Im Rahmen der Langen Nacht der Kirchen fand am 09. Juni 2017 der von der Caritas Kärnten in Kooperation mit der Katholischen Arbeitnehmerinnenbewegung und dem Katholischen Bildungswerk organisierte Vortrag über die Kärntner Mutmachprojekte statt. Mutmachprojekte daher, weil jedes einzelne vorgestellte Projekt Mut und Lust auf die Zukunft macht und dies auch in schweren Zeiten. Schwere Zeiten können in Verbindung mit globalen Problemen wie der wachsenden Armut oder den mit dem Klimawandel einhergehenden Auswirkungen auf unsere Erde gebracht werden. Persönlich schlechte Aussichten am Arbeitsmarkt oder auch Konflikte der Generationen tragen zu einer trägen Lebenseinstellung bei. Mit Hilfe dieser Mutmachprojekte wird gezielt versucht, trotz schwerer Umstände – die Gründe dafür können von Person zu Person sehr verschieden sein – eine positive Lebenseinstellung bzw. einen positiven Blick in die Zukunft zu schaffen.

Mit Selbstgehäkeltem verzierter Eingangsbereich der Bürgerspittalskirche, Klagenfurt.

Veranstaltungsort war die Bürgerspittalskirche in der Lidmanskygasse 22 in Klagenfurt. Liebevoll wurde die Eingangstüre mit Selbstgestricktem von der Caritas-Strickgruppe verziert. Diese liebliche und kreative Gestaltung des Eingangsbereich lockte viele neugierige BesucherInnen an. Neben dem Eingangsbereich wurde auch der Innenbereich mit den unter aktiver Beteiligung von Obdachlosen selbst gestrickten Blumen verziert.

Caritas-Strickgruppe – die BesucherInnen konnten selbst kreativ werden.

Um 18:00 Uhr startete die Veranstaltung mit den Präsentationen der Mutmachprojekte; dafür wurden die zuständigen Personen eingeladen. Vorgestellt wurden folgende Projekte; dazwischen gab es kurze Musikeinlagen:

  • „Share“ – Wir retten Lebensmittel
  • „magdas“ – gelungene Integration
  • Kreatives Stricken – Obdachlose profitieren davon
  • Friesach – eine Gemeinde im Wandel
  • Mit der Rikscha durch die Stadt – Alt und Jung gemeinsam unterwegs
  • Caritas-Spar – nach langer Zeit wieder in Arbeit
  • Plastik dislike – ein Zeichen für die Umwelt
  • Grown care – ein Garten, in dem die Seele wächst

Während den Vorträgen gab es die Möglichkeit, sich beim Kuchenbuffet im Stock darüber bei freiwilliger Spende zu verköstigen. Außerdem bestand die Möglichkeit, unter Anleitung der Caritas-Strickgruppe selbst zu stricken und kreativ zu werden. Wolle und Nadel standen dafür zur Verfügung.

Der Veranstaltungsort der Mutmachprojekte; die Bürgerspittalskirche in Klagenfurt, welche gut besucht wurde.

Am Ende der Vorträge wurde der Dokumentarfilm „Tomorrow“ – Die Welt ist voller Lösungen gezeigt. In diesem Film werden ebenfalls sogenannte Mutmachprojekte vorgestellt, jedoch auf globaler Ebene. Es gibt viele Initiativen, die versuchen, alternative ökologische, wirtschaftliche und demokratische Ideen für die derzeit vorherrschenden Probleme zu finden.

Das Ziel dieser Veranstaltung war es letztlich aufzuzeigen, dass es bereits viele Projekte und Initiativen auf regionaler als auch globaler Eben gibt, die versuchen, eine bessere und schönere Welt zu ermöglichen. Es gibt Lösungen, wir müssen uns gegenüber den vorherrschenden Problemen öffnen, um diese zu finden. Darum ist es wichtig, dass jeder bzw. jede von uns eine positive und mutige Lebenseinstellung mit einem aussichtsreichen Blick in die Zukunft entwickelt. Dies wird ermöglicht, indem wir aktiv versuchen, Lösungen für diese Probleme zu finden. Es gibt bereits zahlreiche Projekte und Personen, die uns vorzeigen, dass so etwas möglich ist.

Ein Beitrag von Nachhaltigkeits-Reporterin Tina Ebner.

Fotocredit: © Land Kärnten

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