Klimafit am Wiener Alsergrund

Serie zu „Caring Communities“
Mit der Rubrik zu den „Caring Communities“ setzt die Arbeitsgruppe „Zukunft lokal gestalten“ einen wichtigen Schwerpunkt und rückt soziale Netzwerke und sorgende Gemeinschaften in den Mittelpunkt. Als Wiener Beispiel in dieser Reihe stellen wir das Grätzllabor Alsergrund mit einem seiner Schwerpunkte – der Klimafitness – vor.
Im Grätzllabor Alsergrund, dem neunten Wiener Gemeindebezirk, engagieren sich seit vielen Jahren Bürger:innen für eine nachhaltige Entwicklung vor Ort und setzen diese gemeinsam mit der Lokalpolitik und der Stadtverwaltung um.
Van-Swieten-Viertel – ein Grätzl als Modell für eine klimaneutrale Stadtgestaltung
Eine Gruppe an Bewohner:innen hat die Vision, dass ihr Grätzl zum Modell wird. Konkret geht es darum, ein Nutzungskonzept des öffentlichen Raums zu entwickeln und die Garnisongasse und ihre umliegenden Straßen und Gassen nachhaltig zu gestalten. Der ganzheitliche Ansatz verfolgt Hitzereduktion, Aufenthalt, Begrünung, Biodiversität, Energie, Mobilität und Verkehrsberuhigung, Walkability – kurze Wege, eine Stärkung des Miteinanders und der Nachbarschaft.
Klimaschutz am Alsergrund
Diese Gruppe arbeitet seit dem Bürger:innen-Rat „Klimaschutz am Alsergrund“ im Jahr 2018 zusammen und setzt sich für mehr Begrünung am Alsergrund ein. Im Vordergrund stehen gute Beispiele und der Austausch mit anderen Aktiven und Expert:innen aus dem Bereich Klimaschutz und Klimaanpassung, der Bezirk wird unter unterschiedlichen Gesichtspunkten betrachtet.
Klimaschutz vor der Haustüre – eine grüne Achse mitten im Grätzl
Im November vergangenen Jahres wurde Wirklichkeit, was zunächst nur Vision der Projektgruppe war. Es ging darum, den Straßenzug Wilhelm-Exner-Gasse – Sobieskigasse klimafit zu machen. Die Initiative hat daher die gesamte Strecke kartiert, Ideen gesammelt und konkrete Vorschläge ausgearbeitet und dem Bezirk übermittelt – mit dem klaren Auftrag, die Gasse Schritt für Schritt klimafit zu machen.
Insgesamt wurden 41 neue Bäume und 10 Sträucher, die für mehr Schatten sorgen, gepflanzt, ergänzend dazu werden gerade Grünflächen angelegt, Gehwege barrierefrei gestaltet und Sitzgelegenheiten für Jung und Alt geschaffen, damit eine kühle und lebenswerte Achse für alle entsteht.
Viele weitere Initiativen und Projekte machen deutlich, was alle Projekte verbindet: Die Ideen kommen aus der Nachbarschaft. Engagierte Bewohner:innen haben sie eingebracht und gemeinsam mit dem Bezirk und dem Grätzllabor weiterentwickelt und umgesetzt. So entstehen Orte, die im Alltag wirklich genutzt werden und das Miteinander stärken.
Lokale Agenda 21 Wien: Mitmachen im Grätzl
Die Lokale Agenda 21 Wien unterstützt Wiener:innen dabei, ihre Nachbarschaft aktiv mitzugestalten, etwa durch mehr Grün im öffentlichen Raum, neue Treffpunkte im Grätzl, sichere Wege und gemeinsam entwickelte Nutzungen. Programme wie das Aktionsprogramm Grätzloase und die Grätzllabore in 12 Bezirken zeigen, dass Mitmachen nicht kompliziert sein muss: Wer eine Idee hat, kann sie einbringen und gemeinsam mit anderen umsetzen, auch ohne Vorkenntnisse oder Erfahrung.
Über den Verein Lokale Agenda 21 Wien
Der Verein Lokale Agenda 21 Wien wird von der Stadt Wien und den Wiener Gemeindebezirken gefördert und setzt Bürger:innenbeteiligung auf lokaler Ebene um. Ziel ist es, demokratische Mitgestaltung im Grätzl zu ermöglichen und Wiener:innen dabei zu unterstützen, ihre Nachbarschaft aktiv weiterzuentwickeln.
weitere Informationen und Möglichkeiten im Grätzl aktiv zu werden: www.la21.wien
