Rückblick auf die Agenda 2030-Tagung „Stadt und Land in die Zukunft denken“
17. Mai 2022, Die Garten Tulln

Das Klimaschutzministerium, das Land Niederösterreich, der Österreichische Gemeindebund und der Österreichische Städtebund haben am 17. Mai zur Agenda 2030-Tagung unter dem Titel „Stadt und Land in die Zukunft denken“ auf die Garten Tulln eingeladen. Auch die nunmehr dritte Tagung dieser Reihe war eine Kooperationsveranstaltung im Rahmen der Nachhaltigkeitskoordination Österreichs, dieses Mal mit dem Land Niederösterreich als Gastgeber. Viele interessierte Personen aus ganz Österreich sowie Schulgruppen aus dem Umland folgten dem Aufruf nach Tulln und tauchten trotz Wetterkapriolen in die vielfältige Landschaft der 17 Nachhaltigkeitsziele ein.

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Start der Aktionstage Nachhaltigkeit 2022

Liebe Aktionstage Community, liebe Aktionstage Interessierte!

Im 10. Jahr der Initiative Aktionstage Nachhaltigkeit setzen wir gemeinsam mit Ihnen einen neuen Schwerpunkt. Wir sammeln zukunftsweisende Leuchtturmprojekte zur Umsetzung der 17 Nachhaltigkeitsziele.

Wir laden alle Change Maker ein, ihr Leuchtturmprojekt bis spätestens 18. September 2022 einzutragen. Ihr Leuchtturmprojekt dient als Inspiration für andere, um die Umsetzung der Agenda 2030 mit ihren 17 Zielen sichtbar zu machen. Im Oktober 2022 werden im Rahmen vom politisch hochrangigen SDG Dialogforum Österreich Leuchtturmprojekte präsentiert.

Das Team der Aktionstage Nachhaltigkeit

Aktionstage Nachhaltigkeit 2022

Liebe Aktionstage Community, liebe Aktionstage Interessierte!

Im 10. Jahr der Initiative Aktionstage Nachhaltigkeit setzen wir gemeinsam mit Ihnen einen neuen Schwerpunkt. Wir sammeln zukunftsweisende Leuchtturmprojekte zur Umsetzung der 17 Nachhaltigkeitsziele.

Als Teil der Dachinitiative Europäische Nachhaltigkeitswoche holen die Aktionstage auch diesen Herbst wieder berufliches und privates Engagement für eine Nachhaltige Entwicklung aus ganz Österreich vor den Vorhang!

Gemeinsames Zeil ist, die Aktivitäten auf der Initiativen-Webseite zu bündeln und dieses Wissen und die Erfahrungen sichtbar und zugänglich zu machen! Lassen Sie uns zusammen öffentliche Aufmerksamkeit für das Thema Nachhaltigkeit gewinnen. Je mehr mitmachen, desto stärker ist das Signal, das wir gemeinsam mit den Aktionstagen Nachhaltigkeit senden!

Notieren Sie sich schon jetzt den Initiativenzeitraum! Die Anmeldung für Beiträge ist ab Anfang Mai 2022 geöffnet.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Klima & Corona: Ein Planet – zwei Krisen

Der Blick aus dem Weltraum auf unseren Planeten erfüllt uns mit Ehrfurcht. Er verdeutlicht die globale Dimension der beiden vorherrschenden existenziellen Krisen unserer Zeit – der Klima- wie der Corona-Krise. Diese globale Dimension ist nur eine von vielen weiteren Gemeinsamkeiten von Klima & Corona, auf die im folgenden Blogartikel eingegangen wird, um abschließend zu zeigen was es braucht, um die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen.

Beide Krisen machen vor nationalen Grenzen nicht Halt.

Beide Krisen zeigen der Menschheit die unerbittliche Gültigkeit der Naturgesetze.

Beide Krisen zeigen, wie verletzlich und verwundbar wir als Gesellschaft und als Individuen sind.

Für beide Krisen hat der Mensch keine Sensoren. Viren und Treibhausgase sind unsichtbar und somit für den Menschen schwer zu begreifen.

Schwer zu begreifen sind auch exponentielles Wachstum (in Bezug auf die Ausbreitung des COVID-19 Virus) sowie Kipppunkte (in Bezug auf die Klimakrise), die einmal erreicht, nicht wieder umzukehren sind und plötzlich drastische klimatische Veränderungen nach sich ziehen.

Kennen Sie die Legende vom Reis auf dem Schachbrett?Wenn sich ein einziges Reiskorn von einem Feld auf das nächste immer verdoppelt – wie viele Reiskörner müssten auf die 64 Schachfelder? Lösung am Ende des Artikels

Foto: Maren Winter | iStock
 

Wenn sich ein einziges Reiskorn von einem Feld auf das nächste immer verdoppelt – wie viele Reiskörner müssten auf die 64 Schachfelder? Lösung am Ende des Artikels

Klima & Corona haben aber nicht nur viele Gemeinsamkeiten, sie beeinflussen bzw. bedingen einander und hängen eng mit unserer Lebensweise zusammen. So zerstört etwa die Abholzung des Regenwaldes natürliche Habitate zahlreicher wildlebender Tierarten und setzt diese unter Stress. Sie müssen abwandern und suchen neue Lebensräume auf, die immer näher an der menschlichen Zivilisation liegen. Stress macht nicht nur Menschen, sondern auch Tiere anfälliger für Krankheiten, die dann wiederum leichter übertragen werden. Die Abholzung des Regenwaldes hat gleichzeitig auch Auswirkungen auf das Klima und trägt maßgeblich zum Temperaturanstieg auf der Erde bei. Die Klimaerwärmung wiederum befeuert alljährliche Brände auf der Südhalbkugel (selbst aus dem Weltall sichtbar), die weiters zur Zerstörung von Flora und Fauna beitragen.

WissenschafterInnen gehen davon aus, dass rund 30 Prozent der Infektionskrankheiten auf Landnahme wie Abholzung des Regenwaldes zurückgehen.

Je mehr Tiere zusammen auf einer kleinen Fläche gehalten werden, desto leichter können Viren zirkulieren und desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie früher oder später auf den Menschen überspringen“, so der Virologe Peter Rottier, der 40 Jahre lang Coronaviren erforschte.

Diese Beispiele zeigen, wie wichtig ein funktionierendes Zusammenspiel zwischen Ökologie, Ökonomie und Sozialem ist. Die Gesundheit von Mensch und Planet ist Lebensgrundlage.

Doch in jeder Krise steckt auch eine Chance, wenn wir entsprechende Schlüsse daraus ziehen und handeln.

Beide Krisen entstanden im Zutun des Menschen, beide Krisen können von Menschenhand bekämpft werden. Jede und jeder Einzelne hat Einfluss auf das Ganze. Wer achtlos das Virus weitergibt, gefährdet das Leben unserer Großeltern. Wer achtlos CO2 freisetzt, gefährdet das Leben unserer Enkel. Mit einer globalen und national solidarischen Haltung können wir die Krisen besser bewältigen.

Mit den globalen Zielen, mit globalen Anstrengungen gestalten wir gemeinsam unsere Zukunft. Die Umsetzung der Agenda 2030 kann der Schlüssel aus der Krise sein und unser Kompass für die notwendige Transformation unserer Gesellschaft.

Lösung: 18,4 Trillionen Reiskörner. Das entspricht der globalen Reisernte von 873,22 Jahren.

Download Klima & Corona Factsheet: https://www.klimabuendnis.at/images/doku/Klima_Corona_Factsheet_final.pdf

Weitere Hintergrundinfos und Lösungsansätze erfahren Sie in einem Vortrag von Christian Salmhofer, der im Anschluss rege Diskussion verspricht.

Urban Farming "Sexy Salad" at Impact Hub Vienna

Die Aktionstage Nachhaltigkeit 2013 und 2014 wurden von Nachhaltigkeits-ReporterInnen und Reportern begleitet. Den folgenden Bericht schrieb NH-Reporter Florian im Jahr 2013:

Bei außergewöhnlich gutem Salat wurde den Besuchern im Impact Hub Vienna das Urban Farming nähergebracht. Dabei handelt es sich um das Selbstanbauen von Gemüse und Obst in der Stadt, mag das nun der Balkon oder die Dachterrasse sein. Kurzweiligen Vorträge und Videos lieferten Hintergrundinformationen zum Thema.

Im nachfolgenden Interview mit Michaela Faulhammer, Mitglied des Impact Hub Vienna, können Sie mehr über Urban Farming erfahren.

Wieso beteiligen Sie sich an den Aktionstagen, warum ist Ihnen das Thema Nachhaltigkeit wichtig?

Das Thema Nachhaltigkeit ist uns wichtig, weil es klar ist, dass sich die Gesellschaft und, vor allem, die Lebensweise der Menschen in den Städten massiv verändern wird. Wir werden im Jahr 2015 26 Megacitys (Städte mit mehr als zehn Millionen Einwohnern, Ergänzung) weltweit haben und es ist klar, dass die traditionelle Landwirtschaft diese Population in den Städten nicht mehr ernähren kann. Jetzt also nachhaltige Wege zu finden, wie ein Stadtleben mit Nahrungsversorgung zu realisieren ist, ist der Grund, warum wir uns an der Nachhaltigkeit beteiligen.

Warum ist das Thema Nachhaltigkeit ihrer Meinung nach gerade in der heutigen Zeit so aktuell?

Wenn man sich anschaut, wie wir mit unseren Ressourcen haushalten und dass in den letzten 100 Jahren beispielsweise 75% der Pflanzensorten verschwunden sind, dann fängt man an, sich Sorgen zu machen. Aus dieser Sorge heraus wollen wir unseren Planeten auch nachhaltig übergeben, da wir ja nur Gäste auf der Erde sind.

Wie trägt der Urban Farmer zu Nachhaltigkeit und Umweltschutz bei?

Man muss sich vor Augen halten, dass Nahrung durchschnittlich 2000 Kilometer reist, bevor sie auf den Teller kommt. Und da meinen wir, das muss nicht sein. Wir können bei der Haustür hinausgehen und uns unseren Schnittlauch und unseren Salat selbst pflücken und sogar Äpfel können am Balkon wachsen. Wenn man sieht, wie der Klimawandel fortschreitet, dann ist klar, dass der Urban Farmer einen Beitrag leisten kann, damit Nahrungsmittel nicht so weit reisen müssen.

Danke für das Interview!

Das Impact HUB ist ein Ort, an dem Leute zusammenkommen, die ihre Ideen weiterentwickeln wollen, um Probleme der heutigen Zeit zu lösen. Es sind beispielsweise Künstler, Designer und Urban Farmer vertreten, die sich über soziale Themen Gedanken machen und die Welt zumindest ein Stück weit verbessern wollen. Die Intention dahinter ist, dass man Menschen zusammenbringt, die dann gemeinsam ein Projekt entwickeln, und ihnen ein großes Netzwerk weltweit zur Verfügung stellt. Es werden verschiedene Workshops angeboten, wie beispielsweise jener aus Design Thinking. 

Das erste Impact Hub eröffnete 2005 in London, 2010 folgte dann Wien.

Hier ein Link zur Aktion: https://www.nachhaltigesoesterreich.at/?post_type=aktion&p=1520&Jahr=37

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Michael Ostrowski, Schauspieler

„Hier und jetzt. Ganz offiziell. In aller Offenheit und vor einem Millionenpublikum: ich bin ein Nachhaltiger!“

Dr. Martin Ledolter, Geschäftsführer der Austrian Development Agency

„Für die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit ist Nachhaltigkeit gelebte Praxis. Das Dreieck Soziales-Ökonomie-Ökologie verbindet alle Projekte und Programme, die von der Austrian Development Agency, der Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, unterstützt werden.“

Marie Ringler, Länderdirektorin Ashoka Österreich

„Nachdenken und dann handeln. Teilen. Gemeinsames Tun. Nicht warten bis andere unsere Probleme lösen. Das alles braucht es damit wir auch in Zukunft in einer Gesellschaft leben können in der es ein gutes Leben für Alle gibt.“

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