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„Best of the Rest“

„Best of the Rest“ ist ein im Jahr 2015 von Elke und Bernhard Oberhauser, zwei ehemaligen Gastronomen, gegründeter Verein. Dieses Projekt ist gänzlich im Bewusstseinsbildungsbereich angesiedelt. Ziel ist es, der Bevölkerung aufzuzeigen, wie jeder einzelne bzw. jede einzelne von uns einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung durch einfache bewusste Handlungsschritte im Alltag leisten kann.

„Best of the Rest“ 1

Grundsätzlich ist der Verein „Best of the Rest“ auf vier Säulen aufgebaut: Die erste Säule betrifft die Bereitstellung von Buffets, für dessen Zubereitung gerettete Lebensmittel verwendet werden. Das Besondere an diesem Catering ist die ebenfalls damit einhergehende Wissensvermittlung bzw. Bewusstseinsbildung vor Ort. Die zweite Säule betrifft die Herstellung von sogenannten „Gläsern mit Geschichte“. Unter aktiver Einbindung der Bevölkerung werden beispielsweise Marmeladen durch das richtige Einkochen von noch wunderbaren, aber im Handel sonst weggeschmissenen Lebensmitteln, erzeugt. Zielgruppe dieser Aktivität sind unter anderem Asylwerber, welchen zusätzlich Deutschkenntnisse beigebracht werden. Dadurch sollen auch diese die Chance haben, beim alltäglichen Einkauf auf nachhaltige und faire Produkte zu achten. Die dritte Säule ist die sogenannte Bildungssäule.

„Best of the Rest“ 2

Elke Oberhauser mit den „Gläsern mit Geschichte“

Elke und Bernhard Oberhauser führen diverse Workshops direkt in Bildungseinrichtungen (z.B. Volksschulen) oder Firmen vor Ort durch. Bewusstseinsbildung soll dadurch für jedermann zugänglich sein. Die vierte und jüngste Säule betrifft das Generationenkochen. In diesem Zusammenhang werden jeden Sonntag Großmütter eingeladen, ihr erlerntes Wissen in der Verarbeitung von Lebensmitteln der nächsten Generation weiterzugeben. Dabei wird besonderer Wert auf die ursprüngliche Verarbeitung gelegt.

Vor kurzem konnten Elke und Bernhard außerdem ihre eigene Zentrale am Kardinalsplatz 1 in Klagenfurt eröffnen, wo in Zukunft alle Säulen abgesehen von der Bildungssäule ausgeübt werden können. Das Besondere an dieser Räumlichkeit ist, dass wirklich überhaupt nichts zugekauft wurde. Weder die vor Ort verwendeten Lebensmittel noch benötigten Küchenutensilien und Möbelstücke. Dies verleiht dem Ort eine besondere Atmosphäre. Ein Teil der Möbel wurde ebenfalls im Zuge von Upcycling-Workshops vor Ort kreiert.

„Best of the Rest“ 3

Vorratsschrank von Best of the Rest

„Best of the Rest“ 4

Obwohl das Angebot schon sehr vielfältig ist, haben Elke und Bernhard noch weitere Pläne für die Zukunft. Eine Idee wäre ein Gemeinschaftsgarten, in welchem durch aktive Einbindung der Bevölkerung die Geschichte der Lebensmittel direkt mitverfolgt werden kann. Die dabei angebauten Lebensmittel dienen schließlich auch den gemeinsamen Kochworkshops. Zurzeit werden die Lebensmittel von diversen Gärtnereien, auf Bauernmärkten und von Handelsketten abgeholt und anschließend im geselligen Beisammensein und unter Einsatz von Kreativität verarbeitet.

„Best of the Rest“ 5

Elke ist es ein besonderes Anliegen, dass auch in Zukunft noch wertschätzend mit unseren Lebensmitteln und anderen Produkten wie Textilien umgegangen wird. Durch die aktive Einbindung Interessierter vor Ort wird aufgezeigt, wie bewusst und nachhaltig im Alltag gehandelt werden kann. Schließlich liegt die Bewahrung unserer wertvollen Ressourcen in der Verantwortung von jedem von uns. Am 29.05. durfte ich einer engagierten Gruppe bei der gemeinsamen Verwertung der geretteten Lebensmittel zuschauen. Die Atmosphäre war sehr gemütlich, der Zusammenhalt groß. – Guten Appetit!

Bericht von NH-Reporterin Tina

Fotocredit: © Land Kärnten