzichten und stattdessen Ölmalfarben zu verwenden.
Die Veranstaltung hat mir wieder bewusst gemacht, wie sehr Plastik unseren Alltag dominiert und dass ich mich als Konsumentin aktiv dagegen entscheiden kann.
 
Alle Fotos: © OÖ Zukunftsakademie/Land OÖ
 
 
Bericht von NH-Reporterin Lisa

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*Umwelt- und Klimaglücksrad*

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Erstmals beteiligen sich heuer auch die Mobilitätszentrale Burgenland und das RMB an den Aktionstagen Nachhaltigkeit. Bei einem Umwelt- und Klimaglücksrad am Domplatz vor dem Büro der Mobilitätszentrale hatten Passanten die Möglichkeit, nach richtiger Beantwortung von Fragen zur Nachhaltigkeit durch Drehen am Glücksrad attraktive Preise zu gewinnen. Zahlreiche SchülerInnen, aber auch Erwachsene nutzten die Gelegenheit, ihr Wissen unter Beweis zu stellen und erhielten Informationen zu den Aktionstagen.

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„Nachhaltigkeit ist die Brücke für eine bessere Zukunft, Engagement für die Umwelt ein Gebot der Stunde. Die Aktionstage sind eine gute Möglichkeit, das Thema insbesondere bei den Jugendlichen in den Mittelpunkt zu rücken“, erklärte Umweltlandesrätin Mag.a Astrid Eisenkopf heute, Donnerstag, beim Besuch am Aktionsstand der Mobilitätszentrale am Domplatz in Eisenstadt. Neben dem alljährlich stattfindenden Wettbewerb für Schulen stehen auch Wanderungen, Workshops und vieles mehr auf dem Programm.
 

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Mini-Interview mit Joachim Schreiber von der Einkaufsgruppe

>> Was ist Ihr Tipp für die Aktionstage Community beim Organisieren oder Durchführen von Aktivitäten im Bereich Nachhaltige Entwicklung?

Aus meiner Sicht benötigt es maximalen Druck auf Entscheidungsträger und Lobby-Verbände sowie eine maximale Unterstützung der Zivilgesellschaft durch die progressive Politik. Die „Plastiksackerl“-Diskussion hat zum Beispiel wieder einmal gezeigt dass die Industrie und das Gewerbe der Politik oftmals sogar davonpreschen, während diese sich scheut Konsequenzen zu ziehen. Das gescheiterte Verbot von Plastiktragetaschen oder die immer noch erlaubte Werbung & Subventionen für Ölheizungen etc…sind hier traurige Mahnmale. Es ist geradezu erbärmlich wie Österreich als „Umweltmusterland“ hier international bei fast allen Nachhaltigkeitsthemen zu den Schlusslichtern zählt – seien das nun in der nachhaltigen Ressourcen-Nutzung und Treibhausgas-Emissionen oder der sozialen Nachhaltigkeit mit der immer noch himmelschreienden Ungleichbehandlung von weiblichen Angestellten bei Löhnen & Gehältern. Wir brauchen Ansätze mit IMPACT, also REALEN und STARKEN Auswirkungen. Keinen Schnick-Schnack für einen Fototermin dessen Impact-Halbwertszeit man am besten mit der Stoppuhr misst.

>> Wer sind Ihre Helden und Heldinnen der Nachhaltigkeit?

Ganz klar die Konsumverweigerer und jene die sich entgegen allem Gruppenzwang zu alternativen Lebenskonzepten durchringen oder in der Politik wie Bernie Sanders konsequent ihren Weg gehen und sich nicht kaufen lassen. Wir leben heute in einer Welt in der die meisten von uns 40h oder länger in Jobs arbeiten in denen sie zu wenig verdienen oder unglücklich sind, damit sie sich Mist kaufen können den sie nicht brauchen, mit Geld das sie nicht haben. Nur um dann Schulden anzuhäufen die uns bis zur Pensionierung an der Galeere festschmieden, auf der wir mit aller Kraft in den Zusammenbruch rudern: Egal ob das den Raubbau an der Natur betrifft, die Tatsache dass bald 1/3 der Menschen im Leben Probleme mit Burnout oder Antidepressiva hat oder all den anderen augenscheinlich unfassbaren Zuständen. Sei dein eigener Held – sapere aude!

>> Warum unterstützen Sie als PartnerIn die Aktionstage Nachhaltigkeit?

Wir dürfen keine Zeit verlieren. Wir sollten uns endlich mehr mit den MÖGLICHEN und WICHTIGEN Dingen befassen als mit Feigenblätter. Ich bin dafür dass man hier viel „awareness“ schafft und nach Lösungen sucht indem man möglichst viele Menschen anspricht und aufzeigt wie hier die Lage ist: Keinen FairTrade-kaffee zu trinken weil er ja „so teuer ist“ aber Alu-Kapsel-kaffee um 60€/ Kilo heimzutragen muss sich einfach aufhören. Man kann das garnicht oft genug betonen, erklären oder klar machen.

>> Bitte vervollständigen Sie folgenden Satz: „ Aktionstage Nachhaltigkeit steht für mich für...

„Es gibt nichts Gutes- außer man tut es“: Meckern reicht nicht. Man muss den Wandel den man gerne sehen möchte aktiv herbeiführen. ….“

>> Welches Ziel sollten wir als Gesellschaft als erstes anstreben, um kommenden Generationen eine lebenswerte Welt zu hinterlassen?

Zunächst einmal denke ich dass wir einen GEISTIGEN SCHRITT benötigen. Wir haben eine wilde und unsicher Vergangenheit hinter uns: Penicillin gibt es erst seit den 30-er-Jahren und die moderne Wissenschaft hat uns das erste Mal ermöglicht, vom „Mangelwesen“ dass seiner Natur unterworfen ist zum „Kulturmenschen“ im solidarischen Sozialstaat aufzusteigen. Wir müssen lernen dass wir keine Angst mehr zu haben brauchen, dass wir morgen verhungern müssen, wieder wie ein Strassenköter an einer simplen Blinddarmentzündung oder schon im Kindbett sterben. Und wir müssen unser Handeln nach dieser erstrebenswerten Welt ausrichten. Das geht aber VON SELBST wenn der GEISTIGE SCHRITT getan ist: Wir erleben gerade eine Gesellschaft die sich in ihrer Selbstfindung dieser Vergangenheit auf einem sehr tiefen emotionalen Level wird stellen müssen, um nicht wie eine dramatische Figur im Wiederholungszwang ihr eigenes Schicksal aus Vermeidender Angst wieder in den Abgrund zu lenken: Wenn wir Krieg nicht abschaffen sondern die Korken knallen, sobald Deutschland zum 3.größten Rüstungsexporteur aufsteigt oder wir die kostbaren Antibiotika in der Landwirtschaft sprichwörtlich „den Schweinen zum Fraß vorwerfen“, sodass wir immer mehr resistenten Keimen ausgesetzt sind,  dann werden wir am Ende genau DAS heraufbeschwören wovor wir uns am meisten fürchten: Krieg, Elend, Hunger und Tod. Dazu müssen wir die Friedensarbeit der Nachkriegszeit wieder aufnehmen anstatt eine Internationale Politik zu betreiben die an rivalisierende Straßengangs erinnert.

 

Mini-Interview mit Joachim Schreiber von der Einkaufsgruppe, einer öko-sozialen Beschaffungsplattform zur Abwicklung & Optimierung des gemeinsamen, möglichst sozial & ökologisch nachhaltigen, strategischen Einkaufes.

http://einkaufsgruppe.com/

Mini-Interview mit Ulla Rasmussen vom VCÖ

>> Welche Kompetenzen und neue Entwicklungen brauchen wir für eine nachhaltige Entwicklung unseres Lebensraums und unserer Gesellschaft?

Wir brauchen Weitblick, Innovationsgeist, die Bereitschaft neues auszuprobieren, gute Partizipationsprozesse relevanter Akteurinnen und Akteure, um maßgeschneiderte und wirksame Lösungen für die konkreten Probleme zu finden. Politisch braucht es Mut und Verantwortungsbewusstsein, ein langfristiges Ziel durch jetzige Maßnahmen anzusteuern. Wer beim Klimaschutz auf der Bremse steht, trägt dazu bei, dass noch mehr Regionen auf dieser Erde unbewohnbar werden. Die heutige Generation weiß über die Konsequenzen von mangelndem Klimaschutz Bescheid. Nicht zu handeln heißt, den heutigen Kindern und den nächsten Generationen einen großen Berg an Umwelt- und sozialen Problemen zu hinterlassen.

>> Was bedeutet Nachhaltige Entwicklung für Sie ganz persönlich in Ihrem privaten, oder beruflichem Leben?

Nachhaltige Entwicklung bedeutet für mich Achtsamkeit und Respekt gegenüber den Menschen und der Umwelt. Der heutigen Generation wird in einigen Jahrzehnten die Frage gestellt werden: Was hast du damals gegen den Klimawandel getan? Ich möchte ruhigen Gewissens sagen können: Mein Möglichstes.

>> Warum unterstützen Sie als PartnerIn die Aktionstage Nachhaltigkeit?

Die Aktionstage Nachhaltigkeit ermutigen zum Handeln. Sie zeigen, dass jeder und jede von uns einen Beitrag für eine umweltfreundlichere und fairere Gesellschaft leisten kann.

>> Welche wichtigen Auswirkungen hat das in Paris beschlossene Klimaabkommen?

Das Pariser Klimaabkommen gibt ein ganz klares Ziel vor: Um die Erderwärmung auf maximal 1,5 Grad zu beschränken, muss spätestens bis zum Jahr 2050 der Ausstieg auf fossiler Energie gelingen. Der VCÖ konzentriert sich auf den Verkehrsbereich. Der Verkehr muss bis zum Jahr 2050 erdölfrei funktionieren. Eine große Herausforderung, immerhin wurden im Vorjahr  in Österreich noch zehn Milliarden Liter Diesel und Benzin getankt. Manche meinen, um das Klimaziel zu erreichen, bräuchten nur die Verbrennungsmotoren durch Elektro-Motoren ersetzt werden. Das ist ein großer Irrtum. Der Energieverbrauch des Verkehrs ist bis zum Jahr 2050 trotz Bevölkerungswachstums zu halbieren, damit die benötigte Energie aus erneuerbare Quellen nachhaltig produziert werden kann. Das heißt, wir brauchen eine umfassende Mobilitätswende, die dazu führt, dass ein Großteil unserer Mobilität mit öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Fahrrad oder zu Fuß zurückgelegt werden. Dafür braucht es unter anderem verkehrsparende Siedlungsstrukturen, eine ökologische Steuerreform, ein Ende von Förderungen für klimaschädliche Mobilität und einen umfassenden Ausbau des klimafreundlichen Mobilitätsangebots. Was viel zu wenig berücksichtigt wird: Eine klimafreundliche Mobilitätswende bringt einen vielfachen gesellschaftlichen Nutzen: Eine bessere Luftqualität, mehr gesunde Bewegung, geringere Kosten für die Haushalte. Und wenn Österreich die Chance wahrnimmt und sich als Europas Kompetenzzentrum für klimafreundliche Mobilität positioniert, dann werden viele neue Arbeitsplätze geschaffen. Immerhin haben fast alle Staaten der Welt den Klimavertrag unterschrieben und brauchen Lösungen für eine umweltfreundliche Mobilität.

VCÖ Ulla Rasmussen 438Ulla Rasmussen ist im "VCÖ - Mobilität mit Zukunft" (Verkehrsclub Österreich) zuständig für den Bereich Klima und Energie.
Weitere Infos finden zu ihren Tätigkeiten finden Sie hier.

 

 

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