Logo: Nachhaltiges Österreich
Menü

Der Dorfplatz in St. Andrä-Wördern

ein Plakat zum Dorfplatz zeigt eine Skizze dessen, im Text wird dieser beschrieben mit Hofküche, Co-Working und Veranstaltungsbereich
Poster©Verein DORFPLATZ


Serie zu "Dritten Orten“

Mit der Rubrik zu den „Dritten Orten“ setzt die Arbeitsgruppe „Zukunft lokal gestalten“ einen wichtigen Schwerpunkt und gibt diesen auch „neuen Orten der Begegnung“ eine Präsenz. Als niederösterreichisches Beispiel in dieser Reihe stellen wir den Dorfplatz in St. Andrä-Wördern vor, der rein aus der Initiative von Bürger:innen entstanden ist.

Der Dorfplatz St. Andrä-Wördern wurde im Jahr 2015 gegründet mit dem Ziel, ein nachhaltiges, regionales Zentrum für kooperatives Arbeiten und Leben zu sein und einen “Dritten Ort”, einen konsumfreien Begegnungsort, zu etablieren.

Dieser wurde ausschließlich durch das Engagement engagierter Bürger:innen entwickelt und aufgebaut und gilt seither als innovatives und beliebtes „Vorzeigeprojekt“, das für Leerstandnutzung, Gemeinwohl, Schaffung von Arbeitsplätzen und Neugründungen steht. 

Bis 2015 standen an dem Ort, einem ehemaligen Gestüt, die meisten Räume leer – heute befinden sich darin Werkstätten, Ateliers, ein Gemeinschaftsbüro, eine Praxis, ein Raum für Kulturveranstaltungen sowie Gastronomie. Es entstand ein lebendiger Ort, an dem Menschen gemeinsam arbeiten und Freizeit genießen können. Besonders in den Bereichen Kunst-Handwerk, Kultur und Soziales gibt es eine Vielzahl an Angeboten für unterschiedliche Menschen – offen, bunt und vielfältig.

Der Dorfplatz ist mehr als ein Arbeitsort: Er ist ein sogenannter „Dritter Ort“ – ein Treffpunkt außerhalb von Zuhause und Arbeit, an dem man sich ohne Konsumzwang begegnen, austauschen und wohlfühlen kann. Es gibt einen großen öffentlich zugänglichen Innenhof und eine Reihe von niederschwelligen, kostenlosen oder günstigen Angeboten, wie etwa eine gratis Verleihstation für Fahrradanhänger, Lebensmittelrettung (Foodsaving und „Too good to go“), einen Bücherschrank mit Spielen, einen kleinen Spielplatz für Kinder, eine soziale Aktion für Geflüchtete und Bedürftige (Sospeso), ein monatliches Repair Café wie auch Flohmärkte.

Der Dorfplatz ist soziokratisch organisiert, das heißt, es gibt klare Organisationsstrukturen ohne Hierarchien.

Im Jahr 2016 hat der Verein die „Dorfplatz Staw GmbH“ gegründet und 2024 weiterentwickelt zur „Dorfplatz STAW FlexCo“ als wirtschaftliches Standbein.

Mit dem Projekt „Sichtbar Mittendrin“ vom Dorfplatz St. Andrä-Wördern wird der bestehende Begegnungsort mit Unterstützung der LEADER-Region Donau NÖ-Mitte einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht und mit Mitteln aus Bund, Land und Europäischer Union gefördert.

weiter zum Dorfplatz
weiter zur LEADER-Region Donau NÖ-Mitte