Die Konferenz – High-Level Political Forum on Sustainable Development

Die Plätze an den mit Ländernamen bestückten Tischen sind gefüllt, jedenfalls während der Eröffnung und zu brisanten Zeiten wie am Klimatag. Manche Delegationen reisen mit 30 Personen an, andere mit einer, Österreich ist mit insgesamt 12 vertreten. 193 Staaten arbeiten gemeinsam an der Umsetzung der 17 Nachhaltigkeitsziele – Sustainable Development Goals (SDGs) – im Sinne der Agenda 2030. Heuer berichten 43 Staaten, Österreich ist nicht dabei.

Das Podium wird täglich neu besetzt – auf Vorschlag von UN-DESA vom EcoSoc (Economic and Social Council der UN). Jeweils einE PräsidentIn, einE ModeratorIn sowie ExpertInnen unterschiedlicher Delegationen geben ihre Statements ab, führen durch die offene Diskussionsrunde und beantworten Fragen. 43 Länder berichten heuer, Österreich ist nicht dabei.

Gleich bei der Eröffnung kommt es zu einer emotionalen, fordernden Rede, auf die tosender Applaus folgt:

What we need is not more power! What we need is more courage!“

Immer wieder melden sich VertreterInnen der Staaten bzw. Gruppierungen wie „Youth“ zu Wort und fordern: „Do it now!“ SprecherInnen der „Women Major Group“ betonen, dass im Prozess niemand zurückgelassen werden dürfe! Frauen, Kinder, Minderheiten und Menschen mit Behinderung seien nach wie vor schwer erreichbare Zielgruppen, die noch immer an den meisten Menschenrechtsverletzungen und Misshandlungen leiden. Diese wichtigen Nachhaltigkeitsziele (SDGs – Sustainable Development Goals) müssten sofort umgesetzt werden.

Einige Statements berühren mich sehr und machen mich zutiefst betroffen. Berichte über Friedensbildung, Gewalt gegen Frauen, Kinder-Erziehungslager etc. gehen noch mehr unter die Haut, wenn man sie direkt von Betroffenen bzw. Delegierten aus diesen Gegenden hört.

Daneben gibt es viele emotionslose, jedoch ebenfalls hoch politische, Statements.
Und während einer langen Sitzung wirft Jose Viera ein:

„Wir brauchen mehr Dynamik und nicht nur, dass wir uns gegenseitig hier gratulieren! Es braucht Platz für Dialog!“

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