Während der „Aktionstage Nachhaltigkeit“ hatte sich eine kleine Gruppe in bunter Outdoor-Kleidung am Rande der Gewerbezone Pflach getroffen. Der Naturpark Tiroler Lech lockte große und kleine Besucher mit einer Einladung zur Auwald-Safari hier her, um mit dem Naturführer Walter Stoll den angrenzenden Auwald zu erkunden.

Platz für Wildnis

Der dynamische Lech war der Bevölkerung bis zur Gründung des Naturparks vor allem als reißender und gefährlicher Strom ein Begriff gewesen. Inzwischen sind die massiven Schutzbauten reduziert worden und der Fluss hat sich wieder ein Stück seiner Wildnis zurückholen können. Die Flussarme haben Platz bekommen, idyllische schilfbewachsene Feuchtgebiete sind entstanden, zottige Moore, eine Aulandschaft und weiter Schotterbänke. Die natürliche Regulierung und Renaturierungsmaßnahmen der letzten 20 Jahre scheinen zu fruchten und Tiere, Pflanzen und Menschen kehrten zurück.

Den Fokus auf die kleinen Lebewesen

In Mitten dieser abwechslungsreichen Landschaften gab es für die Gruppe allerhand zu beobachten. Friedlich badende Entenpärchen, Schaumzikaden und sogar eine Blauflügelige Prachtlibelle kreuzte den Weg. Überwiegend schlängelte sich der gemütliche Wanderpfad durch den kühlen verwachsenen Auwald, dann am Fluss entlang bis zum Ausgangspunkt am Vogelbeobachtungstum zurück. Immer wieder gab es freudig strahlende Augen, wenn jemand einen schönen Fund in der Natur gemacht hatte oder ein tolles Motiv vor die Linse bekam. Man lauschte in den Auwald: ein Kuckuck, Rascheln, Vogelstimmen. Herr Stoll wusste von allerlei Kuriositäten und Besonderheiten der Natur zu erzählen. Er sensibilisierte die Gruppe aber auch mit einigen Verhaltenstipps und zeigte Spannungsfelder auf.

Naturmagnet und Naturschutz

Es wurde deutlich, dass es für den Naturpark nicht immer einfach ist, die Balance im und um den Naturpark zu halten. Denn zunehmend wird der Schutzraum auch als Erholungsraum genutzt, was die sensiblen Pflanzen und Tiere zerstört oder verschreckt. Die Auwald-Safari bot einen passenden Rahmen den Lebensraum behutsam zu erkunden und seine Naturschätze zu bestaunen.

Fotos: © CO

Christina Oberleiter | NR-Reporterin für Tirol  

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