Am 29. Mai 2018 ergab es sich, dass ich wieder einmal die HAK Grazbachgasse besuchen durfte. Doch dieses Mal nicht als Schüler, sondern als Nachhaltigkeitsreporter. Dort angekommen wurde ich bereits vom Klassenlehrer und von der Workshop-Leiterin Mag. Nina Köberl vom  Umweltbildungszentrum Steiermark erwartet. Nach kurzem Austausch begann dann auch schon die Veranstaltung, die sich über 4 Unterrichtseinheiten erstrecken sollte.

Die 17 UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs)

Zu Beginn wurde erklärt, welche Ziele es eigentlich sind, die die Vereinten Nationen zur Sicherung einer nachhaltigen Entwicklung auf ökonomischer, sozialer sowie ökologischer Ebene definiert haben. Dies gestaltete sich äußerst kurz, da die Schüler bereits erhebliches Wissen mitbrachten. Es stand jedoch nicht das Vermitteln von „trockenem“ Stoff im Vordergrund, sondern der Workshop zielte ganz klar darauf ab, die Schüler dahingehend zu sensibilisieren, dass man nicht alleine auf dieser Welt ist. Es ist vielmehr ein „Miteinander“ in einem sich bedingenden Kreislauf. Das äußert sich dahingehend, dass jede Entscheidung, die ein einzelner trifft, Auswirkungen auf die Mitmenschen hat.

Das „WIR“ im Zentrum. Tafelbild von Workshopleiterin Mag. Nina Köberl

Entscheidungen

Die Entscheidungen, die jeder einzelne trifft, haben Auswirkungen. Dies trifft vor allem auf den Konsum zu. Wie viele Dinge, zum Beispiel Kleidung oder Handys, braucht eine einzelne Person? Muss es immer ein neues Produkt sein und gibt es keine Alternative zum Neukauf? Im weiteren Verlauf des Workshops wurde gezielt auf den ungezügelten Konsum in der westlichen Welt eingegangen und die Schüler wurden mit der Tatsache konfrontiert, dass der Reichtum bzw. die Rohstoffe ungleich unter der Weltbevölkerung verteilt sind. Um dies zu illustrieren kam das sogenannte Weltspiel zum Einsatz. Dabei sollte von den Schülern auf einer Weltkarte mit Figuren, die Aufteilung der Weltbevölkerung, sowie die Aufteilung des Kapitals dargestellt werden. Dies zeigte abermals die ungleiche Verteilung und führte zur nächsten Fragestellung. Wie kann man sicherstellen, dass in Zukunft alle Menschen den gleichen Zugang zu Ressourcen haben? Es kann auf diese Frage nur eine Antwort geben: Verzicht. Aber auf wieviel ist jeder von uns bereit zu verzichten?

Bericht von NH-Reporter Daniel

Fotos:   © Land Steiermark

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