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Agenda-Vorbild: Großes Walsertal

© Magdalena Türtscher, Büro Magma

Im Biosphärenpark Großes Walsertal ist Beteiligung die Grundlage nachhaltiger Regionalentwicklung. Der Prozess „Übergänge gestalten“ stärkte die Zusammenarbeit von Politik, Verwaltung, Fachwelt und Bevölkerung. Mit Regionalplan, Regionalparlament, Beirat fürs Tal und Werkstatt fürs Tal entstanden dauerhafte Strukturen für eine lernende, integrierte und gemeinsam verantwortete Regionalentwicklung.

Einen wesentlichen Impuls für die Weiterentwicklung der bereits seit über 50 Jahren bestehenden gemeindeübergreifenden Zusammenarbeit lieferte der Prozess „Übergänge gestalten“ (gefördert über LEADER, Begleitung durch das Büro „sentum“). Im Mittelpunkt stand die Frage, wie politische Entscheidungen, fachliche Expertise und die Perspektiven der Bevölkerung künftig noch besser miteinander verbunden werden können. Der Prozess markierte den Übergang von projektbezogener zu dauerhafter Beteiligung, von sektoralen Einzelstrategien zu einer integrierten Regionalentwicklung sowie von einer klassischen Verwaltungssteuerung hin zu geteilter Verantwortung zwischen Politik, Verwaltung, Fachexpertise und Bevölkerung. Gleichzeitig wurden die Grundlagen für eine lernende und anpassungsfähige regionale Governance geschaffen.

Die Erfahrungen aus diesem Prozess haben gezeigt, dass Beteiligung langfristige Strukturen benötigt, um über einzelne Projekte und Strategien hinaus wirksam zu bleiben. Vor diesem Hintergrund wurden mit dem Regionalparlament, dem Regionalplan Biosphärenpark Großes Walsertal, der Werkstatt fürs Tal und dem Beirat fürs Tal vier aufeinander abgestimmte Bausteine entwickelt, die Beteiligung dauerhaft als Bestandteil der regionalen Governance verankern.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des BMLUK:

Großes Walsertal - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft