©Klimabündnis Tirol

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Menschen.Machen.Morgen

DI Maria Legner ist Projektleiterinvon Links4Soils im Klimabündnis Tirol.

Bei den Aktionstagen Nachhaltigkeit ist das Klimabündnis Tirol mit der „Exkursion: Der Zukunft den Boden bereiten“ vertreten.

Mit der Exkursion nach Fließ wollen wir vom Klimabündnis Tirol Lösungen aufzeigen und uns vor Ort anschauen, was eine Gemeinde im Sinne eines nachhaltigen Bodenmanagements tun kann und wie.

 

 

>> Mit was beschäftigen Sie sich im Rahmen Ihrer beruflichen Tätigkeit?
Mein Aufgabe ist es, den nachhaltigen Umgang mit Boden in Tiroler Gemeinden und Regionen zu verstärken! Dabei ist es wichtig, Spielräume deutlich zu machen, die Gemeinden in dem Bereich haben und mögliche Maßnahmen positiv und konkret zu vermitteln.
1. Gemeinsam mit der Gemeinde finden wir heraus, was nachhaltiges Bodenmanagement sein kann, was dazu in der Gemeinde bereits gemacht wird und wurde und welche Anliegen bzw. Schwerpunktthemen es in der Gemeinde gibt.
2. Daraus abgeleitet werden Aktionen und Maßnahmen umgesetzt, die für die Gemeinde wichtig sind.
3. Die Gemeinde beschließt im Gemeinderat den Beitritt zum Bodenbündnis, einem europäischen Netzwerk von Gemeinden und Regionen, die sich zu einem nachhaltigen Umgang mit Boden bekennen. In einem Aktionsplan werden die zukünftigen Handlungsschritte festgelegt.

>> Was ist dabei Ihr größter Motivator?
Boden ist ein Herzensthema von mir. Ich beschäftige mich schon lange mit Fragen der Ernährungssouveränität, Klimawandel und Siedlungsentwicklung. Meine Arbeit beim Klimabündnis Tirol umfasst all das. Es ist spannend, den lebenden Boden in all seinen Facetten zu kommunizieren und Ideen mit den Gemeinden zu entwickeln, wie ein nachhaltiges Bodenmanagement ausschauen kann. Es ist sehr viel Wissen in den Gemeinden vorhanden – über landwirtschaftliche Böden, wie sie bewirtschaftet werden und wem sie gehören, über ehemalige Landnutzungen, über Dorfgeschichte und -geschichten allgemein.

>> Wie motivieren Sie Menschen, die für nachhaltige Raumentwicklung schwer zu erreichen sind?
Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Problemlage der zunehmenden Versiegelung durchaus bekannt ist und die Motivation zu handeln, groß ist.
Unsere Hauptzielgruppe sind GemeinderätInnen und BürgermeisterInnen, also jene, die auch tatsächlich die Macht in Gemeinden haben, etwas zu verändern.
Klarerweise fühlen sich ohnehin nur jene von unseren Angeboten und Veranstaltungen angesprochen, die auch grundsätzlich am Thema interessiert sind.

>> Was glauben Sie wird die größte Herausforderung für Gemeinden sein?
Eine Schwierigkeit bei demokratischen Entscheidungsprozessen ist immer die Entscheidungsabwägung.
Besonders im Bereich Raumplanung und Siedlungsentwicklung ist diese sehr wichtig, weil die Entscheidungen sehr lange Bestand haben und mit hohen Kosten verbunden sind – für den Häuserbau aber auch für die Infrastrukturerschließung und -erhaltung. Daher braucht es einerseits eine fundierte Bestandsaufnahme und andererseits einen langfristigen Blick, der in der Politik oft nicht gegeben ist: Wie wollen wir in der Gemeinde leben und wohnen? Was brauchen wir für die langfristige Entwicklung der Gemeinde?

 

 

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