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Urban Farming "Sexy Salad" at Impact Hub Vienna

Die Aktionstage Nachhaltigkeit 2013 und 2014 wurden von Nachhaltigkeits-ReporterInnen und Reportern begleitet. Den folgenden Bericht schrieb NH-Reporter Florian im Jahr 2013:

Bei außergewöhnlich gutem Salat wurde den Besuchern im Impact Hub Vienna das Urban Farming nähergebracht. Dabei handelt es sich um das Selbstanbauen von Gemüse und Obst in der Stadt, mag das nun der Balkon oder die Dachterrasse sein. Kurzweiligen Vorträge und Videos lieferten Hintergrundinformationen zum Thema.

Im nachfolgenden Interview mit Michaela Faulhammer, Mitglied des Impact Hub Vienna, können Sie mehr über Urban Farming erfahren.

Wieso beteiligen Sie sich an den Aktionstagen, warum ist Ihnen das Thema Nachhaltigkeit wichtig?

Das Thema Nachhaltigkeit ist uns wichtig, weil es klar ist, dass sich die Gesellschaft und, vor allem, die Lebensweise der Menschen in den Städten massiv verändern wird. Wir werden im Jahr 2015 26 Megacitys (Städte mit mehr als zehn Millionen Einwohnern, Ergänzung) weltweit haben und es ist klar, dass die traditionelle Landwirtschaft diese Population in den Städten nicht mehr ernähren kann. Jetzt also nachhaltige Wege zu finden, wie ein Stadtleben mit Nahrungsversorgung zu realisieren ist, ist der Grund, warum wir uns an der Nachhaltigkeit beteiligen.

Warum ist das Thema Nachhaltigkeit ihrer Meinung nach gerade in der heutigen Zeit so aktuell?

Wenn man sich anschaut, wie wir mit unseren Ressourcen haushalten und dass in den letzten 100 Jahren beispielsweise 75% der Pflanzensorten verschwunden sind, dann fängt man an, sich Sorgen zu machen. Aus dieser Sorge heraus wollen wir unseren Planeten auch nachhaltig übergeben, da wir ja nur Gäste auf der Erde sind.

Wie trägt der Urban Farmer zu Nachhaltigkeit und Umweltschutz bei?

Man muss sich vor Augen halten, dass Nahrung durchschnittlich 2000 Kilometer reist, bevor sie auf den Teller kommt. Und da meinen wir, das muss nicht sein. Wir können bei der Haustür hinausgehen und uns unseren Schnittlauch und unseren Salat selbst pflücken und sogar Äpfel können am Balkon wachsen. Wenn man sieht, wie der Klimawandel fortschreitet, dann ist klar, dass der Urban Farmer einen Beitrag leisten kann, damit Nahrungsmittel nicht so weit reisen müssen.

Danke für das Interview!

Das Impact HUB ist ein Ort, an dem Leute zusammenkommen, die ihre Ideen weiterentwickeln wollen, um Probleme der heutigen Zeit zu lösen. Es sind beispielsweise Künstler, Designer und Urban Farmer vertreten, die sich über soziale Themen Gedanken machen und die Welt zumindest ein Stück weit verbessern wollen. Die Intention dahinter ist, dass man Menschen zusammenbringt, die dann gemeinsam ein Projekt entwickeln, und ihnen ein großes Netzwerk weltweit zur Verfügung stellt. Es werden verschiedene Workshops angeboten, wie beispielsweise jener aus Design Thinking. 

Das erste Impact Hub eröffnete 2005 in London, 2010 folgte dann Wien.

Hier ein Link zur Aktion: https://www.nachhaltigesoesterreich.at/?post_type=aktion&p=1520&Jahr=37

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