Von 31. Mai bis 02. Juni fand das erste USE WHAT YOU HAVE – Festival in der Remise und der Fabrik Klarenbrunn in Bludenz statt. Ganz nach dem Motto „Nutzen, was schon da ist“ konnten rund 3000 Besucherinnen und Besucher hautnah erleben, welche kreativen Lösungsansätze für die Herausforderungen unserer Zeit bereits vorhanden sind.

© Magdalena Türtscher

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„So stelle ich mir eigentlich die Welt vor, oder besser gesagt – das Paradies!“ – schwärmt Isolde Adamek, die Initiatorin des ersten USE WHAT YOU HAVE-Festivals, nach der dreitägigen Veranstaltung. Gemeinsam mit Brigitta Soraperra und Magdalena Türtscher rief sie ein Festival ins Leben, dessen Schwerpunkt der bewusste und zukunftsfähige Umgang mit Ressourcen war. Schon bei der Bewerbung wurde darauf Rücksicht genommen, indem nur gebrauchtes Papier und bereits verwendete Sujets für alle Drucksorten und Transparente verwendet wurden.

Der Auftakt der Veranstaltung am Freitagabend am Remise-Vorplatz – ein Food Waste Cooking mit GEA-Gründer Heini Staudinger – war ein großer Erfolg. In Kooperation mit dem „KochKollektiv“ aus Liechtenstein und dem Verein „Tischlein deck dich“ wurden Lebensmittel, die eigentlich für die Mülltonne bestimmt gewesen wären, von vielen Helferinnen und Helfern zu einem köstlichen Menü verarbeitet. Danach fand es der erste musikalische Höhepunkt – ein Konzert von Cari Cari – im Remise Saal statt.

© Magdalena Türtscher

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Am Samstag und Sonntag fand das Festival in der Fabrik Klarenbrunn statt und bot bei traumhaftem Wetter ein vielfältiges Kulturprogramm. Besucht werden konnten beispielsweise Workshops zum plastikfreien Badezimmer oder ein Repair-Café, aber auch Theatervorführungen. Auf besonders großes Interesse stießen die Ausstellungen „un-tragbar – Kleidungskonsum und Wegwerfmode“ und „Trash-Kunst – Altstoffverwertung einmal anders“.  Durch Kreativworkshops wie Zirbenkissen-Nähkurse, Werken mit Karton & Fädeln und einem großartigen Papiertheater kamen auch die kleinen Festivalgäste nicht zu kurz. Ein weiteres Highlight war mit Sicherheit der Re-Use Markt, bei dem sich Besucherinnen und Besucher selbst einbringen konnten. Generell wurde während des gesamten Festivals zum Mitmachen und selbst gestalten aufgerufen. Von Flickstationen über Abfall-, Ideen- und Kleidertauschbörsen sowie Jeans-Recycling bis hin zu selbst gemachten Seifenblasen – das alles konnte auf diesem lebendigen Marktplatz erlebt werden. „Es war fröhlich und sehr ästhetisch. Wir produzierten kaum Abfall und alles hat so harmoniert, es war fast kitschig!“ – erzählt Isolde begeistert. Musikalisch begleitet wurde der Markt von Nele, Duo Lia, vom Duo „Das Kollektiv“ und vom Trio „Unter der Laterne“. Weitere Konzerte gaben „Philipp Lingg und Martin Grabher“ sowie „Mister Two Voice“.

 

© Magdalena Türtscher

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Am Sonntagmorgen konnte man beim BRING WHAT YOU HAVE Frühstück mit selbstmitgebrachten Getränken und Speisen inspirierenden Impulsvorträgen über Ressourcenschonung lauschen. Die Caritas bewirtschaftete gemeinsam mit Aqua Mühle und Integra eine Food Meile. Dort wurden im selbst erbauten Café aus Retromöbeln viele Köstlichkeiten auf altem Geschirr serviert.

 „Das gesamte Publikum wirkte sehr interessiert und auch die Medien berichteten viel über unser Festival. Außerdem finde ich es super, dass nicht nur Grauhaarige, sondern so viele junge Menschen und Familien erschienen sind. Wir wollten etwas für die Jungen machen und das ist voll aufgegangen!“ freut sich Isolde. Mit Frauenvernunft, Herzlichkeit und vielen Unterstützerinnen und Unterstützern organisierte das Drei-Generationen-Team also ein Fest der Lebensfreude. Somit zeigten sie, was entstehen kann, wenn Bürger und Bürgerinnen selbst etwas in die Hand nehmen und dadurch eine Bewegung von unten entsteht. Denn von einem ist Isolde fest überzeugt: „Wenn sich jemand freut, dann gibt er Freude weiter und das vermehrt sich – wie Spirale der Begeisterung!“

Link zum Festival: https://www.uwyh.at/

 

Bericht von Katharina Toth, NH-Reporterin Vorarlberg

 

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