Am 1. Juni fand die Veranstaltung „Sustainable Development Goals umsetzen – Aber wie? Österreichs Weg und Beispiele aus Europa“ im Haus der Europäischen Union in Wien statt. Hier wurde von Vertretern aus Österreich, Deutschland, Finnland und der Tschechischen Republik im Zuge der European Sustainable Development Week (auf Deutsch: Woche der europäischen nachhaltigen Entwicklung) berichtet, wie die Sustainable Development Goals in ihren Ländern umgesetzt werden.

Was sind Sustainable Development Goals?

Im September 2015 haben sich 193 Regierungen weltweit gemeinsam auf 17 Ziele für eine bessere Welt geeinigt. Diese Ziele sind die sogenannten SDGs – die Sustainable Development Goals (auf Deutsch: Nachhaltigen Entwicklungsziele) und sollen bis 2030 erreicht werden. Daher spricht man auch von der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Zu diesen Zielen gehören Armut und Hunger weltweit zu beenden sowie für jeden Menschen ein gesundes Leben, dieselben Rechte für Männer und Frauen und die Verfügbarkeit von Wasser in jedem Land zu gewährleisten. Das sind nur einige wenige Ziele, die nun umgesetzt werden sollen.

Natürlich ist das ein schweres und komplexes Unterfangen die Welt zu verbessern und es liegt vor allem an Regierenden sich zu überlegen, wie diese Ziele erreicht werden können.

Im Haus der Europäischen Union in Wien war genau das Thema. Was planen die einzelnen Länder, um ihre Ziele zu erreichen?

Finnland

Für Finnland sprach Jussi Kanner, Koordinator von KEHYS, einer Entwicklungsplattform für die EU. Finnland fokussiert sich bei der AGENDA 2030 darauf CO2 neutral und ressourcenschonend zu werden. Ziel von KEHYS ist auch, Armut und Ungleichheit auf der Welt zu reduzieren und Menschenrechte voranzutreiben. Sie möchten ein Finnland, das frei von Diskriminierung ist und für Gleichheit steht. Als ich ihn nach dem Vortrag nach seiner Take-Home-Messsage frage, sagt er mir, dass es am wichtigsten ist bei der Umsetzung der Agenda 2030 alle Stakeholder miteinzubeziehen, d.h. Personen, die im sozialen Sektor, in der Entwicklungsarbeit, Kinderarbeit, Armut und weiteren relevanten Bereichen arbeiten, müssen gemeinsam sicherstellen, dass die Grundprinzipien der Agenda 2030 umgesetzt werden.

Österreich

Für Österreich sprachen Sylvia Meier-Kajbic (Botschafterin und Leiterin der Abteilung Multilaterale Entwicklungszusammenarbeit im Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres) und Norbert Feldhofer (Leiter der Abteilung Wirtschaft, Arbeit, Energie im Bundeskanzleramt). Beide heben hervor, dass die SDGs nicht nur relevant für Entwicklungsländer, sondern auch für Industrieländer wie Österreich sind. Es ist die Aufgabe der Regierung in den Bereichen nachhaltiger Energie, Wasser, Bildung und nachhaltiger Wirtschaft in Österreich Verbesserungen umzusetzen. Länder, Gemeinden, Ministerien, Unternehmen und Wissenschaft müssen ein Bewusstsein für die Nachhaltigkeitsziele schaffen und Aktionen setzen.

In Österreich wurden alle Bundesministerien 2016 bereits zur Umsetzung der SDGs beauftragt und haben deren Ziele und geplanten Schritte in „Beiträge der Bundesministerien zur Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung durch Österreich“ publiziert. Arbeitsgruppen sind am Laufen!

We all have to do something to develop our world!

Dann sind wir einmal gespannt, was in den nächsten Jahren passieren wird und hoffen auf ein erfreuliches Resultat im Jahr 2030! Bis dahin sollten wir uns an Sylvia Meier-Kajbics Aussage halten: „We all have to do something to develop our world!“

Bericht von NH-Reporterin Julia

Fotocredit: © MA 22

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